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Epidemien: Darminfektionen durch Norovirus auf dem Vormarsch

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GESUNDHEIT  

Infektionen mit Noroviren auf Rekordstand

26.02.2008, 16:27 Uhr | bri

Das Norovirus verursacht heftigen Durchfall und Übelkeit. (Foto: dpa)Das Norovirus verursacht heftigen Durchfall und Übelkeit. (Foto: dpa)Noch nie zählte das Robert Koch-Institut (RKI) so viele Magen-Darm-Infektionen durch das Norovirus wie in diesem Winter. Bis Anfang Februar meldeten Gesundheitsämter fast 70.000 Infektionen an das RKI. Das sind mehr als doppelt so viele wie der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2007. Außerdem wurden in diesem Winter schon 26 Todesfälle an das RKI gemeldet - vorwiegend alte Menschen. Die Experten vermuten, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt, weil nicht alle Infizierten zu einem Arzt gehen. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich vor dem Virus schützen und die Symptome lindern, falls es Sie erwischt hat.

Noro-Viren So schützen Sie sich


Epidemie grassiert im Südwesten

Besonders schlimm ist es laut Berichten des Südwestrundfunks in Baden-Württemberg. Dort sind mehr als doppelt so viele Menschen erkrankt wie im Jahr zuvor. In einem Krankenhaus in Heilbronn mussten Patienten auf dem Flur schlafen, weil wegen der Quarantäne-Vorschriften Drei-Bett-Zimmer nur mit Norovirus-Patienten belegt werden. Im Kreiskrankenhaus Lörrach wurde eine ganze Station vorübergehend geschlossen, weil 30 Mitarbeiter gleichzeitig am Norovirus erkrankten.

Ursache unklar

Warum seit den vergangenen beiden Wintern immer neue Höchststände gemeldet werden, ist noch unklar. Zum einen melden Ärzte heutzutage öfter die Krankheit an Gesundheitsämter. Zum anderen wütet derzeit ein ähnlicher Virustyp wie schon im vergangenem Jahr und wie auch im Jahr 2003. Dieser Virustyp sorgt für eine höhere Zahl an Erkrankungen. Warum das so ist, weiß noch niemand.

Hohe Dunkelziffer

Das RKI schützt außerdem, dass es eine hohe Zahl nicht gemeldeter Fälle gibt. "Eigentlich ist jeder Arzt verpflichtet, den Nachweis von Noroviren zu melden. Dennoch glauben wir, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Denn bevor Betroffene einen Arzt aufsuchen ist die Krankheit meist schon vorüber", sagt Dr. Judith Koch, Mitarbeiterin am RKI.

Viel trinken und wenig essen

"Wen es erwischt, der sollte auf die bewährten Hausmittel gegen Übelkeit zurückgreifen: sehr wenig essen, maximal etwas Zwieback, Tee und Mineralwasser trinken", rät Koch. Die Symptome klingen in der Regel nach 72 Stunden ab. Die Krankheit verläuft zwar normalerweise nicht tödlich, aber für Kinder und ältere Menschen kann sie gefährlich sein.

Hygiene kann Ansteckung erschweren

Verstärkt auf Sauberkeit zu achten, ist die einzige Möglichkeit, das Virus einzudämmen. Nach jedem Gang zur Toilette gilt also: Hände gründlich mit Seife waschen. Auch wenn man mit vielen Menschen zusammen oder mit Bus und Bahn unterwegs war, kann Händewaschen vorbeugen. Nach Ausbruch der Infektion sollten Toiletten, Waschbecken und andere Flächen in der Nähe des Patienten extra desinfiziert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Auch Bettwäsche, Handtücher und Kleidung sind nach der Ansteckung mit Noroviren befallen. Diese also bei mindestens 60 Grad waschen. Durch die lang anhaltende Ansteckungsgefahr sollten Sie auch zwei Wochen nach der Erkrankung nicht auf akribisches Händewaschen verzichten.

Noro-Viren sind extrem ansteckend

Das Virus (abgekürzt NV, ehemals Norwalk-Like-Virus) wird durch Schmierinfektionen übertragen. Wer mit Ausscheidungen oder Speichel von Patienten in Kontakt kommt, kann innerhalb von zwei Tagen krank werden. Vor allem wer im Alltag mit vielen Menschen zu tun hat, ist gefährdet, also Personen in Kindergärten, Schulen, Großraumbüros. Wer selbst erkrankt ist, sollte unbedingt den Kontakt zu anderen meiden. In Krankenhäusern zum Beispiel werden Betroffene sogar extra isoliert. Noch bis zu 14 Tage nach der Erkrankung können die Viren übertragen werden. "Hat man einmal die Infektion überstanden, ist man jedoch nicht immun. Es kann einen immer wieder treffen", sagt Koch. Weil das Virus sich ständig wandelt, sehr widerstandsfähig ist und auch keine Immunisierung stattfindet, gibt es auch noch keine Impfung dagegen.

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