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Herzkrankheiten  

Studie zweifelt an Aussagekraft eines EKG

17.11.2008, 13:27 Uhr | bri

Belastungs-EKG beim Arzt. (Foto: imago)Belastungs-EKG beim Arzt. (Foto: imago)Bei Enge oder Schmerzen in der Brust führen Ärzte oft ein EKG durch, ein Elektrokardiogramm. Damit sollen Herzkrankheiten und auch das Infarktrisiko eingeschätzt werden. Doch eine Studie zweifelt jetzt an der Aussagekraft des EKGs. Britische Forscher fanden anhand von rund 8000 Patienten heraus, dass ein großer Teil der Probanden Herzprobleme bekamen, obwohl das EKG nichts auffälliges zeigte. Wir haben mit einem Spezialisten vom Herzzentrum München darüber gesprochen, was ein EKG wirklich aussagt.

Grafik Das sind typische Infarktsymptome


Herzprobleme trotz unauffälligem EKG

Die Ärzte um Adam Timmis vom Chest Hospital in London untersuchten 8176 Patienten. Bei allen Probanden bestand ein Verdacht auf Angina Pectoris, ein Engegefühl in der Brust. Das kann ein Vorbote eines Infarktes sein. Bei allen nahmen die Forscher ein EKG vor. Noch bis zu fünf Jahre blieben die Patienten unter der Aufsicht der Forscher. Es zeigte sich: 47 Prozent der Herzkrankheiten traten bei Patienten mit unauffälligem EKG auf.

Patientengespräch reicht aus

Die Forscher schlussfolgern daraus, dass ein EKG nur begrenzte Aussagekraft von das Risiko für Herzkrankheiten habe. Mittels Routinefragen zum Gesundheitszustand und zur Lebensweise des Patienten könnten das Risiko ebenso gut beurteilt werden, schreiben die Forscher im Fachblatt British Medical Journal. Die Forscher fordern den Einsatz besserer Methoden, um Patienten mit Herzproblemen zu behandeln.

EKG muss trotzdem sein

Professor Melchior Seyfarth vom Herzzentrum in München ist von diesen Ergebnissen nicht überrascht: "Ein EKG allein kann das Herz nicht vollständig untersuchen. Zum Beispiel ein Drittel aller Infarkte wird nicht durch diese Untersuchung erkannt." Er erklärt weiter, dass sich ein Arzt nicht nur auf das EKG verlässt, sondern auch auf Blutuntersuchungen und die Aussagen des Patienten zu möglichen Beschwerden. Zudem sei das EKG eine sanfte Untersuchungsmethode, die dem Patienten nicht schade. Und es sei für die Diagnose von Herzrhythmus-Störungen unverzichtbar.


Wo sitzen Herz und Nieren? Klicken Sie sich durch den Körperatlas

Mehr Infos: Deutsche Herzstiftung

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