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Demenz: Alzheimer-Risiko lässt sich durch Kartenspielen senken

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Demenz  

Kartenspielen verringert Risiko für Alzheimer

22.09.2009, 13:27 Uhr | AFP/AP

Alzheimer: Karten spielen hält das Gehirn fit und senkt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. (Foto: imago)Karten spielen hält das Gehirn fit und senkt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. (Foto: imago)Senioren, die häufig Karten spielen oder Kreuzworträtsel lösen, leiden deutlich seltener an Demenzerkrankungen wie beispielsweise Alzheimer. Auch soziales Engagement und künstlerische Aktivität verringern das Erkrankungsrisiko deutlich. Das behaupten Wissenschaftlerinnen vom französischen Institut für Gesundheits- und Medizinforschung (Inserm). Menschen, die mindestens zwei Mal pro Woche geistig anregenden Beschäftigungen nachgehen, verringern demnach ihr Demenzrisiko um die Hälfte - und dies unabhängig von Bildungsniveau, Geschlecht, Lebensweise oder allgemeinem Gesundheitszustand.

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Fernsehen oder Bewegung schützen nicht vor Demenz

Musik hören oder Fernsehen kann Demenz dagegen nicht verhindern, ergab die Studie, die im Fachblatt "Neurology" veröffentlicht wurde. Auch körperliche Aktivität wie Gartenarbeit, Basteln oder Spaziergänge hatten demnach kaum Auswirkungen auf das Demenzrisiko. Die Forscherinnen Tasnime Akbaraly und Claudine Berr werteten die Daten von 6000 über 65-Jährigen aus drei französischen Städten aus. Von 1999 bis 2001 erkrankten 161 von ihnen an Alzheimer oder anderen Formen von Demenz.

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Mit der Studie wollten die Forscherinnen herausfinden, welche Aktivitäten die so genannte "kognitive Reserve" stimulieren, also die Fähigkeit, alternative Nervenzellen zu nutzen. "Die kognitive Reserve ermöglicht es, das Auftreten von Symptomen bei Menschen mit Alzheimer zu verzögern", sagte Akbaraly.

Erste Anzeichen für Alzheimer

Alzheimer ist eine Demenzerkrankung und beginnt schleichend. Die ersten bemerkbaren Anzeichen sind häufige und immer wieder auftretende Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Orientierung. Betroffene finden beispielsweise den Weg zum Bäcker nicht mehr, wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft erklärt. Dazu kommen Störungen des Denk- und Urteilvermögens. Die Bewältigung des Alltaglebens wird dadurch immer schwieriger. Ein Arztbesuch ist dringend angezeigt.

Nervenzellen im Gehirn werden zerstört

Je älter Menschen werden, desto höher ist ihr Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Die Krankheit kann aber auch schon ab dem 50. Lebensalter auftreten. Im Gehirn der Kranken können Ablagerungen festgestellt werden, sogenannte Plaques, die Nervenzellen absterben lassen. Der Untergang der Nervenzellen beginnt bereits Jahre oder sogar Jahrzehnte, bevor die ersten Symptome auftreten. Wenn Anzeichen von Vergesslichkeit erkennbar werden, ist in den für das Gedächtnis verantwortlichen Hirnabschnitten die Hälfte der Nervenzellen bereits verloren gegangen.

Alzheimer ist nicht heilbar

Neben dem zunehmenden Alter gelten auch Übergewicht, ein hoher Cholesterinspiegel oder Diabetes als Risikofaktoren für Demenz. Alzheimer ist bislang nicht heilbar. Weltweit wird nach einer Therapie und nach Vorbeugemöglichkeiten gesucht. In Deutschland gibt es bereits etwa eine Million Alzheimerpatienten.

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