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Diabetes: Spritze soll Diabetiker vor Blindheit schützen

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DIABETES  

Spritze gegen Blindheit für Diabetiker

18.06.2009, 11:07 Uhr | ag

Gesundheit: Eine Spritze soll Diabetiker zukünftig vor Blindheit bewahren. (Foto: imago)Eine Spritze soll Diabetiker zukünftig vor Blindheit bewahren. (Foto: imago)Eine Volkskrankheit bedroht unsere Augen: Mediziner schätzen, dass bereits acht Millionen Deutsche unter Diabetes leiden. Das Schlimme dabei: Rund drei Millionen der Betroffenen wissen noch gar nichts davon. Ohne Behandlung schreitet die Krankheit jedoch immer weiter fort und führt neben anderen Folgekrankheiten auch zu gefürchteten Netzhautschäden am Auge. Statistisch gesehen erblindet jede Stunde ein Diabetiker.

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Neue Behandlungsmethode gibt Hoffnung

Doch eine neue Behandlungsmethode kann Augenärzten zufolge vielen Betroffenen die Sehkraft zurückbringen. "Die Spritze gegen Altersblindheit kann man mit ganz großem Erfolg auch bei starker Wasseransammlung in der Netzhautmitte einsetzen", sagte der Präsident der Deutschen Augenchirurgen, Armin Scharrer. Auf dem Kongress der Augenspezialisten in Nürnberg soll das neue Verfahren den 5.000 internationalen Teilnehmern erläutert werden.

Erblindungsursache Nummer eins

Wenn sich der Blutzucker von Diabetikern im Tagesverlauf stark verändert, erkrankt die Netzhaut. In der milden Form kommt es zu punktförmigen Blutungen oder Aussackungen von Gefäßen. Bei der schwereren Form bilden sich laut Scharrer neue Gefäße in der Netzhaut. Das Bindegewebe fängt an zu wuchern, im Extremfall kann es sogar die Netzhaut abziehen. In beiden Fällen sammelt sich oftmals Wasser an der Stelle des schärfsten Sehens an. Betroffen seien davon etwa 400 000 Menschen in Deutschland, erläutert Scharrer. Damit stellen diabetesbedingte Netzhautschäden die häufigste Erblindungsursache dar.

Besseres Sehen bei der Hälfte der Betroffenen

Bislang habe man die Sehprobleme nur im Anfangsstadium per Laser behandeln können, sagt Scharrer. Eine neue, im vergangenen Jahr getestete Behandlungsmethode könne bei gut der Hälfte der Betroffenen die Sehkraft wieder deutlich verbessern. Das Medikament mit dem Antikörper-Wirkstoff Bevacizumab (Handelsname: Avastin) stammt aus der Krebstherapie und verhindert dort die Bildung neuer Blutgefäße, die den Tumor wachsen lassen. Zugelassen ist der Wirkstoff bisher erst zur Behandlung von Darmkrebs. Bei der Behandlung von Altersblindheit wird das Medikament im OP-Saal unter aseptischen Bedingungen in den hinteren Glaskörperraum gespritzt. Das führt dazu, dass die Netzhautmitte innerhalb von Tagen trocken wird und der Patient wieder besser sieht.

Methode ist klinisch anerkannt

Nicht nur Ärzte und Patienten, auch die Krankenkassen reagierten bereits positiv auf die Ergebnisse der Tests an Patienten. "Die Methode ist noch nicht offiziell zugelassen, aber klinisch bereits anerkannt", sagte Scharrer. Er rechne mit einer Zulassung binnen eines Jahres.


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