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Streit beendet  

Kampfhund Tascha darf bei behindertem Kind bleiben

11.06.2014, 14:10 Uhr | mmh, dpa, t-online.de

Kampfhund Tascha darf bei behindertem Kind bleiben. Wachkoma-Kind darf seinen Kampfhund Tascha behalten.  (Quelle: Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz/dpa)

Wachkoma-Kind Dylan darf seinen Kampfhund Tascha behalten. (Quelle: Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz/dpa)

Nach langem Streit über die Haltung darf der im Wachkoma liegende elfjährige Dylan seinen Kampfhund Tascha behalten.

Viele nahmen Anteil an dem Schicksal von Tascha und Dylan. Die Geschichte schlug auf Facebook hohe Wellen. Tascha begleitete das Wachkoma-Kind Dylan, wachte über ihn und brachte Leben in sein Dasein. Doch Tascha ist ein American Staffordshire, diese Rasse gilt in Brandenburg als gefährlicher Kampfhund. Solche Hunde darf man nur mit spezieller Genehmigung und nach einem Wesenstest des Hundes halten.

Dinge, die Dylans Familie nicht wusste, als der Hund zu ihnen kam. Jetzt legte die Familie die nötigen Bestätigungen vor, der Test wurde durchgeführt. Tascha gilt jetzt als Therapiehund und darf bei Dylan in Schönwalde/Glien im Havelland bleiben.

Vorgeschichte des Streits um den Kampfhund

Der Streit hatte allerdings auch eine Vorgeschichte. Denn leider gab es einen Vorfall, der den Stein ins Rollen brachte. Tascha verletzte einen anderen Hund, wohl getrieben vom Instinkt, die eigene Familie zu schützen. Taschas Familie übernahm die Tierarztkosten, die Verletzung heilte gut, Tascha besuchte mit Herrchen und Frauchen Auffrischungskurse in der Hundeschule. Ein Vorfall, wie er unter Hunden immer wieder vorkommt. Doch das Amt beschloss: Tascha muss weg. Eine Sympathiewelle erhob sich, viele Menschen kämpften dafür, dass der Hund bleiben darf. Jetzt hat die Aktion Erfolg und Dylan darf seinen treuen Begleiter behalten.

Dylan litt während der Geburt an akutem Sauerstoffmangel, seither liegt er im Wachkoma. Die Begegnungen mit Tascha machen Dylan glücklich. Seine Mutter weiß das. Dylan reagiert auf Tascha erkennbar mit einer Senkung der Herzfrequenz und einer Beruhigung der Atemforderung. Sein Vater Eckhard Gerzmehle erzählte damals gegenüber der Berliner Zeitung "BZ": "Wenn Tascha bei ihm liegt, wird der Junge viel ruhiger, Puls und Atmung entspannen sich". Auch der behandelnde Arzt stimmte dem zu. Doch das Ordnungsamt war bis jetzt gnadenlos.

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