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Schnarchen: Ursachen, Therapie und Tipps zur Vorbeugung

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Das hilft gegen Schnarchen  

Schnarchen: Ursachen, Therapie und Tipps zur Vorbeugung

25.09.2016, 09:31 Uhr | eh (CF) / (bec)

Schnarchen: Ursachen, Therapie und Tipps zur Vorbeugung. Tipps gegen das Schnarchen: So schlafen Sie und Ihr Partner gesünder (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Tipps gegen das Schnarchen: So schlafen Sie und Ihr Partner gesünder (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schnarchen ist nicht nur lästig sondern kann auch gefährlich werden. Beides ist Grund genug, dass Sie etwas gegen das Schnarchen unternehmen. Wir erklären Ihnen, welche Ursachen das Schnarchen hat, welche Therapiemöglichkeiten es gibt und welche Tipps helfen können. 

Warum schnarchen Menschen eigentlich?

Wenn wir schlafen, ist unsere gesamte Muskulatur und damit auch die Atemmuskulatur entspannt. In diesem Zustand können die Muskeln beim Ein- und Ausatmen in Schwingung gebracht werden und so ein Geräusch erzeugen, welches wir als Schnarchen bezeichnen. Verantwortlich ist meist das Gaumensegel und das Zäpfchen, in selten Fällen auch die Muskulatur des Rachens und Zungengrunds, wie das Portal "gesundheit.de" erklärt. 

Meistens wird Schnarchen durch eine Verengung der oberen Atemwege hervorgerufen. Durch diese Verengung steigt die Geschwindigkeit mit der die Luft durch die Atemwege strömt, wodurch wiederum die Schwingung der erschlafften Muskulatur begünstigt wird. Verengte Atemwege können folgende Ursachen haben:

  • vergrößerte Gaumen- oder Rachenmandeln
  • Schnupfen und Allergien
  • entzündete Nasennebenhöhlen
  • verkrümmte Nasenscheidewand
  • verkürzter Unterkiefer
  • Nasenpolypen
  • Fettansammlungen im Rachenbereich

"Normales" Schnarchen oder Schlafapnoe?

Solange trotz des Schnarchens genügend Luft in die Lungen gelangt, ist Schnarchen ungefährlich. Gefährlich wird es, wenn neben dem Schnarchen wiederkehrende Atemstillstände eintreten. Dieses Krankheitsbild wird auch als sogenannte Schlafapnoe bezeichnet. Auch wenn Sie es während des Schlafens nicht merken: Der Sauerstoffmangel löst im Körper eine enorme Stressreaktion aus. Mögliche negative Folgen sind ein zu hoher Blutdruck und damit einhergehend steigt das Risiko für für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt. Zudem wird die Schlafqualität beeinträchtigt, was sich durch Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar macht. 

Warum Schnarchen Männer mehr als Frauen?

Tatsächlich "zersägen" häufiger Männern das Schlafzimmer als Frauen. Dies liegt am Rachenaufbau beider Geschlechter. Dieser ist bei Frauen nicht nur etwas anders aufgebaut, sondern auch oftmals wesentlich elastischer. Das weibliche Hormon Östrogen ist dafür verantwortlich. Sind die Wechseljahre vorbei, fährt auch diese Östrogenproduktion zurück, der Gaumensegel verliert seine Elastizität und viele Frauen beginnen ebenfalls mit dem Schnarchen.

So können Sie das Schnarchen verhindern 

Bevor Sie das Schnarchen selbst behandeln, sollten Sie vorab zum Arzt gehen und die Ursachen klären. Dies ist insbesondere im Falle einer Schlafapnoe dringend ratsam. Am besten lassen Sie sich von einem Hals-Nasen-Ohren (HNO) untersuchen, damit mögliche Behinderungen der Atemwege ausgeschlossen werden können. Je nach Ursache erfolgt eine individuelle Therapie. Zum Beispiel kann bei vergrößerten Mandeln eine Operation Abhilfe schaffen. Dies ist aber in vielen Fällen nicht notwendig, weshalb Sie zunächst folgende Tipps ausprobieren sollten:

  • Übergewicht reduzieren: In vielen Fällen ist das Schnarchen eine Folge von Übergewicht und falscher Ernährung, da die Fettablagerungen im Halsbereich die Atemwege verengen. 
  • Verzicht auf Alkohol und Zigaretten: Vor dem Schlafen sollten Sie Alkohol oder Schlaftabletten vermeiden, da beides zu einem Erschlaffen der Muskulatur führt. Auch das Rauchen oder Kaffee trinken ist vor dem Zu-Bett-Gehen nicht sinnvoll. Es reizt die Schleimhäute, die somit anschwellen und den Atemweg weiter verengen.
  • Auf der Seite schlafen: Meistens kommt es beim Schlafen in Rückenlage zu den störenden Geräuschen. Versuchen Sie daher Ihre Schlafposition zu verändern, indem Sie auf der Seite oder auf dem  Bauch schlafen. Dabei können zum Beispiel ein in den Schlafanzug eingenähter Tennisball oder spezielle Schlafwesten helfen, die eine Rückenlage verhindern. 
  • Nasenpflaster und Sprays: In der Apotheke sind Nasenpflaster erhältlich, welche die Nasenflügel weiten und damit die Atmung erleichtern. So wird einer primären Atmung durch den Mund vorgebeugt. Auch abschwellende Nasensprays können kurzfristig eingesetzt werden, wenn ein Schnupfen die Ursache für das Schnarchen ist. 
  • Kinnbinde: Wenn das Schnarchen bei offenem Mund auftritt, hilft es oft schon den Unterkiefer zu fixieren, sodass der Mund nachts geschlossen bleibt. Ein altes Hausmittel ist die Kinnbinde, welche einfach unter das Kinn gelegt und über dem Kopf zusammengeknotet wird. In der Apotheke sind auch spezielle Schnarchbandagen erhältlich.
  • Schnarchschiene: In manchen Fällen kann auch der Zahnarzt mit einer speziellen Schnarchschiene helfen. Diese wird individuell angepasst und hält die Atemwege offen, indem sie den Unterkiefer leicht nach vorne schiebt. Allerdings ist diese Methode relativ teuer und ein Erfolg nicht garantiert, so das Portal "netdoktor.de"
  • Richtige Schlafhygiene: Für einen guten Schlaf ist es wichtig, dass es im Schlafzimmer ausreichend kühl ist und genügend Sauerstoff vorhanden ist. Öffnen Sie daher nachts möglichst die Fenster. Gegen den Lärm der Straße können Sie Ohrstöpsel verwenden. Versuchen Sie einen geregelten Schlafrythmus einzuhalten und Stress im Alltag abzubauen. Auch zu spätes und zu schweres Essen verringert die Schlafqualität.

OP als Lösung für hartnäckiges Schnarchen

Wenn die konservativen Therapiemethoden das Schnarchen nicht lindern, kann eine Operation erforderlich werden. Dabei beseitigen die Mediziner mögliche anatomische Ursachen des Schnarchens. Diese sind zumeist im Bereich des Gaumens oder der Nasenscheidewand zu finden. Einige der Eingriffe können auch minimalinvasiv erfolgen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine OP nur dann, wenn ein Gesundheitsrisiko, etwa bei einer Apnoe, besteht. 

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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