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Autismus: erkennen, behandeln, mit autistischen Kindern leben

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Formen, Ursachen, Spektrum  

Autismus: Eltern und Umwelt bleiben ausgesperrt

04.07.2017, 13:48 Uhr | Simone Blaß; rw; az, dpa, t-online.de

Autismus: erkennen, behandeln, mit autistischen Kindern leben. Kleiner Junge schaut verträumt aus dem Fenster (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Maria Dubova)

Kinder mit Autismus können emotionale Signale ihrer Mitmenschen nur schwer einschätzen und haben ebenso Schwierigkeiten, diese auszusenden. (Quelle: Maria Dubova/Thinkstock by Getty-Images)

Das Mädchen mag nicht mit anderen Kindern im Sandkasten sitzen. Stattdessen beschäftigt es sich lieber ausgiebig allein mit einem Spielzeug. Auf das Lächeln anderer Menschen reagiert es nicht, vermeidet den direkten Augenkontakt. Solche und ähnliche Auffälligkeiten können auf Autismus hindeuten.

Autistische Kinder haben Schwierigkeiten, an der Gesellschaft teilzunehmen, da ihre Wahrnehmung sich von der anderer Menschen unterscheidet. Wie eine unsichtbare und undurchdringliche Wand scheint der Autismus sie von ihrer Umwelt zu trennen. Es handelt sich dabei um eine Variante des menschlichen Seins, die jedoch – wie alle anderen auch – neben Schwierigkeiten auch Vorteile mit sich bringt: Während Autisten scheinbar "einfache" Dinge schwer fallen können, können ihnen wiederum "schwere" Dinge leicht fallen. Viele Autisten würden deshalb auf ihre Besonderheit nicht verzichten wollen und betrachten sie als eine von vielerlei Arten, die Welt und die Menschen wahrzunehmen. 

Definition von Autismus

Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die verbunden ist mit Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, der sozialen Kommunikation (verbal und nonverbal) und dem sozialen Verständnis. Allerdings ist man sich uneinig, ob es als Krankheit oder vielmehr als eine besondere Variante der menschlichen Informationsverarbeitung eingestuft werden sollte. Denn zu den Einschränkungen im Alltag gehören auch besondere Wahrnehmungsverarbeitungen, Denkweisen und Problemlösumgsansätze. Diese Besonderheiten stellen jedoch im Alltag und im Umgang mit Mitmenschen häufig eine Behinderung dar. Menschen mit Autismus können emotionale Signale ihrer Mitmenschen nur schwer einschätzen und haben ebenso Schwierigkeiten, diese auszusenden. Menschen mit Autismus zeigen außerdem sich wiederholende, stereotype Verhaltensweisen.

Was ist das Autismus-Spektrum?

Autismus äußert sich nicht in einem einzelnen Merkmal, und die Übergänge zwischen dem, was als autistisch und nicht-autistisch definiert wird, sind fließend. Autismus ist ein Spektrum. Das bedeutet, dass zwar alle autistischen Menschen bestimmte Merkmale teilen, aber keiner wie der andere ist. Manche Menschen sind demnach "ein bisschen autistisch" und andere sehr. Von Autismus spricht man deshalb erst, wenn genug "Symptome" darauf hindeuten.

Aufgereihte Spielzeugroboter im Flur vor zwei Türen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Martin Poole)Autisten wiederholen oft immer wieder dieselben Abläufe, zum Beispiel das Anordnen von Spielsachen nach einer festgelegten Reihenfolge. (Quelle: Martin Poole/Thinkstock by Getty-Images)

Autismus als Besonderheit mit Leidensdruck wahrnehmen

Auf Hundert Kinder kommt eines, das an Autismus leidet, haben britische Forscher herausgefunden, und dabei sind Jungen vier Mal häufiger betroffen als Mädchen. Und man muss tatsächlich von "leiden" sprechen, lautet die Meinung von Inge Kamp-Becker von der Universität Marburg. "Denn auch wenn vor allem im Internet vielfach eine Sichtweise propagiert wird, die Autismus als eine neue Form des Daseins beschreibt und die Symptome von autistischen Störungen ins Positive umformuliert, so bestehen in der Regel doch starke Schwierigkeiten, an der Gesellschaft teilzunehmen und sich zu integrieren. Vor allem, wenn keine kognitive Beeinträchtigung vorliegt, nehmen die Kinder ihre 'Andersartigkeit' durchaus wahr und leiden darunter, da sind sich die meisten Kliniker und Wissenschaftler einig", erklärt die Leiterin der Marburger Spezialambulanz für Autismus-Spektrum-Störungen. 

Test am besten durch den Spezialisten

Oft sind es Kleinigkeiten, die irgendwann auffallen: Das Kind reagiert nicht auf ein Lächeln, lacht selbst nicht und spielt lieber alleine als mit anderen Kindern. Treten solche frühen Anzeichen einer autistischen Störung auf, sind viele Eltern verunsichert. Doch nicht jede Verzögerung der Entwicklung muss gleich auf Autismus hinweisen. Darüber hinaus sind autistische Störungen bei jedem Kind unterschiedlich stark ausgeprägt. "Die Symptome sind sehr vielfältig und erfordern eine differenzierte und ausführliche diagnostische Untersuchung. Hierzu wird mit standardisierten Methoden gearbeitet, die die gesamte Symptomatik in ihrer Vielfalt berücksichtigen, was fachliche Expertise und Erfahrung erfordert", erklärt Kamp-Becker. Menschen mit Autismus haben häufig schon als Baby Probleme beim Essen und Schlafen und entwickeln selbststimulierende Verhaltensweisen.

Test für Autismus

Es gibt online Tests für Kinder und Erwachsene. Allerdings unterscheiden diese nicht zwischen verschiedenen Formen von Autismus. Das Ergebnis sollte nur als eine erste Einschätzung gesehen werden. Außerdem kann es bei Resultaten von Autisten und Nicht-Autisten zu Überschneidungen kommen. Doch auch bei der Diagnose durch einen Psychiater ist eine gewisse Willkür nicht auszuschließen, was als Autismus gekennzeichnet wird und was nicht.

Typische Symptome von Autismus

Bei aller Vielfalt gibt es aber auch ganz typische Kernsymptome von Autismus, auf die Eltern achten können. "Wir haben gemerkt, dass etwas nicht stimmt, als einer unserer Söhne mit einem Nachbarjungen zusammen im Sandkasten saß", berichtet die Vorsitzende des Regionalverbands Autismus Göttingen von ihren eigenen Erfahrungen. "Ob da noch jemand saß oder nicht, war unserem Sohn vollkommen egal." Autistische Kinder wirken oft unnahbar. Sie weichen Blickkontakten und Berührungen aus und ihre Interessen beziehen sich meist auf wenige Gebiete, in denen sie sich dann aber zu wahren Experten entwickeln können.

Kleiner Junge spielt im Garten mit einer Schnur (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/natasa778)Autistische Kinder spielen gern allein und interessieren sich sehr für bestimmte Details einer Sache. (Quelle: natasa778/Thinkstock by Getty-Images)

Typische Verhaltensweisen von Autisten

Jeder Autist ist individuell, jedoch gibt es einige Symptome, die meistens auftreten:

  • Schwierigkeiten, Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten
  • Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu kommunizieren, zum Beispiel durch Sprache
  • Stereotypische Verhaltensweisen, die sich wiederholen

Beziehungen

Dies äußert sich in verschiedenen Verhaltensweisen: Autisten neigen dazu, sich von ihrer Umwelt abzukapseln. Autistische Kinder spielen in der Regel lieber alleine. Durch diesen Rückzug in "ihre eigene Welt" wirken sie auf manche Mitmenschen unnahbar. Kontakt zu ihnen, durch Blicke oder Berührungen, vermeiden sie meist. Manche möchten nicht die Hand geben oder sich umarmen lassen. Da Autisten manchmal nicht wahrnehmen, dass Menschen um sie herum sind, begrüßen oder verabschieden sie diese auch nicht.

Sprache

Vor allem Kinder mit frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) haben eine eingeschränkte Sprechweise, fangen zum Beispiel erst mit Beginn der Pubertät zu sprechen an oder reden auch als Erwachsene kaum. Sie beziehen Mimik und Gestik kaum in ihre Kommunikation mit ein und sprechen mit ungewöhnlich betontem, tiefem Tonfall, weshalb sie auf ihr Gegenüber oft eigentümlich und kühl wirken. Beispielsweise betonen sie eine Aussage wie eine Frage. Auch wenn sie von außen betrachtet mit jemandem sprechen, ist dies meist eher ein Monolog als ein Dialog, weil es ihnen schwerfällt, auf das Gegenüber einzugehen. Auch kann es passieren, dass Autisten nicht reagieren, wenn man sie ruft, obwohl sie ein gesundes Gehör haben. Häufig wirkt zudem ihre Körpersprache ungelenk. 

Stereotypien

Autisten werden nie müde, sich für ein bestimmtes Gebiet zu interessieren, zum Beispiel das Sortieren von Dingen wie etwa Kuscheltieren. Meist interessieren sich autistische Kinder mehr für einen Teilaspekt eines Gegenstandes als für den ganzen Gegenstand, zum Beispiel eher für die Räder des Spielzeugautos als für das Auto selbst.

Autisten wiederholen bestimmte Verhaltensweisen oder Bewegungen, wie etwa den Körper hin und her zu wippen oder mit den Zähnen zu knirschen. Zum einen kann das beruhigend wirken, wenn äußere Reize als zu überfordernd wahrgenommen werden, zum anderen wirkt es stimulierend, falls äußere Reize zu schwach sind, um zu dem Autisten durchzudringen.

Rituale

Autisten sind sehr empfindlich gegenüber Veränderungen, deshalb ist es förderlich für ihr Wohlbefinden, wenn Dinge nach festen Strukturen ablaufen. Wenn zum Beispiel die Lieblingsschuhe an einem anderen Platz stehen oder der allmorgendliche Weg zur Schule über einen Umweg verläuft, können sie ängstlich oder wütend auf diese Irritation reagieren. Angststörungen und Schlafstörungen sind bei Autisten nicht ungewöhnlich.

Verschiedene Formen autistischer Störungen

Die bekannteste Form autistischer Störungen ist der frühkindliche Autismus, auch Kanner-Syndrom genannt. Der frühkindliche Autismus kann bereits im Säuglingsalter auffallen. Entsprechende Anzeichen sollte man sofort zum Anlass nehmen, eine spezifische Diagnostik einzuleiten, um möglichst früh unterstützen zu können. Diese Kinder sind oft unterdurchschnittlich intelligent und benötigen meist lebenslang Hilfe und Unterstützung. Die Intelligenz einer Person ist jedoch unabhängig von der Stärke des Autismus. Die kognitiven Fähigkeiten von autistischen Menschen reichen von Intelligenzminderung über durchschnittliche Intelligenz bis hin zu Hochbegabung. Kinder mit dem Asperger-Syndrom oder auch dem so genannten atypischen Autismus, beides mildere Formen, haben gute Chancen auf ein selbstständiges Leben.

Das Asperger-Syndrom und der atypische Autismus

Im aktuellen ICD-10 wird noch zwischen frühkindlichem Autismus, also dem Kanner-Syndrom, dem Asperger-Syndrom und dem atypischen Autismus als Formen unterschieden. Das DSM-5 hingegen, also das dominierende psychiatrische Klassifikationssystem in den USA, unterscheidet keine Subtypen mehr und spricht nur noch von einer allgemeinen Autismus-Spektrum-Störung.

Kinder mit Asperger-Syndrom oder dem atypischen Autismus fallen damit frühestens im Kindergartenalter, oft auch erst in der Grundschule auf. Sie nehmen nur sehr begrenzt Kontakt zu anderen Menschen auf und wirken isoliert. Einige sind sehr intelligent, kennen sich in bestimmten Gebieten perfekt aus, haben aber trotzdem Probleme beim Lernen. Sie wirken oft altklug und sehr ernst, führen häufig Selbstgespräche und reden mit einer auffälligen Sprachmelodie. Ein Eingehen auf den anderen und das von ihm Gesagte ist ihnen nur schwer möglich. Wutausbrüche und eine ungelenke Körpersprache sind ebenfalls typisch für diese Formen. Neben verstärkten Ängsten können auch Schlafstörungen und Tics auftreten.

Jeder Einzelfall erfordert eine individuelle Therapie

Nicht zuletzt aufgrund der Vielfältigkeit der Symptome und der verschiedenen Formen des Autismus ist es schwer, eine exakte Diagnose zu stellen. "Zunächst einmal ist eine differenzierte diagnostische Untersuchung notwendig, an die sich eine ausführliche und intensive Beratung der Eltern anschließen sollte", erklärt Inge Kamp-Becker.

"Ziel ist es, ein genaues Bild über die Stärken und Schwächen des Kindes zu erhalten und einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen, wobei sich verhaltenstherapeutische Maßnahmen als besonders hilfreich erwiesen haben." Man arbeitet hier oft mit einem Verhaltenstraining, das sich Applied Behavior Analysis (ABA) nennt und das sich, vereinfacht gesagt, am Belohnungsprinzip orientiert. Manchmal ist es auch sinnvoll, Krankengymnastik sowie Logopädie in den Behandlungsplan mit einzubauen. Vollständig heilbar ist Autismus nach heutigem Wissensstand allerdings nicht.

Sprachtherapeut bringt einem kleinen Jungen den Buchstaben R bei (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Jovanmandic)Vor allem Kinder mit frühkindlichem Autismus, dem Kanner-Syndrom, haben Schwierigkeiten zu sprechen. (Quelle: Jovanmandic/Thinkstock by Getty-Images)

Vorsicht vor dubiosen Heilsversprechen

"Das bedeutet aber nicht, dass man Menschen mit Autismus nicht fördern kann und damit die Symptomatik reduziert. Forscher und Ärzte sind sich darüber einig, dass eine frühe diagnostische Zuordnung und damit ein frühes Eingreifen durchaus geeignet sind, den Verlauf der Störung positiv zu beeinflussen." Bei der Therapie geht es letztlich darum, den Kindern zu helfen, mit anderen in Kontakt zu treten und Beziehungen aufzubauen. Sie sollte sich immer genau an dem betroffenen Kind ausrichten, seine individuellen Einschränkungen genauso beachten wie seine Stärken. Ein frühes Erkennen ist wichtig, um Kinder mit Autismus früh fördern und ermutigen zu können. Ein Spezialinteresse etwa kann so zu einem späteren Beruf führen, was Autisten die Eingliederung in die Gesellschaft erleichtert.

Bei der Auswahl eines geeigneten Therapieangebots ist allerdings Vorsicht geboten. "Leider ist es so, dass ein breites Angebot an verschiedensten therapeutischen Ansätzen existiert, die den Eltern teilweise 'Wunder', 'Heilung' oder 'ein normales Funktionsniveau' mit 'normalem Schulbesuch' und 'normalem Intelligenzquotienten' versprechen, die 'wissenschaftlich nachgewiesene' Methoden anpreisen, ohne dass klar ist, was damit überhaupt gemeint ist", warnt die Autismus-Spezialistin. Eltern bräuchten hier Unterstützung und Beratung, da es leider auch manch einen Ansatz gäbe, der viel Geld, Aufwand und Hoffnung koste, sich aber schon längst als unwirksam erwiesen habe.

Die Rolle der Eltern bei der Therapie

Überhaupt verdienen die Eltern autistischer Kinder besondere Aufmerksamkeit. Viele sperren sich zunächst, wollen nicht wahrhaben, dass ihr Kind Autist ist. "Das ist auch ganz verständlich, schließlich handelt es sich um eine lebenslange Diagnose", so Martin Sobanski, Leiter der Abteilung für Entwicklungsstörungen am Heckscher-Klinikum München.

Akzeptanz ist wichtig, denn sie ist die Voraussetzung dafür, dass schnell mit einer Therapie begonnen werden kann. Betroffenen Eltern rät der Münchner Mediziner, sich Hilfe bei anderen, erfahreneren Betroffenen zu suchen. "Der Austausch hilft bei der Trauerarbeit und liefert oft auch ganz praktische Ratschläge im Umgang mit der Entwicklungsstörung", erklärt Sobanski.

Therapieformen

Autismus bleibt ein Leben lang. Therapien konzentrieren sich also darauf, die Talente der Kinder zu fördern sowie die Kommunikationsfähigkeit und die Sozialkompetenz der Autisten zu unterstützen. Dies geschieht beispielsweise mithilfe von Verhaltenstherapie, Reittherapie, Musik- und Kunsttherapie, Sprachförderung, Krankengymnastik und Ergotherapie. Auch die Eltern werden bei diesen Maßnahmen unterstützt, um deren Stress zu reduzieren.

Ursachen von Autismus

Warum ein Mensch überhaupt an Autismus erkrankt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Frühere Theorien, dass autistische Kinder von ihren Eltern innerlich abgelehnt werden und sich daraufhin in ihre eigene Welt zurückziehen, sind heute nicht mehr aktuell. "Die These der so genannten 'Kühlschrankmütter' ist zweifelsfrei überholt und nicht haltbar!", macht Inge Kamp-Becker eindringlich klar.

"Dennoch sollte man beachten, dass die Eltern von Kindern mit Autismus einen Einfluss auf den Verlauf der Störung haben. Es ist erwiesen, dass es hilfreich ist, die Eltern in die Förderung beziehungsweise Therapie ihres Kindes mit einzubeziehen und dass sie sogar für den Erfolg dieser Maßnahmen entscheidend sein können."

Biologische Ursachen stehen im Vordergrund

Bei der Suche nach Krankheitsursachen geht die medizinische Forschung inzwischen davon aus, dass neben den als sicher geltenden erblichen Faktoren auch Infektionskrankheiten eine entscheidende Rolle spielen. Erkrankt eine Mutter zum Beispiel während der Schwangerschaft an Röteln, dann erhöht sich das Autismus-Risiko um das Zehnfache. Ein Zusammenhang zwischen der Mumps-Masern-Röteln-Impfung und Autismus konnte allerdings in einer Studie der McGill University in Montreal ausgeschlossen werden.

Wissenschaftler der University of California haben sich dagegen mit Umweltfaktoren und deren Wirkung auf die mit Autismus in Zusammenhang gebrachten Gene beschäftigt und im vergangenen Jahr Forschungsergebnisse veröffentlicht, in denen sie auch das Verwenden bestimmter Pflanzenschutzmittel für die Entstehung von Autismus verantwortlich machen. Im Verdacht stünden unter anderem Pyrethrine, die auch in einigen Anti-Läusemitteln und Haustiershampoos enthalten sind. Kamp-Becker warnt in diesem Zusammenhang aber vor voreiliger Panikmache. "Hier handelt es sich um eine erste Studie, daher ist das Ergebnis vorläufig noch mit Vorsicht zu behandeln. Denn schon Ergebnisse, die autistische Störungen mit Impfungen im Zusammenhang gebracht haben und die viele Eltern verunsicherten und ängstigten, haben sich als nicht haltbar erwiesen."

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender

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