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Schweinegrippe  

Hohe Dunkelziffer bei Schweinegrippe?

16.06.2009, 13:02 Uhr | bri/dpa

Schweinegrippe: Es könnte ein hohe Dunkelziffer geben. (Foto: dpa)Schweinegrippe: Es könnte ein hohe Dunkelziffer geben. (Foto: dpa) Schweinegrippe ohne Beschwerden - dies könnte durchaus vorkommen. Das sagt der Virologe Peter Wutzler von der Uniklinik Jena. Bis jetzt gibt es in Deutschland 195 bestätigte Fälle (Stand: 16.6.). Wutzler geht von einer hohen Dunkelziffer bei der Grippe aus, weil die Erkrankung mit sehr milden, zum Teil sogar ohne Symptome verläuft. Das sei sogar gut für die Gesundheit, sagt der Experte.

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Was die große Seuche verhindern könnte

"Die Ausbreitung ohne Symptome wird auch zur Durchimmunisierung der Bevölkerung führen", sagt Wutzler. Das heißt, vielen Menschen wird dann das Virus nichts mehr anhaben und eine gefährliche Grippewelle kann sich dann laut Wutzler nicht mehr ausbreiten. Der Virenforscher ist als Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV) auch in die Pandemieplanung des Bundes einbezogen.

Fieber kann auf Schweinegrippe hindeuten

In den bekannten Fällen verliefen die Infektionen mit dem H1N1-Virus zumeist mild. Erkrankte bekamen meist plötzliches Fieber, einhergehend mit Schlappheit, Gliederschmerzen, Husten und Kopfschmerzen. Nach wenigen Tagen war alles wieder vorbei. "Todesfälle hat es bis jetzt in etwa so viele gegeben, wie bei der normalen Grippe auch", sagt Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert Koch-Instituts in Berlin.

Wann man zum Arzt muss

Auch das RKI bestätigt, dass es leichtere Krankheitsverläufe ohne Fieber geben, zum Beispiel nur Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen, wie bei einem grippalen Infekt. Dennoch sollte man die Infektion nicht auf die leichte Schulter nehmen: "Wer dermaßen milde Symptome hat und vielleicht Kontakt mit Infizierten oder Reisenden aus den USA oder Lateinamerika hatte, sollte einen Arzt aufsuchen", rät Glasmacher. Dieser kann mit Hilfe eines Tests bestätigen, ob es sich wirklich um die Schweinegrippe handelt. Hat sich der Verdacht bestätigt, muss der Patient isoliert werden, damit er nicht noch andere ansteckt.

Den Arzt vorher informieren

Wer auch durch Fieber geschwächt ist, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Glaubt man, mit der Schweinegrippe infiziert zu sein, sollte man den Arzt vorher anrufen. So kann sich der Arzt auf den Umgang mit einem eventuell hoch ansteckenden Patienten vorbereiten und zum Beispiel veranlassen, dass der Patient nicht extra im Wartezimmer ausharren muss und andere Menschen ansteckt. Auf dem Weg zum Arzt sollte man versuchen, mit so wenig Menschen wie möglich in Kontakt zu kommen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Ins Taschentuch niesen oder husten

Das Virus ist hoch ansteckend, dennoch kann man Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um andere nicht anzustecken. Vor allem durch Husten oder Niesen kann es zu einer Tröpfcheninfektion kommen. Die Gefahr besteht auch, wenn die Infizierten in die Hand niesen oder husten und dann andere mit Handschlag begrüßen. Ärzte empfehlen, ins Taschentuch zu niesen oder zu husten und es dann wegwerfen, notfalls auch in den Ärmel, aber keinesfalls in die Hand.

Ansteckung schon vor dem Ausbruch möglich

Die Viren haften auch an Türgriffen oder anderen Gegenständen, allerdings bleiben sie hier nicht lange Zeit infektiös. Aus den genannten Gründen ist auch gründliches Händewaschen mit Seife wichtig, um das Risiko einer Ansteckung gering zu halten. Tückisch ist, dass Betroffene ansteckend sind, bevor sie überhaupt Symptome zeigen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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