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Gürtelrose (Herpes Zoster): Ansteckung, Symptome, Behandlung

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Herpes Zoster  

Gürtelrose: Ansteckung, Symptome und Behandlung

26.11.2017, 12:14 Uhr | tze, dpa-tmn

Gürtelrose (Herpes Zoster): Ansteckung, Symptome, Behandlung. Gürtelrose: Bei Herpes zoster bilden sich schmerzhafte und juckende Bläschen auf der Haut. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gürtelrose: Bei Herpes zoster bilden sich schmerzhafte und juckende Bläschen auf der Haut. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gürtelrose – hinter dem harmlos klingenden Namen verbirgt sich eine unangenehme Viruserkrankung, die gefährliche Komplikationen mit sich bringen kann. Herpes Zoster, so der Fachbegriff für den schmerzhaften Hautausschlag, tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Bei geschwächtem Immunsystem kann es aber auch schon früher zu einer Infektion kommen. 

Was ist Gürtelrose?

Die Gürtelrose ist eine Viruserkrankung der Haut, die sich durch einen schmerzhaften, blasenartigen Ausschlag bemerkbar macht. Ausgelöst wird sie durch das Varizella-Zoster-Virus, das zu den Herpesviren zählt. Medizinisch korrekt wird Gürtelrose daher auch als Herpes Zoster, oder kurz Zoster, bezeichnet. 

Varizella-Zoster-Virus: Erreger für Windpocken und Gürtelrose

Das Varizella-Zoster-Virus ist derselbe Erreger, der auch Windpocken auslöst. Hat man diese überstanden, bekommt man sie in der Regel kein zweites Mal – doch das Varizella-Zoster-Virus bleibt ein Leben lang im Körper. Experten schätzen, dass rund 90 Prozent der Erwachsenen das Virus in sich tragen. Es wandert über die Nervenbahnen, nistet sich in den Nervenknoten des Gehirns oder Rückenmarks ein und kann jederzeit wieder aktiv werden.

Ansteckung: erst Windpocken, dann Gürtelrose

Wer sich zum ersten Mal mit dem Varizella-Zoster-Virus ansteckt, bekommt Windpocken. Gürtelrose tritt erst bei einer erneuten Aktivierung des Virus auf. Herpes Zoster kann daher nur bei Menschen auftreten, die bereits Windpocken hatten. 

Wer noch nie Windpocken hatte, muss aufpassen: Solange die Bläschen Flüssigkeit absondern, kann ein Gürtelrose-Patient andere anstecken – allerdings nicht mit Gürtelrose, sondern mit Windpocken. Die Inkubationszeit kann zwischen 8 und 28 Tagen liegen. Während Windpocken auch durch eine Tröpfcheninfektion, also über die Atemluft durch Husten oder Niesen, übertragbar sind, ist Gürtelrose aber nur ansteckend, wenn direkter Hautkontakt (Schmierinfektion) besteht. 

Gürtelrose-Patienten sollten sich daher von Menschen fernhalten, die noch keine Windpocken hatten, ebenso von Schwangeren und Babys. Eine Infektion mit Windpocken in der Schwangerschaft kurz vor oder nach der Geburt kann ein großes Risiko für das Kind darstellen. Sobald die Bläschen verkrustet sind, besteht aber keine Ansteckungsgefahr mehr. Menschen, die bereits Windpocken hatten, müssen überhaupt keine Ansteckung befürchten – selbst bei direktem Kontakt mit den Bläschen. 

Ursachen: Besonders ältere Menschen sind betroffen

Die Gefahr für eine Infektion ist dann am größten, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Häufige Auslöser von Gürtelrose sind daher:

  • Stress
  • körperliche Belastungen
  • intensive UV-Strahlung

Da die Abwehrkräfte mit zunehmendem Alter nachlassen, bricht Gürtelrose oft bei Alten oder bei chronisch Kranken aus. Aber auch junge Menschen können erkranken, wenn ihr Immunsystem durch die genannten Faktoren geschwächt ist. Auch nach Operationen sowie bei einer Krebs- oder HIV-Erkrankung steigt das Risiko, dass das Virus wieder aktiv wird. Rund 400.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Gürtelrose. 

Symptome: erste Anzeichen einer Gürtelrose

Im Gegensatz zu den Windpocken, die sich in der Regel am ganzen Körper ausbreiten, äußert sich die Gürtelrose durch einen örtlich begrenzten Hautausschlag. Da sich der Varizella-Zoster-Virus besonders häufig in der Nähe der Wirbelsäule einnistet, breitet dieser sich typischerweise wie ein Gürtel an Bauch und Rücken aus. Aber auch Oberarme, Beine, Hals und das Gesicht können befallen sein. 

Erste Anzeichen für Gürtelrose sind meist typische Symptome einer viralen Infektion: Man fühlt sich schlapp, bekommt leichtes Fieber und verspürt Schmerzen im Gesicht oder am Rücken. Nach einigen Tagen röten sich Hautpartien am Körper und beginnen zu brennen oder zu jucken. Innerhalb von etwa sieben Tagen entwickeln sich flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die später aufplatzen und verkrusten. Da in den meisten Fällen nur der Nerv einer Körperseite betroffen ist, reicht der Bläschen-Gürtel nur halb um den Körper herum. Die Dauer bis zur vollständigen Abheilung der Bläschen beträgt in der Regel einen Monat. Häufig bleiben Narben zurück. 

Behandlung: Bei ersten Symptomen sofort reagieren

Wer an Gürtelrose erkrankt, sollte sich unbedingt schnell behandeln lassen. So können Patienten Langzeitfolgen wie die Post-Zoster-Neuralgie (PZN) vermeiden, teilt der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit. Am besten beginnt die Behandlung mit antiviralen Medikamenten innerhalb der ersten beiden Tagen nach Auftreten der für Gürtelrose typischen Bläschen auf der Haut. Auch die Schmerzen müssen gelindert werden, damit sie nicht chronisch werden. Frei verkäufliche Schmerzmittel helfen hier in der Regel allerdings nicht. Stattdessen kommen spezielle Pflaster, Antidepressiva oder Epilepsiemittel zum Einsatz.

Wird die Gürtelrose frühzeitig erkannt und behandelt, ist es möglich, dass auftretende Schmerzen und Rötungen der Haut bereits nach einigen Stunden zurückgehen. Wenn die Behandlung jedoch zu spät vorgenommen wird, können chronische Beschwerden die Folge sein, die sich mit Schmerzmitteln kaum lindern lassen.

Darum ist es besonders wichtig, dass Sie bei verdächtigen Symptomen sofort einen Arzt aufsuchen und sich mit der notwendigen Therapie behandeln lassen. Dieser verschreibt Ihnen zu diesem Zweck Medikamente in Form von Tabletten oder Cremes, die verhindern, dass sich bestimmte Viren weiter vermehren können. Die Wirkstoffe in diesen Medikamenten werden Virostatika genannt. Die enthaltenen Wirkstoffe Aciclovir, Brivudin, Famiciclovir oder Valaciclovir sorgen für eine schnellere Abheilung der Bläschen und können das Risiko für einen erneuten Ausbruch der Gürtelrose mindern.

Die Therapie mit diesen Arzneimitteln sollte allerdings spätestens innerhalb von zwei bis drei Tagen nach dem Auftreten der ersten Symptome beginnen. Bei Patienten die jünger als fünfzig Jahre sind und nur eine sehr leichte Form der Gürtelrose aufweisen, kann eventuell auch auf eine antivirale Therapie verzichtet werden – das muss allerdings immer der behandelnde Arzt entscheiden. Bei älteren Patienten schwerwiegender Gürtelrose wird eine Therapie oftmals durch Infusionen vorgenommen.

Folgen: Herpes Zoster kann Langzeitschäden nach sich ziehen

In seltenen Fällen treten schwerwiegende Formen der Erkrankung auf. Dies geschieht vor allem dann, wenn das Varizella-Zoster-Virus den Trigeminus-Nerv im Gehirn befallen hat und sich ein Herpes Zoster des Auges oder des Ohrs entwickelt. In diesem Fall können Binde- oder Hornhautentzündungen, bleibende Seh- oder Hörstörungen sowie partielle Gesichtslähmungen die Folge sein. Bei ausgeprägter Immunschwäche kann sich eine Gürtelrose auch auf die gesamte Haut und die inneren Organe ausbreiten und dadurch lebensbedrohlich werden. 

Umso älter die Patienten, desto höher ist das Risiko einer sogenannten Post-Zoster-Neuralgie. Betroffene leiden dann auch nach dem Abklingen der Gürtelrose noch unter stechenden Schmerzen, die in kurzen heftigen Attacken auftreten oder dauerhaft anhalten. Generell gilt: Je früher man mit den Beschwerden zum Arzt geht, desto besser lässt sich Gürtelrose behandeln. Nur eine umgehende Therapie kann eine postzosterische Neuralgie verhindern.

Vorbeugung: Impfung senkt das Risiko für Gürtelrose

Das Risiko an Gürtelrose zu erkranken können Sie nicht vollends beseitigen, da sich die meisten Menschen schon in ihrer frühesten Kindheit mit Varizella-Zoster-Viren infizieren und die Erreger dann ein Leben lang im Körper verbleiben. Selbst nach einer Windpocken-Impfung kann es noch zu einer Gürtelrose kommen – allerdings weitaus seltener und weniger schwerwiegend als ohne Impfung. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut seit 2004 für alle Kinder eine Impfung gegen Windpocken.

Für Menschen ab 50 Jahren gibt es mittlerweile einen speziellen Impfstoff, der vor der erneuten Aktivierung der Varizella-Zoster-Viren schützen soll. Wer zu der Risikogruppe gehört, kann sich bei seinem Hausarzt beraten lassen.

Zudem können Sie den Ausbruch der Krankheit entgegenwirken, indem Sie Stress vermeiden und Ihrem Körper immer wieder ausreichend Ruhephasen gönnen.

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