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Bluthochdruck: Die Ursachen für Hyptertonie

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Ursachen einer Hypertonie  

Bluthochdruck - die schleichende Gefahr

29.09.2014, 12:44 Uhr | cme, ag

Bluthochdruck: Die Ursachen für Hyptertonie. Bluthochdruck: Die Ursachen für Hyptertonie unterscheiden sich in zwei Formen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bluthochdruck: Die Ursachen für Hyptertonie unterscheiden sich in zwei Formen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein hoher Blutdruck verursacht oft keine Beschwerden und gehört dennoch zu den größten Gefahren fürs Herz. Bluthochdruck (Hypertonie) betrifft, Schätzungen der Deutschen Hochdruckliga e.V. zufolge, mindestens zwölf Millionen Deutsche. Unbehandelt drohen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden.

Lebenserwartung sinkt um elf Jahre

Statistisch gesehen sinkt die Lebenserwartung bei einer unbehandelter Hypertonie um ganze elf Jahre. Da oft die Symptome fehlen oder unspezifisch sind, weiß nur etwa jeder zweite Betroffene von seiner Krankheit. Nur jeder vierte Kranke wird richtig behandelt. "Jeder sollte seinen Blutdruck kontrollieren lassen", sagt Prof. Hermann Haller, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Besonders wichtig seien die Messungen bei Menschen über 45 Jahren, Übergewichtigen und Patienten mit anderen Risikofaktoren wie Diabetes oder Fettstoffwechsel-Erkrankungen.

Schlaganfall oder Herzinfarkt als Folge

Damit unsere Organe und Muskeln permanent mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, pumpt unser Herz pausenlos Blut durch den Körper. Bei Anstrengung oder Stress wird der Druck in den Gefäßen erhöht, um so die Leistung zu steigern. Dies tut nicht weh und verursacht in der Regel auch keine spürbaren Beschwerden. Ist der Druck allerdings dauerhaft zu hoch, schadet dies den Gefäßwänden. Vor allem wenn weitere Risikofaktoren vorliegen, können sich die Gefäße verengen. Es drohen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Die Ursachen unterscheiden sich in zwei Formen

Um die Gründe für einen hohen Blutdruck näher zu beleuchten unterscheiden Mediziner die sogenannte primäre Hypertonie (auch essentielle Hypertonie genannt) und die sekundäre Hypertonie. Neben diesen beiden gibt es Sonderformen, die in der Regel nur von temporärer Dauer sind. Hier ist beispielsweise die Schwangerschaftshypertonie zu nennen.

Die primäre Hypertonie

Mit bis zu 90% ist dies Form des Bluthochdrucks die am häufigsten vorkommende Form . Als Ursache gelten hier erblich bedingte Faktoren, die die Elastizität der Gefäße sinken lassen. Als Konsequenz daraus muss der Herzmuskel mehr Pumpleistung bringen. Erreicht wird dies durch den höheren Druck. Neben der genetischen Disposition sind zu viel Alkohol, Rauchen, Stress, falsche Ernährung und Diabetes Ursachen einer primären Hypertonie.

Die sekundäre Hypertonie

Die Ursache einer sekundären Hypertonie sind Störungen oder Erkrankungen von Organen. Zum Beispiel Anomalien im Herz- Kreislaufsystem oder Erkrankungen der Nieren sind mögliche Gründe. Auch Über- oder Unterfunktionen im Hormonsystem kommen als Ursachen infrage.

Abspecken statt Pillen

Ab wann gilt der Blutdruck als zu hoch? Eine einmalige Messung gibt hier wenig Aufschluss. „Falls Ihr Arzt erhöhte Werte feststellt, sollten drei standardisierte Messungen in Ruhe erfolgen“, so Prof. Haller. Erst wenn alle drei Messungen Werte über 140/90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) ergeben, liegt ein behandlungsbedürftiger Bluthochdruck vor. Nicht immer müssen gleich Medikamente verordnet werden. Vor allem Patienten mit Übergewicht können durch eine Änderung Ihres Lebensstils viel bewirken. So zeigt eine aktuelle Studie: Bei jedem zweiten übergewichtigen Hypertoniker sinken die Blutdruckwerte, sobald das Gewicht verringert wird. Auch moderater Ausdauersport, genügend Schlaf und eine gesunde Ernährung wirken sich positiv auf den Blutdruck aus.

Salzarme Ernährung bei Bluthochdruck?

Von salzarmer Ernährung darf man sich nicht zu viel erhoffen. "Manche Menschen sind salzsensitiv und profitieren von einer salzarmen Ernährung", so Prof. Haller. Bei anderen hingegen beeinflusse die aufgenommene Salzmenge den Blutdruck überhaupt nicht. In der Praxis würden jedoch selten Tests auf Salzsensitivität durchgeführt. Daher gelte die Empfehlung, sich salzarm zu ernähren, für alle Hypertoniker. Und auch zur Vorbeugung wird der sparsame Umgang mit Salz empfohlen.

Medikamente - ja oder nein?

Wenn es mit der Umstellung zu einem gesunden Lebensstil nicht ausreicht, wird der Arzt Medikamente verordnen, die den Blutdruck in Schach halten. Etwa jeder dritte Patient benötigt sogar mehrere verschiedene Medikamente, bis sich der Blutdruck normalisiert. Wichtig sind sowohl die zuverlässige Einnahme als auch die regelmäßigen Kontrollen des Blutdrucks beim Arzt.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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