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Schweinegrippe: Auch Augenreiben kann zur Infektion führen

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Schweinegrippe-Schutz  

Bekommt man Schweinegrippe durch Augenreiben?

05.11.2009, 11:43 Uhr | jlu

Schweinegrippe: Wo man sich im Alltag mit Vieren anstecken kann. (Foto: imago)Auch ein Mundschutz bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor der Schweinegrippe. (Foto: imago)Türklinken anfassen, Einkaufswagen schieben oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen - solche Alltagssituationen in öffentlichen Räumen rufen bei vielen Menschen derzeit gemischte Gefühle hervor. Der Grund: Sie befürchten, dass sie sich dort mit der Schweinegrippe infizieren. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich, sich am Arbeitsplatz oder beim Bus- und Bahnfahren anzustecken? Und kann vielleicht ein Mundschutz eine Infektion verhindern? Das haben wir Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut (RKI) gefragt.

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Wie gefährlich ist Personenkontakt?

Der Blick auf die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts scheint der Angst vor einer Ansteckung in Alltagssituationen Recht zu geben: In den letzten zwei Wochen haben sich knapp 5000 Deutsche neu mit dem H1N1-Virus angesteckt. Damit gibt es hierzulande insgesamt etwa 30.000 Betroffene, neun Infizierte sind bereits an der Schweingrippe gestorben. Viele fragen sich deshalb, wie riskant der Kontakt mit Personen oder Gegenständen wirklich ist.

Bloß nicht die Augen reiben

Gefährlich ist das Anfassen von Oberflächen, auf denen Schweinegrippen-Viren leben dann, wenn man danach mit den Händen das Gesicht berührt. "Die Hände dienen dem Erreger als Transporteur. Wer sich jetzt mit den Fingern die Augen reibt oder über die Lippen streicht, kann sich mit der Neuen Grippe infizieren", erklärt Glasmacher. Wie viele Menschen sich auf diesem Weg anstecken, ist dem RKI nicht bekannt.

Türklinken anfassen macht nicht krank

Doch das Berühren vermeintlich infizierter Oberflächen wie Türklinken, Einkaufswagen, PC-Tastaturen oder Haltegriffen im Bus ist nicht die Hauptinfektionsquelle. Denn die Schweinegrippe wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, also beispielsweise durch Speichel. "Deshalb ist es schlimmer, wenn man angehustet oder angeniest wird. Und auch wer beim Sprechen nah am Gesprächspartner steht, kann sich anstecken", sagt Glasmacher.

Mundschutz ist undicht

Ist es deshalb sinnvoll, in der Öffentlichkeit einen Mundschutz zu tragen? "Nein", sagt Glasmacher. "Denn die Hygienemasken lassen am Rand Flüssigkeit durch, schützen also auch nicht vor einer Infektion durch Anhusten", erklärt die Expertin. Außerdem empfiehlt auch die Weltgesundheitsorganisation keine Masken für die Bevölkerung. Zudem ist es laut RKI unnötig, sich ständig die Hände zu desinfizieren. Denn die Hände kommen permanent in Kontakt mit Keimen - sei es beim Türöffnen, beim Telefonieren oder beim Schieben des Einkaufswagens.

Händewaschen nicht vergessen

Der beste Schutz vor der Schweinegrippe ist Hygiene. So ist es wichtig, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen - vor allem nach Personenkontakten, dem Berühren von Gegenständen wie Türklinken, der Benutzung von Sanitäranlagen und vor dem Essen. Außerdem sollte man darauf achten, sich möglichst wenig ins Gesicht zu fassen. "Um niemanden anzustecken, sollten Kranke anderen nicht die Hand geben und am besten in die Armbeuge Niesen oder Husten", rät Glasmacher.

Zum Naseputzen Papiertaschentuch benutzen

Das Risiko zu erkranken verringert sich auch, wenn man nicht in ein Stofftaschentuch schnäuzt sondern ein Papiertaschentuch verwendet. Dieses sollte nach dem Naseputzen sofort entsorgt werden. Denn in Taschentüchern, die in die Hosentasche gesteckt werden, leben die Viren eine gewisse Zeit lang weiter. Eine weitere Schutzmaßnahme: regelmäßiges Lüften. Denn dadurch sinkt die Virenzahl in der Luft. Zudem verhindert die frische Luft dafür, dass die Nasenschleimhäute austrocknen und sich Erreger festsetzen.

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