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Ist Ihre Leber in Gefahr?

18.05.2009, 14:34 Uhr | c.melchior, AFP

Schmerzen im Oberbauch können von der Leber kommen. (Foto: dpa)Schmerzen im Oberbauch können von der Leber kommen. (Foto: dpa)Lange Zeit ignorierte Hannah P. die Schmerzen im Oberbauch. Auch ihre Abgeschlagenheit nahm die 36-Jährige nicht ernst. Erst auf Druck einer Freundin ging sie zum Arzt. "Sie sind leberkrank", so die Diagnose. Hannah fiel aus allen Wolken, denn sie hatte nie viel Alkohol getrunken - nur ab und zu ein Glas Wein. Doch die Ursache ihrer Beschwerden lag woanders: Chronische Hepatitis C, eine Leberentzündung, die auch in Deutschland verbreitet ist. Wie Hannah ahnen viele Betroffene nicht, was sich in ihrem Bauch abspielt. "Wir schätzen die Zahl der Leberkranken auf drei bis vier Millionen", sagt Prof. Claus Niederau, Vorsitzender der Deutschen Leberhilfe e.V. Am häufigsten sei dabei die Fettleber, gefolgt von chronischen Viruserkrankungen wie Hepatitis B und C. Wir erklären Ihnen, wie das größte Stoffwechselorgan unseres Körpers funktioniert - und wie Sie Ihre Leber schützen können.

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Das unterschätzte Organ

Auf Vieles nehmen wir Rücksicht: auf unser Herz, den Magen, die Lunge. Doch ausgerechnet die Leber wird kaum beachtet. Dabei ist sie unser wichtigstes Stoffwechselorgan, schleust Gifte aus dem Körper, speichert Vitamine, Fett und Zucker, produziert Hormone und ist an der Fettverdauung beteiligt. Schäden an dem wichtigen Organ beeinträchtigen daher unseren ganzen Stoffwechsel. Bei komplettem Leberversagen kann der Mensch nur wenige Stunden überleben.

Wichtiges Organe: die Leber. (Foto: Archiv)Wichtiges Organe: die Leber. (Foto: Archiv)Wo sitzt die Leber? Klicken Sie sich im Körperatlas durch die wichtigsten Organe

Nicht immer ist der Alkohol schuld

Leberschäden werden häufig mit hohem Alkoholkonsum in Zusammenhang gebracht. Zwar leidet die Leber durch übermäßiges Trinken tatsächlich, doch häufiger wird die Fettleber durch Übergewicht oder Diabetes verursacht. Auch akute und chronische Leberentzündungen (Hepatitis) sind häufig die Ursache für Leberschäden. Während Impfungen gegen die Reisekrankheit Hepatitis A und die auch in Deutschland verbreitete Hepatitis B eine Erkrankung wirksam verhindern können, ist eine Impfung gegen die gefährliche Hepatitis C noch nicht möglich. Eine Ansteckung mit dem Hepatitis C-Virus ist nahezu ausschließlich durch direkten Blutkontakt möglich. Bis 1992 waren Bluttransfusionen ein häufiger Übertragungsweg. "Heute ist der intravenöse Drogenmissbrauch die häufigste Ursache für Neuinfektionen, da medizinische Blutprodukte heute sehr sicher sind", so Prof. Niederau. Im Gegensatz zur Hepatitis C wird der Hepatitis B-Virus relativ leicht durch ungeschützte Sexualkontakte übertragen.

Unspezifische Symptome

Ein Grund dafür, dass viele Lebererkrankungen erst spät erkannt werden, sind die unspezifischen Symptome: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Druckgefühl im rechten Oberbauch sind Anzeichen, die wenig aussagen. Eine Gelbfärbung der Haut oder der Augen ist dagegen typisch für Leberschäden. Das Fatale: Nur wenn die Schäden nicht zu weit fortgeschritten sind, kann sich die Leber wieder erholen. In jedem Fall sollten Sie bei Beschwerden zum Arzt gehen. Wenn Sie übergewichtig sind, an Diabetes leiden oder regelmäßig Alkohol trinken, sollten Sie jedes Jahr Ihre Leberwerte kontrollieren lassen.

So schützen Sie die Leber

Nicht nur Alkohol und Fett schaden unserem größten Stoffwechselorgan. Auch Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, oder Pilz- und Umweltgifte können Leberschäden hervorrufen. Da Leberkrankheiten häufig durch Viren ausgelöst werden, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine mögliche Impfung sprechen. Positiv auf die Leberfunktion wirken sich eine gesunde, fettarme Ernährung mit viel Obst, Gemüse und (alkoholfreien!) Getränken sowie regelmäßige Bewegung aus. Die gute Nachricht: In vielen Fällen erholt sich die Leber durch einen gesunden Lebensstil wieder. Auch Hannah P. hatte Glück: Die Leberschäden waren noch nicht zu weit fortgeschritten. Nach einer medikamentösen Therapie und einer Ernährungsumstellung haben sich ihre Leberwerte verbessert. Allerdings wird sie ihr Leben lang ihre Leber kontrollieren lassen müssen.

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