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Grippeimpfung senkt Infarktrisiko

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Grippeimpfung  

Grippeimpfung senkt Infarktrisiko

21.09.2010, 10:31 Uhr | cme

Wer sich jetzt gegen Grippe impfen lässt, schützt sich nicht nur vor der Virusinfektion, sondern senkt auch sein Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen. Das haben britische Forscher herausgefunden. Dabei bringt eine frühzeitige Impfung zwischen September und November mehr als eine späte Immunisierung. Das schreiben die Wissenschaftler im „Canadian Medical Association Journal“.

Herzinfarkte im Winter häufiger

Im Winter erkranken Menschen nicht nur häufiger an Grippe und Lungenentzündungen, auch Herzinfarkte treten in der kalten Jahreszeit öfter auf als im Sommer. Ein möglicher Grund dafür ist, dass der Blutdruck im Winter steigt. Die Wissenschaftler von der University of Lincoln vermuteten zudem einen Zusammenhang mit Infektionskrankheiten. Für ihre Studie werteten sie Daten von mehr als 78.000 Patienten über 40 Jahren aus Arztpraxen in England und Wales aus. 16.012 der Probanden hatten einen Herzinfarkt erlitten. Die Forscher werteten zusätzlich aus, wer von den Teilnehmern mit und ohne Herzinfarkt im Jahr zuvor eine Grippeimpfung erhalten hatte.

Frühe Impfung schützt noch besser

Das Ergebnis: Den Wissenschaftlern zufolge hatten die Geimpften ein 19 Prozent geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden als die Ungeimpften. Besonders deutlich sank das Risiko bei den Menschen, die sich bis Mitte November hatten impfen lassen, nämlich um 21 Prozent. Wer sich erst später die schützende Spritze abholte, hatte immerhin noch ein um 12 Prozent geringeres Risiko gegenüber den Nicht-Geimpften. Andere Impfungen wie die Immunisierung gegen Pneumokokken - also ein Erreger der Lungenentzündung - scheinen keinen Schutz zu bieten.

Nur gefährdete Menschen profitieren

Prof. Hans-Jürgen Becker von der Deutschen Herzstiftung hält jedoch nichts davon, die Grippe-Impfung als vorbeugende Maßnahme gegen Herzinfarkt einzusetzen. "Gefährdete Menschen - also Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch eine Grippe zusätzlich geschwächt und profitieren demzufolge von einer Impfung", sagt der Kardiologe. Dass die Impfung auch gesunde Menschen vor dem Infarkt schützt, hält der Mediziner für unwahrscheinlich.

Wer sich impfen lassen sollte

Die deutschen Gesundheitsbehörden rufen derzeit zur Grippeimpfung auf. Die Monate Oktober und November gelten als optimaler Zeitpunkt für die Immunisierung. Das Immunsystem braucht etwa zehn Tage bis zwei Wochen, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Der neue Impfstoff schützt nicht nur gegen die herkömmliche Influenza, sondern auch vor der Schweinegrippe. Erstmals wird die Grippeschutzimpfung für Schwangere empfohlen, weil sie nach Angaben der Experten ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Außerdem sollen sich Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem oder Grundleiden wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder chronischen Lungenerkrankungen sowie älteren Menschen über 60 Jahre impfen lassen. Auch dem Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und in der Altenpflege wird die Impfung empfohlen, damit die betreuten Patienten nicht angesteckt werden.



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