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Kater vorbeugen und vermeiden: Praktische Tipps

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Tipps gegen den Kater am nächsten Morgen

01.01.2017, 10:16 Uhr | fk (CF)

Kater vorbeugen und vermeiden: Praktische Tipps. Die Kopfschmerzen bei einem Kater sind meist auf eine Dehydrierung zurückzuführen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kopfschmerzen bei einem Kater sind meist auf eine Dehydrierung zurückzuführen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob Karneval, Weihnachten oder andere Anlässe wie Geburtstage und Hochzeiten: Fließt viel Alkohol, ist der Kater am Morgen danach quasi vorprogrammiert. Gut gemeinte Tipps gegen Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit gibt es viele, aber nicht alle helfen auch wirklich. Lesen Sie, wie Sie einem Kater vorbeugen und was zu einem Katerfrühstück gehört.

Wie Sie einem Kater vorbeugen: Fünf Tipps

Der beste Tipp, um einen Kater zu vermeiden, ist natürlich nichts oder nur wenig zu trinken. Wenn es aber mal nicht bei den guten Vorsätzen bleibt, helfen die folgenden Tipps, um die Beschwerden am nächsten Morgen zumindest abzumildern. 

  • Achten Sie darauf, möglichst bei einem Getränk zu bleiben und nicht verschiedene Alkoholika durcheinanderzutrinken. Zwar ist dieser Zusammenhang nicht wissenschaftlich erwiesen, aber eine Erklärung könnte darin liegen, dass wir wegen der unterschiedlichen Geschmacksreize dazu verleitet werden mehr zu trinken. 
  • Vermeiden Sie Fuselalkohole. Fuselalkohole oder Begleitalkohole wie Methanol oder Isobutanol sind laut dem Gesundheitsportal "gesundheit.de" vor allem in Whiskey, dunklem Rum, Cognac und Wein enthalten. Sie sollen unter anderem für den Kater am nächsten morgen verantwortlich sein. Nur wenig Begleitalkohole enthält Wodka. 
  • Trinken Sie nach jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser. Das Wasser sorgt dafür, dass der Körper nicht dehydriert und das Blut dünnflüssig bleibt. So beugen Sie Kopfschmerzen vor. 
  • Verzichten Sie aufs Rauchen. In Kombination mit Alkohol verstärkt der Tabakkonsum die Kopfschmerzen am nächsten Morgen. 
  • Vermeiden Sie die Kombination von alkoholischen Getränken und Zucker. Mischgetränke wie Bowle und Glühwein sorgen oftmals für einen schlimmeren Kater, da der enthaltene Zucker den Abbau von Acetaldehyd hemmt. Dieses Abbauprodukt verbleibt so länger im Körper und sorgt für die typischen Beschwerden.

Den Tipp, dass fettiges Essen vor oder während des Trinkens hilfreich ist, können Sie übrigens getrost vergessen. Der Alkohol gelangt so zwar langsamer in den Blutkreislauf – aber Sie können sich sicher sein, dass er letztendlich trotzdem dort ankommt. 

Wie Sie den Kater bekämpfen: Frische Luft statt Konterbier 

Sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit erst einmal da, ist Wasser der beste Tipp gegen den Kater. In einem Interview mit der "taz" gibt der emeritierte Professor für Innere Medizin, Manfred Singer, zu bedenken, dass Alkohol ein bestimmtes Hormon hemmt, welches für die Wasserspeicherung im Körper sorgt. Als Folge "gibt man mehr Wasser ab, und es kommt zu einer Dehydration. Die könnte für die Kopfschmerzen mitverantwortlich sein." Um den Magen nicht unnötig zu reizen sollten Sie stilles Mineralwasser wählen. 

Ein vor allem bei Männern beliebter Tipp ist hingegen das sogenannte Konterbier. Gängige Erklärung dazu: Angeblich ließe sich hierdurch verhindern, dass der Alkoholpegel zu schnell absinke – das sei schließlich die Ursache für den Kater. Von diesem Tipp rät Singer allerdings dringend ab. Schließlich sei ein Kater die Folge einer akuten Alkoholvergiftung, die man mit einem Konterbier lediglich fortsetzen würde. 

Für das allgemeine Wohlbefinden empfiehlt sich stattdessen ein Spaziergang an der frischen Luft. So gerät der Kreislauf in Schwung, der Kopf wird frei und die Katersymptome können gelindert werden. Doch verlangen Sie sich nicht zu viel ab – Überanstrengung führt schnell zur Verschlechterung des Befindens. Auch zu grelles Licht bei Sonnenschein, kann die Kopfschmerzen verstärken. 

Das Katerfrühstück: süß und salzig sollte es sein 

Neben Wasser fehlt dem Körper auch viel Salz, das wegen des erhöhten Alkoholgenusses über die Nieren ausgeschieden wurde. Der verbreitete Tipp gegen Kater – Rollmops und saure Gurken zum Frühstück – ist daher nicht falsch, schließlich lässt sich damit der Salzhaushalt wieder ausgleichen. Ob jemand bei Übelkeit einen Rollmops jedoch überhaupt im Magen behalten kann, steht auf einem anderen Blatt. Entscheiden Sie daher am besten immer danach, wie Sie sich fühlen. 

Wer keinen Rollmops mag, kann auch andere salzige Lebensmittel wie Essiggurken, Eintöpfe mit Gemüse oder Laugenbrezel essen. Wenn Sie lieber nur etwas trinken möchten, empfiehlt sich Gemüsebrühe oder ein Glas Tomatensaft mit Salz. 

Allerdings kann auch ein süßes Katerfrühstück helfen. Der Genuss von Alkohol lässt nämlich den Blutzuckerspiegel sinken, was laut Singer ebenfalls als Katerursache infrage kommt. Eine Mischung des Katerfrühstücks aus Süß und Salzig ist daher ideal. 

Hausmittel gegen Kater: Auf keinen Fall Paracetamol!

Um die Kopfschmerzen bei einem Kater zu mildern, geben Sie etwas Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen und massieren es leicht ein. Der Geruch des Öls entspannt die Muskulatur und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Vermeiden Sie die Einnahme von Aspirin, da der Wirkstoff die Magenschleimhaut schädigt. Auch auf Schmerzmittel wie Paracetamol sollten Sie dringend verzichten, da diese von der Leber abgebaut werden, welche mit dem Alkoholabbau schon genug belastet ist. 

Gegen Kopfschmerzen hilft oftmals ein Espresso mit einem Schuss Zitronensaft. Das Koffein und das Vitamin C dämpfen die Schmerzen. Seien Sie mit diesem Hausmittel allerdings vorsichtig, wenn Sie einen empfindlichen Magen haben.

Auch viele Heilkräuter helfen die Symptome eines Katers abzumildern. Laut dem Portal "heilpraxis.net" hilft ein Tee aus den Blüten von Lavendel, Melisse und Waldmeister. Geben Sie dazu auf jeweils einen Teelöffel Lavendel und Melisse sowie einem halben Teelöffel Waldmeister 250 Milliliter kochendes Wasser. Lassen Sie den Tee für fünf Minuten ziehen. 

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