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Triglyceride: Wann ist der Wert im Blut zu hoch?

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Wenig beachtet  

Triglyceride: Die unbekannten Blutfette

09.10.2017, 11:58 Uhr | cme

Triglyceride: Wann ist der Wert im Blut zu hoch?. Triglyceride stecken in fettigen Lebensmitteln. (Quelle: Archiv)

Triglyceride stecken in fettigen Lebensmitteln. (Quelle: Archiv)

Ihren Cholesterin-Wert kennen Sie. Doch wissen Sie auch, wie viele Triglyceride in Ihrem Blut kreisen? Dieser Blutfettwert ist nämlich genauso bedeutend für den Körper und die Gesundheit wie der Cholesterinwert - wird aber bislang wenig beachtet. Ist der Triglycerid-Wert im Blut erhöht, ist das ein deutliches Zeichen für eine Fettstoffwechselstörung - die Arterien werden dabei ebenso geschädigt wie durch das schädliche LDL-Cholesterin. Wie kommt es zu einem hohen Triglycerid-Wert, wo kann man ihn messen lassen und was kann man dagegen tun?

Triglyceride stecken in Butter und Öl

Ob Butter, Speck oder Öl: Neben den gesättigten und ungesättigten Fettsäuren besteht rund 90 Prozent unserer Nahrung aus den neutralen Fettsäuren, den Triglyceriden. Triglyceride sind Fettmoleküle, die aus einem Molekül Glycerin und drei Fettsäuren bestehen und dem Körper als Energiespeicher dienen. Zu viel Fett im Essen treibt jedoch den Blutfettwert in die Höhe, weshalb es zu erhöhten Triglycerid-Werten, auch Hypertriglyceridämie genannt, kommt.

Allerdings werden die Nahrungsfette nicht nur durch Essen aufgenommen. Der Körper kann die Fette auch selbst herstellen - und zwar aus überschüssigem Zucker und Alkohol. Daher haben Übergewichtige, Diabetiker und Menschen, die viel Alkohol trinken, häufig zu viele Triglyceride im Blut. Auch eine erbliche Stoffwechselstörung kann die Ursache für erhöhte Blutwerte sein.

Wie wird der Wert ermittelt?

Um den Triglycerid-Wert im Blut zu bestimmen, muss eine Blutuntersuchung unter speziellen Bedingungen durchgeführt werden. Vor der Blutentnahme darf man 12 bis 14 Stunden nichts essen, keinen Kaffee und keine Milch trinken sowie keinen Sport treiben. Das letzte Glas Alkohol sollte mindestens drei Tage zurück liegen, da auch dies den Wert verfälschen kann. Eine solche Blutuntersuchung wird beispielsweise bei dem Gesundheitscheck durchgeführt, den die Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre bezahlen. Oft werden auch nebenher die LDL-Cholesterinwerte ermittelt, um das Risiko einer Herz-Kreislauf-Krankheit abzuwägen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt nach dem Test.

Wann ist der Triglycerid-Wert zu hoch?

Wie beim Cholesterin, ist ein optimaler Triglycerid-Wert individuell zu bemessen. Je nach Risikofaktoren (zum Beispiel Vorerkrankungen, Übergewicht, Schwangerschaft) und allgemeinem gesundheitlichen Zustand, gelten Werte um die 150 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl) als normal. Grenzwertig sind Triglyceridgehalte zwischen 150 und 200 mg/dl, wenn zusätzlich Risikofaktoren vorliegen. Ab 200 mg/dl ist der Wert zu hoch. Für Menschen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes sollten jedoch etwas niedrigere Werte als den Normwert anstreben.

  • Tabelle: Normwerte von Triglyceriden:

Bedeutung

Triglycerid-Werte (Milligramm pro Deiziliter Blut)

niedrig bis normalbis 150 mg/dl

normal bis leicht erhöht

150 - 200 mg/dl

zu hoch

ab 200 mg/dl

Wann ist der Triglycerid-Wert zu niedrig?

Wenn der Wert sehr weit unter 150 mg/dl sinkt, gilt es als zu niedrig. In wohlernährten Ländern wie Deutschland treten zu niedrige Triglycerid-Werte nur sehr selten auf, da ein Grund dafür eine sehr fettarme oder schlechte bzw. mangelnde Ernährung ist, die dazu führt, dass der Körper nicht mit der nötigen Portion Energie, Nährstoffe und Proteine versorgt wird.

Auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine zu hohe Dosierung der triglyceridsenkenden Medikamente kann Schuld an den niedrigen Werten sein.

Dickeres Blut und erhöhtes Schlaganfall-Risiko

Hohe Blutfettwerte erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wenn weitere Risikofaktoren vorliegen - zum Beispiel ein erhöhter Cholesterinspiegel oder Diabetes - sind bereits Triglycerid-Werte ab 150 mg/dl riskant. Bei extrem erhöhten Werten (> 1000 mg/ dl) wird das Blut dickflüssiger, das Gehirn wird schlechter durchblutet und es droht eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Solche hohen Werte kommen beispielsweise bei erblichen Fettstoffwechselstörungen vor und müssen unbedingt behandelt werden.

Leicht erhöhte Triglycerid-Werte senken: wenig Fett und Zucker, kein Alkohol

Ist der Triglycerid-Wert nur leicht bis mäßig erhöht, reicht meist eine Ernährungsumstellung aus. Mediziner empfehlen dazu:

  • weitgehenden Verzicht auf Alkohol

  • weniger Fett und Zucker

  • mehr ungesättigte Fettsäuren aufzunehmen – zum Beispiel durch statt Fleisch mehr Fisch, Nüsse, pflanzliche Öle zu essen

  • mehr Gemüse und Obst

Zusätzlich helfen regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivitäten den Blutfettwert zu senken und Übergewicht zu vermeiden.

Bei extremer Hypertriglycerdiämie werden Medikamente nötig

Bei extrem hohen Werten werden in der Regel zusätzlich Medikamente verordnet. Wenn zusätzlich ein erhöhter Cholesterin-Wert vorhanden ist, sollte man neben den Medikamenten zudem auf cholesterinsenkende Ernährung achten.

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