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Erkältungsmittel aus der Apotheke: Was taugen sie?

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Erkältungsmittel  

Wie gut helfen Erkältungsmittel aus der Apotheke?

27.01.2011, 09:32 Uhr | ag

Erkältungsmittel aus der Apotheke: Was taugen sie? . Erkältungsmittel aus der Apotheke sind nicht immer das erste Mittel der Wahl. (Foto: imago)

Erkältungsmittel aus der Apotheke sind nicht immer das erste Mittel der Wahl. (Foto: imago)

In diesen Tagen schnieft und hustet es wieder überall. Bei über 100 verschiedenen Viren erwischt im Winter jeden mindestens einmal eine Erkältung. Das sagt die Statistik. Um nicht krank zu werden, drehen viele die Heizung auf, nehmen Vitamin-Präparate oder schlucken Erkältungsmittel. Wer sich mit solchen Strategien schützen möchte, hat aber nicht immer Erfolg oder riskiert sogar erhebliche Nebenwirkungen.

Kombi-Präparate besser vermeiden

Grippostad, Wick Medinait und Aspirin Complex sind die "Top 3" der meist verkauften Erkältungs- und Grippemittel – Fachleuten dagegen sträuben sich die Haare bei diesen Kombi-Präparaten. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wird sogar erwogen, die Kombimittel zu verbieten. Hauptkritikpunkt: Zusätzlich zu Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure sind hier Substanzen beigefügt, die wenig bringen oder sogar Risiken beinhalten. Statt eines "Schrotschusses" empfiehlt der Pharmakologe Professor Volker Dinnendahl, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker, Präparate mit nur einem Wirkstoff. "Damit sollte man das Symptom bekämpfen, das einen am meisten beeinträchtigt." Also Nasentropfen für die verstopfte Nase und Hustentropfen, um den Schleim zu lösen.

Konservierungsstoffe im Nasenspray

Dass viele Erkältungsmittel bedenkliche Stoffe enthalten, hat die Zeitschrift "Öko-Test" untersucht. Von 103 getesteten Produkten fielen 43 Produkte mit der Note "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Einige Präparate enthalten den Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid, der auch in Reinigungsmitteln wie Sagrotan verwendet wird und die Nasenschleimhaut schädigen kann. Diese Schnupfenmittel enthalten Benzalkoniumchlorid: "Nasic Nasenspray", "Nasivin Dosierspray für Erwachsene und Schulkinder", "Olynth Schnupfen Dosierspray 0,05 %" und "Rhinospray plus bei Schnupfen".

Salzwasser für Hals und Nase

Zu den besonders unangenehmen Erscheinungen einer Erkältung gehören die angeschwollenen Nasenschleimhäute. Die meisten Nasentropfen oder -sprays bewirken, dass sich die Blutgefäße verengen und die Nasenschleimhaut abschwillt. Auch die Gänge zu den Nasennebenhöhlen öffnen sich wieder und das eitrige Sekret kann ablaufen. Schnupfenmittel bergen aber auch Risiken: Man darf sie nur kurze Zeit, etwa eine Woche lang, nehmen. Die Nasenschleimhäute gewöhnen sich sonst an die schnelle Hilfe aus der Apotheke und verlieren die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren. Im schlimmsten Fall kommt es zu chronischem Dauerschnupfen. Wesentlich schonender sind Nasenspülungen mit Kochsalzlösung. Sie sind meist billiger und schon für weniger als zwei Euro zu haben. Mischungen gibt es in der Apotheke oder können selbst hergestellt werden. Geben Sie dazu einen Teelöffel Salz auf einen Liter lauwarmes Wasser!

Halsschmerzen besser nicht betäuben

Rund 25 Millionen Packungen Halsschmerzmittel wandern jedes Jahr in Deutschland über den Apothekentresen. Doch die deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) rät davon ab: „Die Anwendung von Lutschtabletten, Gurgellösungen und Rachensprays mit Lokalantiseptika, Lokalanästhetika oder Antibiotika wird nicht empfohlen.“ Derweil klingen die Wirkungen vielversprechend: entzündungshemmend, keimtötend und lokal betäubend. Die Arzneistoffe dringen aber nur schwer bis in die tiefe Rachenregion vor, wo sie die Vermehrung der Erreger bekämpfen sollen. Und gegen Erkältungsviren, die in den meisten der Fälle schuld am Halsschmerz sind, können antibakterielle Stoffe nichts ausrichten.

Antibiotika sind oft überflüssig

Antibiotika haftet der Mythos des Allheilmittels an. Doch sie haben ihre Grenzen: Sie wirken zwar effektvoll gegen bakterielle Infektionen. Aber es sind in über 70 Prozent der Fälle Viren, die Erkältungen auslösen. Und gegen die sind diese Medikamente machtlos. Obwohl das seit Jahrzehnten in den Lehrbüchern steht, verschreiben einige Ärzte immer noch voreilig die Bakterien tötenden Mittel gegen eine fiebrige Erkältung. Dabei gilt: Erst wenn sich in Folge einer verschleppten Erkältung oder erschöpften Immunabwehr schwerwiegendere Entzündungen des Hals-Nasen-Ohren-Trakts andeuten, sind Antibiotika gefragt.

Sanfte Hilfe durch Hausmittel

Wer auch ohne chemische Keule wieder durchatmen will, kann sich natürlich auch an Großmutters Hausmittel halten. Viel schlafen und zwei bis drei Liter am Tag trinken hilft oft schon eine ganze Menge. Gegen Husten wirkt ein Tee aus getrocknetem Thymiankraut, Holunderblüten oder Lindenblüten oft Wunder. Bei stärkeren Beschwerden helfen auch eine Schwitzpackung mit Lindenblütentee, Nasenspülungen oder Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen wie Lavendel, Eukalyptus oder Thymian. Das entlastet auch den Geldbeutel. Denn die Mittel, die hierzu aus der Apotheke benötigt werden, kosten in der Regel weniger als die Pharmaprodukte und haben weniger Nebenwirkungen.

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