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Cholesterin: Die Furcht vor Cholesterin im Ei ist unbegründet

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Entwarnung  

Furcht vor Cholesterin im Ei ist unbegründet

10.09.2017, 12:42 Uhr | t-online.de

Cholesterin: Die Furcht vor Cholesterin im Ei ist unbegründet. Jeden Tag ein Ei essen schadet nicht der Gesundheit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeden Tag ein Ei essen schadet nicht der Gesundheit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Menschen gehen mit Eiern sparsam um - gelten diese doch als Cholesterinbomben schlechthin. Auch Ärzte geben ihren Patienten manchmal noch den Rat, nicht mehr als drei Eier pro Woche zu essen. Denn in einem Hühnerei stecken rund 200 Milligramm Cholesterin - das sind rund doppelt so viel wie in einem Steak oder Schnitzel. Auf Eier verzichten muss man deswegen aber nicht: Das Cholesterin im Ei ist gar nicht so schädlich, auch das Eigelb ist besser als sein Ruf, entwarnen Experten.

Verzicht aufs Ei ist unnötig

Aus Angst vor dem „bösen Cholesterin“ (LDL-Cholesterin) schränken viele ihren Eierkonsum stark ein. Doch das ist unnötig: Der Cholesteringehalt im Essen spielt bei der Regulation der Blutfette nur eine begrenzte Rolle. Stattdessen sind vor allem die genetische Veranlagung sowie eine fettreiche Ernährung für hohe Cholesterinwerte verantwortlich, denn zwei Drittel des Cholesterins im Blut wird vom Körper selbst produziert. Britische Forscher der University of Surrey gehen sogar so weit zu sagen: "Die meisten Menschen können so viele Eier essen wie Sie wollen - ohne Ihrer Gesundheit zu schaden." Dies berichtet BBC Online.

Tierisches Fett schlimmer als Cholesterin

Den britischen Wissenschaftlern zufolge haben gesättigte Fettsäuren einen größeren Einfluss auf den Cholesterinspiegel als das Cholesterin im Essen, wie zum Beispiel im Ei. Gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in fettem Fleisch, Käse, Butter und anderen tierischen Fetten vor. Daneben haben auch Übergewicht, körperliche Aktivität und der Ballaststoffgehalt der Nahrung einen Einfluss auf den Cholesterinspiegel.

Das Gelbe vom Ei für die Haut

Mit einem Fettgehalt von gerade mal sechs Gramm pro Stück zählen Eier zu den Lebensmitteln mit moderatem Fettgehalt. Zudem enthalten sie zahlreiche wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. So ist vor allem das Eigelb reich an Karotinoiden. Diese Farbstoffe können Alterungsprozesse im Körper verlangsamen. Einen weiteren positiven Effekt konnte eine Studie der Berliner Charité aufzeigen: Durch den Verzehr von Hühnereiern aus Grünlandhaltung können die Haut vor Alterung und Krebs schützen. Sie enthalten nämlich doppelt so viel gelbe Farbstoffe wie herkömmliche Eier. Durch die Art der Zubereitung lässt sich die Wirkung dieser Antioxidantien sogar noch steigern: "Ein gekochtes Ei besitzt mehr wertvolle Karotinoide als ein rohes Ei, da beim Erhitzen Umwandlungsprozesse ablaufen", erklärt der Studienleiter Prof. Jürgen Lademann.

Nur LDL-Cholesterin ist gefährlich

Was viele ebenfalls nicht wissen: Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff, der beispielsweise an der Bildung zahlreicher Hormone beteiligt ist. Er steckt ausschließlich in tierischen Fetten, wird aber auch im menschlichen Körper hergestellt. Im Blut ist Cholesterin an Eiweiße gebunden und kommt in zwei Varianten vor: das so genannte LDL-Cholesterin, das auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet wird und das "gute" HDL-Cholesterin. Steigt die Konzentration des schädlichen LDL-Cholesterins zu stark an und der Gesamtcholesterinspiegel über 200 mg/dl, können sich Ablagerungen in den Blutgefäßen bilden. Diese führen im schlimmsten Fall zu Herz-Kreislauf-Krankheiten wie zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. 

Cholesterinspiegel mit Bewegung und mediterraner Kost senken

Wer seinen Cholesterinspiegel senken will, sollte vor allem auf die Fette im Essen achten: "Sinnvoll ist es, die Ernährung auf eine fettarme, mediterrane Kost umzustellen", rät Dr. Heike Kantner, Geschäftsführerin der Lipid-Liga e.V. "Diese ist ballaststoffreich und zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an ungesättigten Fetten aus." Auch regelmäßige Bewegung beeinflusst die Cholesterinwerte positiv. Helfen diese Maßnahmen nicht, muss der Arzt Medikamente verordnen, um das Herzinfarkt-Risiko zu senken.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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