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Herzinfarkt: Symptome der Herz-Kreislauf-Erkrankung erkennen

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Herzinfarkt  

Herzinfarkt am Vormittag ist schlimmer als am Nachmittag

05.05.2008, 18:01 Uhr | bri / AFP

Herzinfarkt: Symptome der Herz-Kreislauf-Erkrankung erkennen . Plötzliches Druckgefühl in der Brust - das könnte ein Infarkt sein. (Foto: imago)

Das könnte ein Infarkt sein. (Foto: imago)

Mal wieder schmerzt die Brust und das Atmen fällt schwer. Es könnten die Vorboten eines Herzinfarkts sein, doch die Beschwerden vergehen manchmal wieder. Viele Deutsche unterschätzen die Risiken eines Herzschlages, den aber nur knapp die Hälfte der Betroffenen überleben. Dabei kommt es darauf an, ob der Infarkt am Vormittag oder am Nachmittag passiert. Das ergab jetzt eine neue Untersuchung spanischer Forscher.

Herzinfarkt-Stärke hängt von der Tageszeit ab

Ein Herzinfarkt, der am Vormittag passiert, ist schlimmer als einer, der nachmittags erlitten wird. Dies besagt die Studie, die jetzt von der britischen Zeitschrift "Heart" veröffentlicht wurde. Dazu werteten Wissenschaftler die Daten aus einer Madrider Klinik der Jahre 2003 bis 2009 aus. Bei Patienten, deren Beschwerden zwischen sechs Uhr morgens und zwölf Uhr mittags auftraten, war der Herzinfarkt um 21 Prozent stärker, als bei denen, die den Herzanfall nachmittags oder abends erlitten. Gut drei Viertel der untersuchten Infarkt-Patienten waren männlich.

Auch Frauen sind gefährdet

Herzinfarkt trifft aber nicht nur Männer: "Bei Frauen ab etwa 50 steigt die Rate ebenso steil an, wie bei Männern ab 40", sagt Professor Hans-Jürgen Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Auch die Risikofaktoren sind bei beiden Geschlechtern gleich: Rauchen verengt die Gefäße, ebenso wie fettes Essen und Bewegungsmangel. Das begünstigt Herzkrankheiten. Diabetiker haben ein höheres Infarktrisiko. Aber auch gestresste Menschen sind gefährdet: "Stress kann den Blutdruck dauerhaft erhöhen und die Gefäße schädigen, was wiederum einen Infarkt begünstigt", sagt der Herzspezialist.

Bei Schmerzen in der Brust zum Arzt gehen

Bei rund 70 Prozent aller Infarkt-Patienten gibt es Frühsymptome. Bei einer Belastung wie etwa Treppen steigen oder Einkaufswagen schieben spüren diese einen Schmerz oder Enge im Brustkorb und fühlen sich außerstande, weiterzulaufen. Die Beschwerden vergehen wieder. Doch genau hier liegt die Gefahr: "Manche schenken dem wenig Beachtung, weil sich die Beschwerden wieder gelegt haben. Wer jedoch Schmerzen im Brustraum verspürt, sollte die Ursache immer von einem Arzt abklären lassen", rät Becker.

Frauen haben andere Symptome

Tückischer sind die Vorboten bei Frauen: "Bei ihnen sind die Symptome sehr diffus. Patientinnen berichten seltener von Brustschmerzen, sondern eher von einem allgemeinen Unwohlsein oder Schwächegefühl. Sie fühlen sich plötzlich nicht mehr imstande weiterzugehen oder aus dem Bürostuhl aufzustehen", berichtet Becker.

Der Infarkt aus heiterem Himmel

Es gibt auch Infarkte ohne vorherige Schmerzen oder Schwächeanfälle. Es kommt zu massiven Brustschmerzen oder Engegefühl auch in Ruhesituationen. Der Schmerz kann sich fortpflanzen in Schultern, Rücken, Bauchraum und Unterkiefer. Kalter Schweiß rinnt von der Stirn und die Patienten verspüren Übelkeit und sogar Todesangst. "In diesen Situationen sollte man unbedingt den Notarzt unter 112 alarmieren, jedes Zögern kann tödlich enden", warnt der Herzspezialist.

Keine Scheu vor dem Notruf!

Becker kennt aus seiner Praxis Fälle in denen Patienten an Feiertagen oder am Wochenende den Notruf vermieden, weil sich die Symptome wieder abschwächten. Die Patienten wollten höflich sein, nicht zu Unzeiten anrufen oder sie glaubten, das gebe sich wieder - doch es ging meist tödlich aus. Becker rät: "Egal zu welcher Zeit, egal an welchem Ort - bei Schmerzen in der Brust den Notarzt rufen."

Regelmäßig die Pumpe checken

Ab 40 sollte man sein Herz regelmäßig untersuchen lassen. Wer jedoch Eltern oder Großeltern hat, die Infarkte erlitten, könnte vorbelastet sein - hier ist schon ein Herzcheck mit 20 Jahren sinnvoll. Ein gutes Mittel, um den Infarkt zu vermeiden ist ein gesunde Ernähung: "Wir empfehlen mediterrane Kost: Der Herzschutz dieser Ernährung ist wissenschaftlich bewiesen, sagt Becker.

Immer in Bewegung bleiben

Auch Bewegung ist ein Muss. Zum einen ist es sinnvoll, die Treppe statt den Lift zu nehmen oder auf dem Weg ins Büro mal eine Haltestelle früher aus dem Bus auszusteigen. Zum anderen empfiehlt sich Sport als Ausgleich zum stressigen Alltag. "Das ist sehr wichtig: Stress kann den Blutdruck dauerhaft erhöhen und die Gefäße schädigen, was wiederum einen Infarkt begünstigt. Eine Sportart, die Spaß macht, ohne grimmigen Ernst betrieben, beugt ebenso vor", sagt Becker.

Mehr Infos: Deutsche Herzstiftung

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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