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Grippe: Erste Grippefälle aufgetreten - jetzt schützen

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Erste Grippefälle aufgetreten - jetzt schützen

07.11.2007, 13:01 Uhr | ug, müh

Typische Grippesymptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. (Foto: Archiv)Typische Grippesymptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. (Foto: Archiv)Die ersten Influenzafälle bundesweit sind in Thüringen aufgetreten, wie der Sender N-TV berichtet. Zwei Männer und eine Frau in den Landkreisen Nordhausen, Saale-Holzland und Sonneberg seien betroffen, so das Landesamt für Verbraucherschutz in Erfurt. Auch bei zwei weiteren Frauen im Landkreis Nordhausen sei das Grippevirus nachgewiesen worden. "Es ist nicht ungewöhnlich, das in dieser Zeit erste Fälle auftreten," sagt Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut (RKI). Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten aber, dass in den nächsten Wochen mit einer Zunahme der Influenza-Infektionen zu rechnen sei, sagte Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen bei N-TV. Wir sagen Ihnen, für wen eine Impfung sinnvoll ist, wann die beste Zeit dafür ist und wie sich eine echte Grippe von einer Erkältung unterscheidet.

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"Besonders Menschen über 60, chronisch Kranke und alle, die viel Kontakt mit anderen haben, sind gefährdet und sollten sich rechtzeitig impfen lassen," sagt Glasmacher. Auch bei Personen, die berufsbedingt einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind, wie Ärzte und Pflegepersonal oder Busfahrer, Polizisten oder Lehrer, sei eine Impfung sinnvoll. Dagegen bräuchten gesunde Kinder und Erwachsene keine schützende Spritze, so Professor Joachim Szecsenyi von der Arbeitsgemeinschaft Influenza. Schwangere sollten sich vom Arzt beraten lassen. Die Grippeschutzimpfung, die gut verträglich ist, kann der Hausarzt verabreichen. Sie ist kostenlos und von der Praxisgebühr ausgenommen.

Wann und warum impfen?

"Die Monate Oktober und November sind die beste Zeit, sich gegen Grippe impfen zu lassen", rät Susanne Glasmacher vom RKI. Nach der Impfung dauert es etwa eine bis zwei Wochen, bis der Immunschutz aufgebaut ist. Bis die erste Grippewelle eintreffe, sei man dann noch rechtzeitig geschützt. Wie wichtig eine Impfung sein kann, zeigen die Zahlen aus dem letzen Jahr. Rund 14.000 Menschen mussten in der Grippesaison 2006/2007 wegen Influenza in Krankenhäusern behandelt werden, so das RKI. Die Zahl der Todesfälle durch Grippe wurde auf 8.000 geschätzt.

Viren verändern sich ständig

Experten beziffern die Zahl der gefährdeten Menschen in Deutschland auf rund 27 Millionen. Nur ein Bruchteil lässt sich tatsächlich impfen. Bereits seit Oktober steht der neue Impfstoff zur Verfügung. Er muss jedes Jahr neu zusammengesetzt werden und die Wirkung hält auch nur etwa ein halbes Jahr an, denn "die Influenzaviren verändern sich ständig, so dass unser Immunsystem Schwierigkeiten hat, sich an sie zu erinnern", erklärt Szecsenyi.

Hohe Ansteckungsgefahr

Die Grippe ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege und unterscheidet sich von harmloseren grippalen Infekten, für die der Volksmund gerne die Bezeichnung "Grippe" verwendet. Das Influenza-Virus wird meist durch Niesen und Husten von einem Menschen auf den anderen übertragen. Es schädigt die Schleimhaut der Atemwege und mindert ihre Abwehrkraft. Immer noch beugen zu wenige Menschen der Grippe vor. "In Deutschland haben wir noch Nachholbedarf", weiß Szecsenyi. "Bestenfalls 40 bis 50 Prozent der über 60-Jährigen machen bei uns von der Möglichkeit zur Impfung Gebrauch." In anderen europäischen Ländern seien es deutlich mehr.

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Argumente von Impfgegnern falsch

Zu jeder Grippesaison melden sich auch Kritiker und Gegner von Impfungen zu Wort. Sie zweifeln am Nutzen von Impfungen und befürchten unerwünschte Nebenwirkungen. Ein Nachweis für die Wirksamkeit fehle. Auch behaupten einige, die Zahl der Infektionskrankheiten sei durch Impfungen nicht zurückgegangen. Laut Robert Koch-Institut kursieren eine Reihe von Behauptungen und Mythen gegen das Impfen, die sachlich falsch seien. Unterschiedliche, von einander unabhängig wissenschaftlich gesicherte Sachverhalte würden in unbewiesene Zusammenhänge gestellt, um impfkritische Theorien zu stützen. Sie sollten niemals dazu führen, dass man nicht impfen lasse.

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