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Grauer Star, Grüner Star und Makuladegeneration: Ab 40 regelmäßig zum Augenarzt

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Diese Augenkrankheiten drohen  

Ab 40 muss man regelmäßig zum Augenarzt

15.06.2015, 13:41 Uhr | cme

Grauer Star, Grüner Star und Makuladegeneration: Ab 40 regelmäßig zum Augenarzt. Wird der Grüne Star nicht rechtzeitig behandelt, kann er zum Erblinden führen. (Quelle: imago/Felix Jason)

Wird der Grüne Star nicht rechtzeitig behandelt, kann er zum Erblinden führen. (Quelle: Felix Jason/imago)

Die Buchstaben verschwimmen beim Lesen. Die Ziffern auf dem Geldstück sind bei schlechtem Licht kaum zu erkennen, und das Kleingedruckte auf der Verpackung wird zusehends unleserlich: In der Mitte des Lebens verspüren viele Menschen eine nachlassende Sehkraft. Wie alle anderen Organe altert auch das Auge und wird für Krankheiten anfällig. Was viele nicht wissen: Einige Augenerkrankungen können unbehandelt bis zur Erblindung führen. Die Deutsche Seniorenliga (DSL) rät daher, die Augen ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Bei später Diagnose ist das Augenlicht in Gefahr

Die Altersweitsichtigkeit ist noch die harmloseste Erkrankung der Generation 40 Plus. Ihr kann man mit einer entsprechenden Brille begegnen. Die häufigste Ursache für den Verlust der Sehkraft sind die altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star) und die diabetische Retinopathie. Das Heimtückische an allen drei Erkrankungen ist, dass die Betroffenen jahrelang weder Schmerzen haben noch eine Einschränkung ihres Sehvermögens bemerken. Lässt die Sehkraft dann aber spürbar nach, ist die Augenkrankheit meist weit fortgeschritten und das Augenlicht möglicherweise gefährdet. „Wird eine solch ernsthafte Erkrankung rechtzeitig diagnostiziert, kann das Augenlicht in den meisten Fällen gerettet werden,“ erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL.

An Grünem Star kann man erblinden

Die heimtückischste Augenkrankheit ist der Grüne Star - auch Glaukom genannt. Rund 500.000 Menschen in Deutschland leiden an der Krankheit, die vor allem durch einen zu hohen Augeninnendruck entsteht. Jedem zehnten davon droht der Verlust des Augenlichts. "Die Leute erblinden, weil sie lange Zeit nichts merken", sagt Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA). "Vermutlich gibt es beim Grünen Star eine hohe Dunkelziffer. In den augenärztlichen Praxen werden durchschnittlich zwölf Prozent aller Patienten - erfolgreich - wegen Glaukom behandelt", sagt der Augenarzt. Dem Experten zufolge ist die Krankheit hierzulande die zweithäufigste Ursache für Erblindung. Dies sei eigentlich unnötig, da sich Grüner Star bei rechtzeitiger Diagnose gut behandeln lasse, so Eckert.

Makuladegeneration ist eine Volkskrankheit

Kaum einer kennt den Begriff "Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)" - dabei ist die Krankheit hierzulande die häufigste Ursache für Erblindung. Die AMD tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Über 75 Jahren ist etwa jeder dritte bis fünfte Deutsche betroffen. Bei der Krankheit gehen die Sinneszellen an der Stelle des schärfsten Sehens zugrunde. Betroffene bemerken beim Lesen zunächst eine verschwommene Stelle oder einen grauen Schatten, haben aber keine Schmerzen. Man unterscheidet zwei Formen der AMD: Die trockene Form verläuft eher langsam und schleichend. Bei der feuchten Form wuchern Blutgefäße in die Netzhaut. Dabei kommt es zu einem sehr schnellen Verlust der Sehkraft. Als größte Risikofaktoren der AMD gelten Rauchen und Bluthochdruck. Vorbeugen kann man durch Nichtrauchen und eine gesunde, vitaminreiche Ernährung. Auch die Makuladegeneration lässt sich gut behandeln, wenn sie rechtzeitig entdeckt wird.

Grauen Star bekommt fast jeder

Bei mehr als 90 Prozent der Menschen über 65 trübt sich die Linse allmählich ein - es entwickelt sich der altersbedingt Graue Star, auch Katarakt genannt. Im Frühstadium ist die Sehkraft kaum beeinträchtigt, später haben Betroffene das Gefühl, durch eine trübe Scheibe oder einen Schleier zu sehen. Georg Eckert zufolge ist die Krankheit jedoch gut zu behandeln. Etwa 600.000 Deutschen wird jedes Jahr eine künstliche Linse eingesetzt. Die Sehkraft wird damit wieder vollständig hergestellt. (Grauer Star - Was tun, wenn sich die Augenlinse trübt?)

Diabetes gefährdet die Netzhaut

Eine weitere Ursache für Erblindung ist die Diabetische Retinopathie. Bei dieser Erkrankung werden durch die Zuckerkrankheit kleine Blutgefäße im Auge geschädigt. Die Sehschärfe verschlechtert sich, das Gesichtsfeld wird eingeschränkt und im Extremfall kann man erblinden. Vor allem Typ-1-Diabetiker sind gefährdet, da sie häufig schon in jungen Jahren erkranken. Aber auch Typ-2-Diabetiker kann es treffen, insbesondere, wenn der Blutzucker schlecht eingestellt ist. Vorbeugen lässt sich durch eine konsequente Diabetestherapie. Ist die Netzhaut bereits massiv geschädigt, hilft nur noch eine Operation oder eine Lasertherapie.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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