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Stiller Schlaganfall: Die unbemerkte Gefahr

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Stiller Schlaganfall gefährdet das Gehirn

10.06.2011, 12:16 Uhr | fez

Stiller Schlaganfall: Die unbemerkte Gefahr. Stiller Schlaganfall: Oft ist er nur im CT nachzuweisen, da er meist ohne besondere Symptome verläuft. (Foto: imago)

Stiller Schlaganfall: Erst ein Gehirn-CT bringt Gewissheit. (Foto: imago)

Ein normaler Schlaganfall hat eindeutige Symptome. Wer die Anzeichen erkennt, kann sich umgehend in Behandlung begeben. Was aber tun, wenn man den Hirnschlag nicht bemerkt? Der so genannte stille Schlaganfall ist eine unterschätzte Gefahr, denn er schädigt auch ohne deutliche Symptome das Gehirn. Wir haben Professor Darius Navabi, Chefarzt der Neurologie des Berliner Vivantes-Klinikums gefragt, wie man sich schützen kann.

Was, wenn man den Schlaganfall nicht bemerkt?

Schlaganfall ist ein Oberbegriff für bestimmte Erkrankungen im Gehirn. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen einem Hirninfarkt und einer Hirnblutung. Während bei letzterer Blut in das Hirngewebe eindringt, liegt bei einem Hirninfarkt eine mangelnde Durchblutung des Gehirns vor. Die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls sind Seh- und Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen, Schwindel und starke Kopfschmerzen. Doch es kann vorkommen, dass man einen Hirninfarkt hat und die genannten Anzeichen fehlen. In diesem Fall kann nur eine Computertomografie (CT) des Gehirns Gewissheit bringen.

"Schlaganfall ist wie Roulette"

"Ob man einen Schlaganfall bemerkt oder nicht, ist wie ein Roulette-Spiel", sagt Navabi. "Es kommt darauf an, welche Ader welches Areal des Gehirns verschließt und wie groß dieses Areal ist", ergänzt der Mediziner. Es könne vorkommen, dass man selbst nichts bemerkt, die Freunde oder Kollegen aber ein verändertes Verhalten des Betroffenen wahrnehmen. Das kann sich beispielsweise in Vergesslichkeit oder motorischer Ungeschicktheit auswirken. Wer diese Symptome zeigt, sollte zum Arzt gehen.

Schlaganfälle begünstigen Demenz und Parkinson

Wer sich keine medizinische Hilfe holt, schadet seiner Gesundheit. Denn die langfristigen Folgen eines Schlaganfalls werden laut Navabi häufig unterschätzt: "Wer einen Schlaganfall erleidet, verdoppelt sein Risiko an Demenz zu erkranken. Zusätzlich zur normalen Alterung verbraucht ein Hirninfarkt erhebliche Demenzreserven", sagt er. Erkrankungen wie Parkinson und Demenz seien eine größere Bedrohung als das akute Infarktrisiko.

Ein gesunder Lebensstil als Prävention

Die Ursachen für einen stillen Schlaganfall sind die gleichen wie beim herkömmlichen Schlaganfall: Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und mangelnde Bewegung. "Diese Faktoren begünstigen Schlaganfälle und das Risiko, schneller an Demenz oder Parkinson zu erkranken", sagt Navabi. Der Hauptfaktor für diese Erkrankungen sei letztendlich das menschliche Alter. "Dagegen ist man nun einmal machtlos", erklärt der Neurologe. Man kann seinen biologischen Alterungsprozess jedoch hinausschieben: Durch gesunde Ernährung, stabile Blutdruckwerte und viel Bewegung. Letztendlich bestimme zudem der individuelle Lebensstil das Schlaganfall-Risiko.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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