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Nackenschmerzen und Kopfschmerzen: Symptome des HWS-Syndrom

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Schmerzhafter Teufelskreis  

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen: So hängen sie zusammen

12.01.2018, 12:45 Uhr | fsch, dpa

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen: Symptome des HWS-Syndrom. Nackenschmerzen und Kopfschmerzen treten oft gemeinsam auf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/sankalpmaya)

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen treten oft gemeinsam auf. (Quelle: sankalpmaya/Thinkstock by Getty-Images)

Kopfschmerzen haben vielfältige Ursachen. Oft stecken Nackenschmerzen dahinter, die in den Kopf ausstrahlen. Umgekehrt kann Migräne aber auch Nackenschmerzen auslösen. Wir erklären den Zusammenhang.

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen treten häufig zusammen auf. Der Grund für die Verbindung ist der große Hinterhauptnerv. Dieser verläuft am Hinterkopf hinab bis in den Nacken. Im Gehirn treffen die Ausläufer dieses Hinterkopfnervs mit denen des Trigeminusnervs – ein Hirnnerv, der das Gesicht versorgt – zusammen. Wo der Ursprung der Schmerzen liegt, ist jedoch unterschiedlich: Kopfschmerzen können ein Symptom von Nackenschmerzen sein und umgekehrt. Daraus kann ein regelrechter Teufelskreis entstehen. 

Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?

Ist von Kopfschmerzen die Rede, handelt es sich in den meisten Fällen um Spannungskopfschmerzen. Rund 90 Prozent aller Menschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben darunter. Ursachen sind vor allem Verspannungen oder psychischer Stress.

Daneben ist Migräne die zweithäufigste Form von Kopfschmerzen. Auslöser sind in erster Linie Stress, Schlafmangel, Reizüberflutung oder Wetterwechsel. Die einseitig auftretenden pochenden Schmerzen werden meist von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit aber auch von Nackenschmerzen begleitet.

Seltener treten Cluster-Kopfschmerzen auf. Dabei handelt es sich um einseitige Kopfschmerzen, die plötzlich und attackenförmig auftreten. Der Schmerz zieht sich hauptsächlich vom Schläfenbereich hin zum Auge und geht mit Begleitsymptomen, wie Tränenfluss und Augenrötung, einher.

HWS-Syndrom: Nackenschmerzen als Ursache für Kopfschmerzen 

Kommt es im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) zu Beschwerden, wie Nackenschmerzen, Schulterschmerzen oder Kopfschmerzen, spricht man auch vom HWS-Syndrom oder Zervikalsyndrom. Der Begriff bezieht sich auf alle Schmerzen im Bereich von Schulter und Nacken, die meist bis in Kopf, Arme und Beine ausstrahlen. 

Eine der Hauptursachen für das Halswirbelsäulen-Syndrom sind Muskelverspannungen in Folge von dauerhaften Fehlhaltungen. Anfällig für Kopfschmerzen, deren Auslöser ein verspannter Nacken ist, sind typischerweise Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen und am Computer arbeiten. Oft schleicht sich dabei unbemerkt eine starre Haltung ein, die leicht zu Verspannungen führt.

"Die Nackenmuskulatur und die Nervenstränge, die das Hinterhaupt versorgen, liegen eng beieinander. Verkrampfen die Muskeln, drücken sie auf die Nerven und der Schmerz im Kopf entsteht", erklärt Professor Bernd Kladny, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie der m&i-Fachklinik Herzogenaurach und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Häufig handelt es sich dabei um die verbreiteten Spannungskopfschmerzen, die sich meist zu beiden Seiten der Schläfen ausbreiten.

Behandlung: Was hilft bei Spannungskopfschmerzen?

Da regelmäßig auftretende Spannungskopfschmerzen eine Reihe von Ursachen haben können, gibt es keine allgemein wirksame Therapie gegen sie. Mittlerweile ist es für viele eine Selbstverständlichkeit, bei Kopfschmerzen zu Schmerzmitteln zu greifen. Sie sollten diese allerdings nur kurze Zeit und möglichst nach Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen. 

Stattdessen sollte die Therapie bei Kopfschmerzen, deren Ursache ein verspannter Nacken ist, beim Auslöser ansetzen: Hierzu können neben regelmäßiger Bewegung als Ausgleich zur Arbeit am Computer auch Physiotherapie und Entspannungsübungen zählen. 

Der Alltag vieler Menschen ist allerdings oft so eng getaktet, dass weder Zeit noch Motivation für ausgleichende Bewegung bleibt. Ein chronisch verspannter Nacken ist folglich nicht selten Ursache chronischer Kopfschmerzen, die wiederum Nackenverspannungen hervorrufen können. Diesen Teufelskreis gilt es, zu durchbrechen. In manchen Fällen muss daher der komplette Lebensstil überdacht werden: Das bewusste Einplanen von Freiräumen im Alltag kann Stress mindern und in der Folge auch Verspannungen lösen.

Darüber hinaus lassen sich einfache Übungen zur Dehnung, Lockerung und Kräftigung der Nackenmuskulatur in den Alltag integrieren und so Verspannungen vorbeugen. Zusätzlich können Massagen und Wärmebehandlungen schmerzlindernd wirken. 

Macht sich Ihr verspannter Nacken regelmäßig morgens bemerkbar, entspricht vielleicht auch die Matratze nicht Ihren Bedürfnissen oder Ihr Kopfkissen hat nicht die richtige Stärke. In diesem Fall sollten Sie über den Kauf ergonomischer Kissen und einer passgenauen Matratze nachdenken. 

Mehr zum Thema: Hausmittel bei Nackenschmerzen

Migräne als Ursache für Nackenschmerzen

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 12 bis 14 Prozent der Frauen und sechs bis acht Prozent der Männer unter Migräne. Die chronische Erkrankung kann behandelt werden, aber sie ist nicht heilbar.

Der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) weißt darauf hin, dass man bei Nackenschmerzen auch Migräne als Ursache in Betracht ziehen sollte. Der Grund: Der Hinterhauptnerv und der Trigeminusnerv, der für die Wahrnehmung von Schmerzen im Kopf zuständig ist, treffen im Gehirn aufeinander. Ein Migräneanfall führt zur vermehrten Aktivität des Trigeminusnervs, der die Schmerzen in den Hinterkopf und Nacken weiterleitet. 

Neben Übelkeit, Schwindel, Licht- und Geräuschempfindlichkeit zählen somit auch Nackenschmerzen zu Begleitsymptomen bei Migräne. Wer häufig solche Symptome hat und diese keiner anderen Ursache zuschreiben kann, sollte zum Arzt gehen. 

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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