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Nikotinpflaster und ihre Wirkung: Tatsächlich hilfreich?

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Entwöhnung  

Mit dem Rauchen aufhören: Helfen Nikotinpflaster wirklich?

28.04.2017, 15:05 Uhr | cr (CF), dpa

Nikotinpflaster und ihre Wirkung: Tatsächlich hilfreich?. Nikotinplfaster sind keine Hilfe beim Rauchstop. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Stockbyte)

Nikotinplfaster sind keine Hilfe beim Rauchstop. (Quelle: Stockbyte/Thinkstock by Getty-Images)

Wer mit dem Rauchen aufhören will, der ist für jede Hilfe dankbar. Vor allem Nikotinpflaster erfreuen sich hierbei großer Beliebtheit. Sie stehen in dem Ruf, zumindest die körperlichen Folgen des Nikotinentzugs abzuschwächen. Eine neuere Studie spricht Nikotinpflastern jetzt jedoch jeglichen Nutzen bei der Rauchentwöhnung ab.

Langzeitstudie untersuchte Rauchentwöhnung bei 787 Probanden

Es klingt ernüchternd für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen: Nikotinpflaster helfen nicht dabei, von der Zigarette loszukommen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Bezug auf eine Studie der Harvard School of Public Health berichtet, tendiert die Langzeitwirkung der Rauchentwöhnungsmittel aus der Apotheke gen null.

An der Studie nahmen insgesamt 787 Raucher teil, die kurz zuvor mit dem Rauchen aufgehört hatten. In drei Perioden von jeweils ein bis zwei Jahren untersuchten die Wissenschaftler, ob die Teilnehmer rückfällig wurden sowie ob und welche unterstützenden Maßnahmen sie in Anspruch genommen hatten. In jeder Periode wurde etwa ein Drittel der Probanden rückfällig, zudem verringerte sich die Zahl der Teilnehmer stets, was bei solch lang angelegten Studien aber üblich sei.

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Ergebnis der Studie: Nikotinpflaster sind nutzlos

Das ernüchternde Ergebnis der Studie: Programme, die beim Aufhören mit dem Rauchen unterstützen sollen, haben keinen nennenswerten positiven Einfluss darauf, ob die Rauchentwöhnung von Erfolg gekrönt ist oder nicht. Diese Erkenntnis gilt unabhängig davon, ob die Probanden hierfür auf Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis oder entsprechende Therapiemaßnahmen zurückgegriffen hatten.

Das Ergebnis erstaunt besonders vor dem Hintergrund, dass bisherige Studien Mitteln zur Rauchentwöhnung regelmäßig ihre Wirksamkeit bestätigt haben. Simon Chapman, Public-Health-Professor an der Universität Sydney hat hierfür eine einfache Erklärung: "Allzu oft sind diese Studien von den Herstellern gesponsert", zitiert ihn die "SZ". Tatsächlich stammt die Mehrheit der positiven Ergebnisse aus Untersuchungen der Industrie selbst. Unabhängige Studien haben diesbezüglich deutlich kritischer geurteilt – allerdings auch weniger medienwirksam.

Mit dem Rauchen aufhören: Willenskraft entscheidend

Abgesehen davon, dass die Wissenschaftler Nikotinpflaster und Co für ungeeignet halten, um dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören, ziehen sie den Schluss, dass die Willenskraft bei der Rauchentwöhnung von entscheidender Bedeutung ist. Ähnlich sieht das auch Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum, wie die "SZ" berichtet. Zwar sieht sie starke und schwer kranke Raucher weiterhin auf rauchentwöhnende Medikamente angewiesen, "aber den meisten würde es mehr helfen, wenn ihnen Mut gemacht würde, dass sie den Ausstieg auch allein schaffen."

Vorteil von Nikotinpflastern

Spätestens nach drei Monaten sollte die Ersatztherapie aber enden, erklärt die Zeitschrift "Senioren" (Ausgabe 5/2017). Der Vorteil von den Nikotinpflastern ist, dass sie Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen, Appetit und Unruhe eindämmen. Dabei ist allerdings auch darauf zu achten, welches Produkt als Ersatz eingesetzt werden, denn es gibt sie in unterschiedlichen Dosierungen. Wer mit dem Rauchen aufhört, kann mit einer höheren Dosierung beginnen und nach ein paar Wochen auf eine geringere umsteigen.

Für wen Nikotinpflaster nicht geeignet sind

Vor der Anwendung eines solchen Pflasters sollten Sie allerdings dringend mit einem Arzt sprechen. Besonders bei

  • Herzproblemen,
  • hohem Blutdruck,
  • Schilddrüsenerkrankung oder
  • Epilepsie

müssen Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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