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Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck wird oft unterschätzt

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Gesundheit  

Bluthochdruck wird oft unterschätzt

07.02.2011, 15:06 Uhr | ug/bri/dpa

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck wird oft unterschätzt. Bluthochdruck tritt immer häufiger auch bei Kindern und Jugendlichen auf. (Foto: imago)

Bluthochdruck tritt immer häufiger auch bei Kindern und Jugendlichen auf. (Foto: Imago)

Er tut nicht weh, aber ist dennoch gefährlich - Bluthochdruck. Allein in Deutschland sind rund ein Viertel aller erwachsenen Männer und Frauen betroffen, bei den über 65-Jährigen ist es sogar die Hälfte. Nicht alle nehmen die Symptome wirklich ernst, obwohl hoher Blutdruck unbehandelt zu Nierenversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Immerhin ist schon jetzt fast jeder zweite Todesfall bundesweit auf die Folgen von Bluthochdruck (Hypertonie) zurückzuführen, sagen Ärzte.

Moderner Lebensstil schadet

"Jeder sollte seinen Blutdruck kontrollieren lassen", sagt Prof. Hermann Haller, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Besonders wichtig seien die Messungen bei Menschen über 45 Jahren, Übergewichtigen und Patienten mit anderen Risikofaktoren wie Diabetes oder Fettstoffwechsel-Erkrankungen. Bluthochdruck von mehr als 140 zu 90 macht sich meist nur schleichend durch Ohrensausen, Schwindel und Kopfschmerzen bemerkbar. Er kann jedoch fast jeden treffen, denn neben genetischen Faktoren erhöhen vor allem Stress, Übergewicht, zu viel Salz und Bewegungsmangel das Risiko erheblich, wie Detlev Ganten, Vorstandsvorsitzender der Berliner Charité, erklärt. Damit ist Bluthochdruck auch eine Folge des modernen Lebensstils mit stundenlangem Sitzen vor dem Computer und ungesunder Ernährung.

Schon Kinder sind betroffen

Hinzu kommt, dass verstärkt auch Kinder und Jugendliche unter Hypertonie leiden. "Sie sind die neue Risikogruppe", warnt der Mediziner. "Es gibt bei den unter 18-Jährigen eine epidemische Zunahme in allen Bevölkerungsschichten." Schon jetzt habe ein Prozent aller Minderjährigen einen zu hohen Blutdruck und immerhin knapp 20 Prozent hätten ein erhöhtes Risiko, vor allem bedingt durch Übergewicht.

Herz besonders in Gefahr

Für den Körper ist Hypertonie eine enorme Belastung. Schließlich schädigt sie langfristig die Gefäße und lebenswichtige Organe wie Herz und Nieren. Je höher der Blutdruck ist, desto stärker muss beispielsweise das Herz gegen den Widerstand in den Gefäßen anpumpen. Dafür braucht der Herzmuskel jedoch mehr Kraft, weswegen er sich vergrößert und schließlich selbst schlechter durchblutet werden kann.

Bluthochdruck schädigt das Gehirn

Doch auch das Gehirn ist gefährdet. Hypertonie kann nach neuen Erkenntnissen auch Demenzkrankheiten wie Alzheimer beschleunigen oder gar auslösen. "Werden Teile des Gehirns schlecht durchblutet und durch Veränderungen der Blutgefäße geschädigt, steigt das Risiko einer Alzheimererkrankung", sagt Ganten.

Abspecken spart Medikamente

Nicht nur Medikamente können bei Bluthochdruck das Schlimmste verhindern. "Der Blutdruck ist ja nicht plötzlich viel zu hoch, sondern steigt mit der Zeit immer mehr an." Spätestens bei leicht erhöhten Werten sollte man jedoch aktiv gegensteuern. Wer abnimmt, sich regelmäßig bewegt und fettarm ernährt, kann das Bluthochdruckrisiko senken. Schon ein Kilogramm weniger auf den Hüften senkt demnach den Blutdruck um zwei Millimeter auf der Quecksilbersäule, zum Beispiel von 140 auf 138. "Dann braucht man möglicherweise irgendwann auch gar keine Medikamente mehr", sagt Ganten.

Ursachen meist unbekannt

Damit unsere Organe und Muskeln permanent mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, pumpt unser Herz pausenlos Blut durch den ganzen Körper. Bei körperlicher Anstrengung oder Stress wird der Druck in den Gefäßen erhöht, damit mehr Leistung möglich ist. Dies tut nicht weh und verursacht keine Beschwerden. Ist der Druck allerdings dauerhaft erhöht, schadet dies den Gefäßwänden. Vor allem wenn weitere Risikofaktoren vorliegen, können sich die Gefäße verengen, es drohen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Die Ursachen für dauerhaft erhöhten Blutdruck sind weitgehend unbekannt. Zwar gilt als sicher, dass sowohl genetische Faktoren als auch der Lebensstil eine Rolle spielen. Doch nur in fünf bis zehn Prozent der Fälle lässt sich eine eindeutige Ursache, zum Beispiel ein Nierenschaden, feststellen.

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