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Parkinson: Verlauf, Symptome und Ursachen

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Parkinson kommt schleichend

15.06.2017, 17:07 Uhr | rk, t-online.de

Parkinson: Verlauf, Symptome und Ursachen. Zitternde Hände - ein typisches Symptom für die Erkankung Morbus Parkinson. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zitternde Hände - ein typisches Symptom für die Erkankung Morbus Parkinson. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Parkinson kommt schleichend. Denn bei dieser neurologischen Erkrankung – auch bekannt als Schüttellähmung – sterben nach und nach Nervenzellen in einem bestimmten Hirnareal ab. Je früher das erkannt wird, desto größer sind die Chancen, den Verlauf zu verlangsamen.

Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. In Deutschland leiden immer mehr Menschen an Parkinson. Rund 280.000 Menschen sind betroffen. Die Krankheit bricht erst im höheren Alter aus – der Großteil ist älter als 55 Jahre. Vor dem 40. Lebensjahr treten hingegen nur bei fünf bis zehn Prozent der Betroffenen Symptome auf.

Parkinson ist nicht heilbar, aber beherrschbar

Parkinson ist nicht heilbar, aber heute gut zu behandeln. Deshalb ist es sehr wichtig, schon erste Anzeichen ernst zu nehmen und einen Arzt zurate zu ziehen. Bei Parkinson wird dem Gehirn nach und nach weniger Dopamin bereitgestellt. Dieser Neurotransmitter sorgt für die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen. Funktioniert diese Reizleitung nicht mehr richtig, kommt es zu den klassischen Sypmtomen von Parkinson. Bei einem typischen Verlauf lassen sich diese Symptome noch über viele Jahre medikamentös beherrschen.

Typisches Symptom: Zittern in einer Hand

Der typische Verlauf von Parkinson beginnt zunächst mit einem Zittern in einer Hand, Muskelverspannungen oder Schmerzen in den Schultern. Zudem können auch Depressionen und Müdigkeit Anzeichen für die Schüttellähmung sein. Dadurch treten zunächst kleine Veränderungen in den Bewegungen und dem Verhalten eines Betroffenen auf, die meist nur vom Ehepartner oder engeren Freunden erkannt werden – beispielsweise ein leicht verändertes Schriftbild, starre Gesichtszüge oder unruhiger Schlaf.

Je weiter die Erkrankung voranschreitet, umso größer sind die körperlichen Beeinträchtigungen. Auffällig ist dabei, dass die motorischen Beeinträchtigungen typischerweise zunächst nur eine Hälfte des Körpers betreffen, im weiteren Verlauf aber meist in abgeschwächter Form auch auf die andere Körperhälfte übergreifen.

Verlauf von Parkinson: Beginn mit "Honeymoon"-Phase

Der fortschreitende Verlauf von Parkinson lässt sich nicht verhindern. Laut dem Gesundheitsportal "onmeda.de" kann mit der richtigen Behandlung der Zeitpunkt allerdings um bis zu 20 Jahre hinausgezögert werden, bis eine betroffene Person pflegebedürftig wird. Besonders wichtig sind dafür Medikamente, die den Botenstoff Dopamin ersetzen. Allerdings können diese Stoffe nur in den ersten Jahren der Erkrankung auch vom Körper verarbeitet werden.

Bei einem typischen Verlauf von Parkinson können Sie dank einer solchen Behandlung zunächst normal weiterarbeiten und Ihrem Alltag nachgehen. Dieser Abschnitt wird daher "Honeymoon"-Phase, also Flitterwochen, genannt, da die Krankheit durch die medikamentöse Behandlung kaum zu bemerken ist. Nach fünf bis zehn Jahren kann es jedoch passieren, dass Parkinson-Patienten Berufe, bei denen die feinmotorischen Fähigkeiten wichtig sind, nicht mehr ausüben können.

Gefährliche Komplikationen

Mit einem voranschreitenden Verlauf von Parkinson werden die Bewegungen steifer und langsamer, auch die Ungeschicklichkeit nimmt zu. Daher fällt es Betroffenen schwer, sich beispielsweise die Zähne zu putzen oder ein Kleidungsstück zuzuknöpfen. Mit der Zeit treten außerdem oftmals auch die typischen Gang- und Gleichgewichtsstörungen sowie stärkere Schlafstörungen oder Depressionen auf.

Die Symptome treten individuell in unterschiedlicher Kombination und Intensität auf. Mit dem fortschreitenden Verlauf von Parkinson steigt das Risiko für Komplikationen, die zum Tode führen: Häufig handelt es sich hierbei um Infektionen der Atemwege, doch auch die Folgen von schweren Stürzen oder Schluckstörungen werden im späteren Verlauf zu einer Gefahr.

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