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Unheilbar krank  

Nach dem Abschlussball will Jerika (14) sterben

27.07.2016, 14:14 Uhr | t-online.de

Nach dem Abschlussball will Jerika (14) sterben. Jerika leidet an Spinaler Muskelatrophie. (Quelle: gofundme)

Jerika leidet an Spinaler Muskelatrophie. (Quelle: gofundme)

Jerika Bolen wird sterben. Das 14-jährige Mädchen aus dem US-Bundesstaat Wisconsin ist unheilbar krank und will in einem Hospiz ihre lebenserhaltenden Maschinen abschalten lassen. Vorher erfüllte sie sich einen lang gehegten Traum: Sie besuchte einen Abschlussball und wurde zur Ballkönigin gewählt.

Seit ihrer Geburt leidet Jerika an Spinaler Muskelatrophie - eine seltene genetische Krankheit, die nicht heilbar ist und zu fortschreitendem Muskelschwund führt. Dabei werden die Nervenzellen im Rückenmark zerstört, was zu Schmerzen und Lähmungen führt. Die Lebenserwartung gilt als begrenzt.

Jerika war ein "glückliches Mädchen"

Nach der Diagnose und den damit verbundenen Einschränkungen hat sich Jerikas Mutter Jen von Anfang an für ihre Tochter eingesetzt. Sie nahm Kontakt zu anderen betroffenen Familien auf und sorgte für eine bestmögliche medizinische Versorgung.

Auf der Webseite "Gofundme.com" erzählt sie, dass Jerika nie gelernt hat zu krabbeln, zu laufen oder Fahrrad zu fahren. Ihre Mutter beschreibt sie trotzdem als "glückliches Mädchen".

Jerika ist auf Rollstuhl und Beatmungsmaschine angewiesen

Früher konnte Jerika die Arme heben, heute reicht die Kraft ihrer Hände gerade noch aus, um ihren Rollstuhl zu steuern und ihr Smartphone zu bedienen. Jerika ist auf den Rollstuhl angewiesen und benötigt jeden Tag für zwölf Stunden die Unterstützung einer Beatmungsmaschine.

Besonders die starken Schmerzen im Rücken und ihren Hüften setzen Jerika zu. Zudem leidet sie an Nervenkrämpfen. Die jahrelange Einnahme von starken Schmerzmitteln in hohen Dosen hat ihrem Körper zusätzlich geschadet. Obwohl Jerika schon über 30 Mal operiert wurde, konnten ihre Schmerzen nicht gelindert werden.

Jerika möchte sterben

Die letzte Operation sei ein Wendepunkt gewesen, sagte Jerika der Nachrichtenseite "Post-Crescent". Sie möchte sterben. "Ich war schon lange dafür bereit, aber ich habe weitergemacht." Der Eingriff habe nicht geholfen und ihre Schmerzen seien schlimmer geworden, erzählt sie.

Ihre Mutter hatte schon lange versprochen, Jerikas Wunsch zu respektieren, wenn die Schmerzen überhand nähmen. "Ich weiß, sie ist erst 14, aber sie ist alt genug, um zu entscheiden", sagte sie "Post-Crescent". Trotzdem habe sie viel geweint.

Im Bundesstaat Wisconsin, wo sie wohnt, ist Sterbehilfe erlaubt. Jerika möchte einen letzten Sommer mit ihrer Familie verbringen, danach will sie in ein Hospiz ziehen und ihr Beatmungsgerät abschalten.

Letzter Wunsch: Ein Abschlussball

Einen großen Wunsch wollte Jen ihrer Tochter aber noch erfüllen: Einen Abschlussball. Dafür rief sie auf den Spendenplattform "Gofundme.com" zu Spenden auf - und erhielt über 35.000 Dollar. Von dem Geld mietete Jen einen Ballsaal in ihrer Heimatstadt Appleton.

Ballkönigin mit Schärpe, Krone und Glitzerkleid

Familie, Freunde und hunderte Gäste bereiteten Jerika einen unvergesslichen Abend. Wie von der 14-Jährigen gewünscht, war der Saal in grün und schwarz dekoriert. Passend dazu trug Jerika ein mintgrünes Glitzerkleid, eine Krone und eine Schärpe mit der Aufschrift "Ballkönigin".

"Überwältigend, aber auch beängstigend"

"Das ist überwältigend", sagte Jerika über ihren besonderen Tag. "So viele Menschen sehen zu mir auf. Das ist auch ein bisschen beängstigend." Der erste und der letzte Tanz des Abends gehörte ihrer Mutter, die sagte, sie sei auf ewig dankbar für die Unterstützung, die sie bekommen habe.

Es bleibt, den beiden Kraft und Mut zu wünschen, für den letzen gemeinsamen Weg, den sie noch vor sich haben.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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