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Herzinfarkt: Im Osten höheres Risiko für tödlichen Infarkt

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Im Osten sterben mehr Deutsche an Herzinfarkt

01.10.2010, 15:48 Uhr | dpa, dpa, AFP

Herzinfarkt: Im Osten höheres Risiko für tödlichen Infarkt. Herzbericht: Die Überlebenschance nach einem Herzinfarkt ist nicht überall gleich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Deutsche Herzstiftung)

Herzbericht: Die Überlebenschance nach einem Herzinfarkt ist nicht überall gleich. (Quelle: Deutsche Herzstiftung/Thinkstock by Getty-Images)

Ostdeutsche sterben häufiger an einem Herzinfarkt als Westdeutsche. Das geht aus dem aktuellen Herzbericht der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik hervor. Demnach endet in Hamburg, Berlin und Bremen ein Infarkt am seltensten tödlich. Die Bewohner von Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg haben hingegen das höchste Sterberisiko nach einem Herzinfarkt.

Risiko für tödlichen Herzinfarkt in Sachsen am höchsten

Verglichen mit dem Bundesdurchschnitt, sterben in Hamburg fast 20 Prozent weniger an einem Herzinfarkt. In Sachsen-Anhalt liegt das Risiko, einen tödlichen Herzinfarkt zu erleiden, dagegen um 23 Prozent über dem Schnitt. Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2008, den aktuellsten verfügbaren Daten. Damals starben in Deutschland 56.775 Menschen an einem Herzinfarkt.

Arbeitslosigkeit begünstigt Infarktanfälligkeit

Die Gründe für einen tödlichen Infarkt sind vielschichtig. Eine große Rolle spielt die Lebensweise: Wer Übergewicht hat, raucht und sich wenig bewegt, ist am stärksten gefährdet. Bei vielen Menschen kommen alle drei Faktoren zusammen. In den ostdeutschen Bundesländern erhöhen regionale Probleme wie eine hohe Arbeitslosigkeit und Stress das Erkrankungsrisiko zusätzlich. Allerdings könnten diese Faktoren allein die hohe Sterbeziffern nicht erklären, sagt Professor Friedhelm Beyersdorf, Präsident der DGTHG. Zum Beispiel gebe es auch in Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit überdurchschnittliche Sterbeziffern.

Schlechte Infrastruktur in ländlichen Regionen

Eine weitere Ursache für die Unterschiede zwischen Ost und West könnte die medizinische Infrastruktur sein. Dazu ein Beispiel: Bei einem Herzinfarkt benötigen die Patienten schnellstmöglich Hilfe. Qualität und Schnelligkeit des Rettungsdienstes sind dann ausschlaggebend. In Schleswig-Holstein sind beispielsweise die Rettungsdienste verpflichtet, innerhalb von zwölf Minuten am Notfallort zu sein. Doch in den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands sind die Verkehrswege schlechter und Praxen und Krankenhäuser liegen weiter entfernt. Deshalb brauchen die Retter oft zu lange, um den Betroffenen zu erreichen. Bei einem schweren Infarkt sind 30 Minuten schon zu spät.

Sehr gute Überlebenschancen nach Herzoperationen

Gute Nachrichten hat die Herzgesellschaft für Patienten mit Operationsbedarf: Die Überlebensrate bei Bypass-Operationen liege seit Jahren konstant bei fast 100 Prozent - obwohl der Anteil älterer Patienten deutlich gestiegen sei. Erschwerend kämen bei ihnen neben der Herzerkrankung häufig Diabetes und Bluthochdruck hinzu. Bei Aortenklappen-OPs sei die Erfolgsrate ebenfalls bei nahezu 100 Prozent.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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