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Herzinfarkt: Jeder fünfte Infarkt wird nicht erkannt

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Herzinfarkt-Symptome  

EKG-Kenntnisse von Notärzten oft mangelhaft

09.10.2009, 09:03 Uhr | AP/t-online.de

Herzinfarkt: Weil sie das EKG nicht richtig lesen können, erkennen viele Notärzte einen Herzinfarkt nicht. (Foto: imago)Wegen schlechter EKG-Kenntnisse erkennen viele Notärzte einen Herzinfarkt nicht. (Foto: imago)Bei einem akuten Herzinfarkt ist eine schnelle Diagnose entscheidend. Um herauszufinden, ob die Schmerzen in der Brust oder die Atemprobleme tatsächlich ein Infarkt sind, analysieren die Notärzte schon im Rettungswagen die Herzstromkurve (EKG) des Patienten. Das Problem ist, dass viele Notärzte das EKG falsch lesen. Die Folge: Jeder fünfte Herzinfarkt bleibt unerkannt. Das ergab eine Studie.


Grafik Das sind die typischen Infarktsymptome



Herzinfarkt wird oft falsch behandelt

Der Kardiologe Marc-Alexander Ohlow von der Zentralklinik Bad Berka legte in einer Studie 73 Notärzten jeweils acht EKG-Befunde vor. Darunter waren sechs schwere Herzinfarkte. 20 Prozent der Infarkte erkannten die Notfallmediziner nicht, und 25 Prozent der Patienten hätten nicht die richtige Behandlung erhalten, berichtet Ohlow in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift". Der Grund: In deutschen Notarztwagen sind nicht nur Kardiologen und Narkoseärzte im Einsatz, sondern auch Mediziner anderer Fachgebiete, die mit dem Lesen eines EKG wenig Erfahrung haben.

Herzzentrum soll EKD-Daten auswerten

Wenn möglich, werden Patienten mit einem schweren Herzinfarkt in ein Zentrum gebracht, in dem eine Katheterbehandlung möglich ist. Ist der Weg dorthin allerdings zu weit, erhalten die Betroffenen bereits im Rettungswagen eine Injektion, die blockierte Herzkranzgefäße freilegen kann. Doch dafür muss der Notarzt den Herzinfarkt auch erkennen. Weil eine verspätete Diagnose die Heilungschancen der Patienten verschlechtert, müssten die Diagnosekenntnisse von Notärzten verbessert werden, fordert Ohlow. Er empfiehlt die EKG-Daten an das nächste Herzkatheterzentrum zu übertragen. Dort könne dann schnell entschieden werden, ob der Betroffene behandelt werden muss.

Wo sitzen Herz und Nieren? Klicken Sie sich durch den Körperatlas

Rauchen und Fett erhöhen Infarktrisiko

Einen Herzinfarkt können sowohl Männer als auch Frauen erleiden. "Bei Frauen ab etwa 50 steigt die Rate ebenso steil an, wie bei Männern ab 40", sagt der Herzspezialist Professor Hans-Jürgen Becker. Die Risikofaktoren sind bei beiden Geschlechtern gleich: Rauchen, fettes Essen und Bewegungsmangel. Auch Diabetiker haben ein höheres Infarktrisiko. Ebenso sind gestresste Menschen gefährdet. "Stress kann den Blutdruck dauerhaft erhöhen und die Gefäße schädigen, was wiederum einen Infarkt begünstigt", sagt Becker.

Bei Schmerzen in der Brust zum Arzt gehen

Bei rund 70 Prozent aller Infarkt-Patienten gibt es Frühsymptome. Bei einer Belastung spüren diese einen Schmerz oder Enge im Brustkorb und fühlen sich außerstande, weiterzulaufen. Auch wenn die Beschwerden meist wieder vergehen, sollte man die Ursache immer von einem Arzt abklären lassen. Doch es gibt auch Herzinfarkte ohne vorherige Symptome: Die Betroffenen haben unter anderem Brustschmerzen, kalten Schweiß und verspüren ein Engegefühl, Übelkeit oder Todesangst.

Bewegung gegen Herzinfarkt

Um einem Herzinfarkt vorzubeugen, sollte man ab dem 40. Lebensjahr sein Herz regelmäßig untersuchen lassen. Wer in der Familie Infarkt-Patienten hat, könnte vorbelastet sein - hier ist ein Herzcheck mit 20 Jahren sinnvoll. Mit einer gesunden Ernähung kann man ebenfalls vorbeugen: "Der Herzschutz von mediterraner Kost ist wissenschaftlich bewiesen", sagt Becker. Wichtig ist auch Bewegung in Form von Treppen steigen oder zu Fuß gehen. Auch als Stressausgleich ist Sport empfehlenswert.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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