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Keine Amalgam-Füllung mehr für Kinder und Schwangere

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EU-Verordnung ab 2018  

Löcher in Kinderzähnen werden nicht mehr mit Amalgam gestopft

18.12.2016, 08:58 Uhr | Verena Schmitt, dpa

Keine Amalgam-Füllung mehr für Kinder und Schwangere. Amalgam darf ab 2018 nicht mehr als Zahnfüllung für Kinder und Schwangere verwendet werden. (Quelle: dpa)

Amalgam darf ab 2018 nicht mehr als Zahnfüllung für Kinder und Schwangere verwendet werden. (Quelle: dpa)

Millionen Europäer haben Amalgam im Mund, denn es stopft Löcher in den Zähnen billig und verlässlich. Doch der Stoff enthält giftiges Quecksilber und ist umstritten. Jetzt schränkt die EU die Verwendung ein.

Ab 1. Juli 2018 sollen Zahnärzte Amalgam bei Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen nur noch in absoluten Ausnahmen nutzen. Dies bestätigte die EU-Kommission am 7. Dezember. Ein generelles Verbot von Amalgam ist aber vorerst vom Tisch. Vielmehr wird bis 2020 geprüft, ob Zahnärzte ab 2030 ganz darauf verzichten können.

Der Kompromiss zwischen dem EU-Parlament, den Mitgliedsländern und der Kommission ist Teil eines Pakets zur Umsetzung der sogenannten Minamata-Konvention, die die Nutzung von Quecksilber eindämmen soll.

Giftig für die Umwelt, aber zulässig im Mund?

Amalgam - seit Jahrzehnten ein billiger und gängiger Füllstoff für Löcher in den Zähnen - gilt besonderes Augenmerk, denn damit kommen jährlich in der EU bis zu 75 Tonnen des hochgiftigen Schwermetalls in Umlauf.

Die EU-Kommission hält die Amalgam-Füllungen zwar für Patienten für ungefährlich, zumal sie im Mund verkapselt sind. Kritiker wecken aber immer wieder Zweifel. Vor allem verweisen sie auf Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung und der Entsorgung und bei der Verbrennung von Verstorbenen in Krematorien. Quecksilber kann über die Atmosphäre in die Nahrungskette kommen und sich letztlich im Körper anreichern.

Die EU hat jetzt einen klaren Fahrplan, Zahn-Amalgam zu reduzieren und möglicherweise sogar zu stoppen", kommentierte eine Kommissionssprecherin.

Zum 1. Januar 2019 wird eine eigene Sammlung und sichere Entsorgung quecksilberhaltiger Abfälle aus Zahnarztpraxen vorgeschrieben. Die 28 EU-Staaten sollen Aktionspläne zur Verminderung der Nutzung aufstellen.

Mit dem Kompromiss kann die EU das internationale Abkommen nun ratifizieren. Damit soll auch die Nutzung von Quecksilber in industriellen Prozessen beendet und für künftige Produkte ausgeschlossen werden. Zudem soll der Handel mit quecksilberhaltigen Produkten kontrolliert und reduziert werden.

Deshalb ist Amalgam die bevorzugte Zahnfüllung

Zahnärzte hatten sich im Lauf der jahrelangen Debatte gegen ein Verbot von Amalgam gewandt. Andere Arten von Zahnfüllungen wie Keramik oder Gold gelten als weniger haltbar oder deutlich teurer.

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