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Blinddarmentzündung: Antibiotika statt Operation

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Medikamente statt Operation  

Studie: Bei Blinddarmentzündung können auch Antibiotika helfen

29.04.2014, 16:28 Uhr | t-online.de

Blinddarmentzündung: Antibiotika statt Operation. Blinddarmentzündung: Laut einer US-Studie ist eine Operation nicht immer nötig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Tabletten statt Operation: Laut einer US-Studie reicht in manchen Fällen eine Behandlung mit Antibiotika. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn bei Kindern eine Blinddarmentzündung festgestellt wird, ist bisher die Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit. Aber jetzt zeichnet sich eine Alternative ab: Wissenschaftler aus den USA haben in einer Studie nachgewiesen, dass in bestimmten Fällen eine Therapie mit Antibiotika die Operation ersparen kann. Die kleinen Patienten waren danach auch schneller wieder auf den Beinen.

Die Studie des Forschungsinstituts am Nationwide Children's Hospital in Ohio basiert auf 77 Fällen bei Kindern zwischen sieben und 17 Jahren. Sie litten an akuter Blinddarmentzündung mit unkompliziertem Verlauf, hatten maximal seit 48 Stunden Schmerzen und die Zahl der weißen Blutkörperchen war nur leicht erhöht. Bei Computertomografien oder Ultraschalluntersuchungen hatten sich die Ärzte vergewissert, dass der Blinddarm nicht geplatzt war.

Eine Gruppe operiert, die andere mit Antibiotika behandelt

Die Patienten beziehungsweise ihre Eltern, konnten sich für eine Operation oder für Medikamente entscheiden. 47 Kinder wurden operiert, 30 bekamen Antibiotika. Ihnen wurde das Medikament 24 Stunden lang intravenös verabreicht, danach mussten sie noch eine Woche lang Tabletten schlucken.

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Die Vorgabe war, dass Kinder, bei denen Antibiotika innerhalb von 24 Stunden keine Besserung bewirken, auch operiert werden. Das war in zwei Fällen nötig. Ein weiteres Kind wurde einen Tag nach der Entlassung zur Operation zurück in die Klinik geschickt, weil sich die Symptome nicht ausreichend verbessert hatten. Positiv werteten die Forscher, dass bei keinem der drei nachtäglich operierten Kinder kritische Verschlechterungen wie Blinddarmdurchbruch aufgetreten waren.

Kinder waren nach Antibiotika-Therapie schneller auf den Beinen

Zum Vergleich der beiden Therapien betrachteten die Forscher, wie lange die Kinder insgesamt krank waren, wie lange sie in der Schule fehlten und wie es ihnen 30 Tage später ging. Die 27 mit Antibiotika behandelten Kinder hatten weniger Krankheitstage und konnten zwei Tage früher zurück in die Schule und ihre üblichen Aktivitäten früher wieder aufnehmen als die operierten Kinder.

Forscher: Behandlungsrichtlinien bei Blinddarmentzündung überdenken

Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of the American College of Surgeons veröffentlicht. Sie sind noch mit Vorsicht zu bewerten, weil vertiefende Studien nötig sind. Nach den ersten Erkenntnissen leiten Forscher ab, dass die Behandlung von Blinddarmentzündungen mit Antibiotika zumindest bei unkomplizierten Fällen Vorteile hat. Katherine J. Deans, eine der Studienautorinnen, regt an, die Leitlinien der Behandlung neu zu bewerten. Weil Operationen schon so lange als einzige Behandlungsmöglichkeit gelten, sei für andere Alternativen ein deutlicher Paradigmenwechsel erforderlich.

Deutsche Kinderchirurgen raten ab

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) betrachtet die Studienergebnisse aus Ohio allerdings mit Skepsis. In einer offiziellen Stellungnahme weisen die Ärzte auf Unsicherheitsfaktoren hin und raten von dieser Therapie für Kinder ab.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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