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Ärzte bezweifeln Nutzen cholesterinsenkender Lebensmittel

29.04.2011, 12:27 Uhr | afp, AFP

Nutzen cholesterinsenkender Lebensmittel bezweifelt. Cholesterin: Forscher bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen von cholesterinsenkenden Lebensmitteln. (Foto: imago)

Forscher bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen von cholesterinsenkenden Lebensmitteln. (Foto: imago)

Es gibt sie als Joghurt, Öl, Brotaufstrich oder Milchgetränk: Die Rede ist von so genannten cholesterinsenkenden Lebensmitteln. Aber helfen sie wirklich gegen zu hohe Blutfettwerte? Wissenschaftler bezweifeln dies. Die Lebensmittel hätten keinen nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen für die Herzgesundheit. Im Gegenteil: Sie könnten sogar negative Effekte haben, sagten Mediziner im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) in Mannheim.

Pflanzenstoffe sollen Aufnahme von Cholesterin verhindern

Cholesterinsenkende Lebensmittel wie Milchprodukte oder Margarine sind mit bestimmten pflanzlichen Stoffen angereichert. Die so genannten Phytosterole sollen sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Sie werden einigen Nahrungsmitteln zugesetzt, weil sie dem Cholesterin strukturell ähnlich sind und seine Aufnahme im Darm hemmen. Sterole kommen in pflanzlichen Fetten oder Ölen vor, wie sie aus Sonnenblumensamen, Weizenkeimen oder Sojabohnen gewonnen werden.

Kein Beleg für cholesterinsenkende Wirkung

Nach Angaben der Wissenschaftler gibt es aber bisher keinen Beleg dafür, dass die Pflanzenstoffe den Cholesterinspiegel messbar senken und die Herzgesundheit verbessern. Man müsste pro Tag mindestens zwei Gramm davon zu sich nehmen, damit die Sterole das Cholesterin tatsächlich um zehn Prozent reduzieren, so die Experten weiter. Dies entspräche beispielsweise 425 Tomaten, 150 Äpfeln oder elf Tassen Erdnüssen täglich.

Sterole können dem Herz schaden

Würden Lebensmittel mit solchen Mengen angereichert, entspreche dies nicht dem Ansatz einer gesunden Ernährung, warnten die Ärzte. Mehrere Untersuchungen hätten zudem Hinweise geliefert, dass Sterole, die sich im Körper ablagern, möglicherweise sogar negative Effekte auf Herz und Gefäße haben könnten. Es seien mehr Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von angeblich cholesterinsenkenden Lebensmitteln nötig, so die Experten weiter.

Nur LDL-Cholesterin ist gefährlich

Cholesterin an sich ist nichts Schlechtes. Der lebenswichtige Stoff besteht aus einem fettähnlichen Gerüst und ist beispielsweise an der Bildung zahlreicher Hormone beteiligt. Er ist in tierischen Fetten enthalten, wird aber auch im menschlichen Körper hergestellt. Im Blut kommt Cholesterin in zwei Varianten vor: Das sogenannte LDL-Cholesterin, das auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet wird und das "gute" HDL-Cholesterin. Steigt die Konzentration des schädlichen LDL-Cholesterins zu stark an, können sich Ablagerungen in den Gefäßen bilden. Diese führen im schlimmsten Fall zu Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Vorsicht bei gesättigten Fettsäuren

Eine wichtige Ernährungsregel, um den Cholesterinspiegel zu senken, lautet: Ungesättigte Fettsäuren ersetzen gesättigte Fettsäuren. Denn letztere treiben die Cholesterinwerte in die Höhe. Wer cholesterinfreundlich kochen will, sollte zu pflanzlichen Fetten wie Oliven, Raps, Soja oder Walnussöl greifen. Auch tierische Fette in Fleisch oder Käse enthalten viele gesättigte Fettsäuren und erhöhen den Blutfettspiegel. Kann man sie nicht durch pflanzliche Fette ersetzen, ist es wichtig, statt fettiger Wurst mageres Fleisch zu essen. Noch besser ist allerdings Seefisch wie Lachs oder Hering, da er reich an Omega-3-Fettsären ist.

Ballaststoffe können Cholesterinwerte senken

Ausschlaggebend für normale Cholesterinwerte ist auch eine ballaststoffreiche Ernährung. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten deshalb besonders oft auf dem Speiseplan stehen. Denn Ballaststoffe binden bei der Verdauung Cholesterin an sich und tragen so dazu bei, dass der Körper weniger Blutfette aufnimmt.

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