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Wechseljahre bei Männern: Symptome und Anzeichen erkennen

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Andropause  

Auch Männer kommen in die Wechseljahre

27.12.2016, 15:08 Uhr | akl

Wechseljahre bei Männern: Symptome und Anzeichen erkennen. Männer in der Andropause sind oft erschöpft und müde. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer in der Andropause sind oft erschöpft und müde. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur Frauen kommen in die Wechseljahre und haben mit Symptomen wie Schwitzen, Erschöpfung und nachlassender Lust zu kämpfen. Auch Männer spüren die Hormonumstellung des Körpers. Urologen sprechen dann von der Andropause. Wir haben einen Experten gefragt, woran Männer erkennen, dass sie in den Wechseljahren sind.

In welchem Alter kommen Männer in die Wechseljahre?

Die Andropause ist das Gegenstück zur Menopause; der Volksmund kennt sie als Wechseljahre bei Männern oder auch "Midlife-Crisis. Im Gegensatz zu der weiblichen Hormonumstellung ist es ein schleichender Prozess.

Man kann keine Voraussagen machen, wann der Mann in die Wechseljahre kommt. Das ist verschieden: "Jeder Mann hat einen individuellen Testosteron-Basisspiegel. Wann der Mann eine Veränderung spürt, ist davon abhängig, wie schnell der Spiegel absinkt. Ebenso spielen Faktoren wie Sportlichkeit und Beruf eine Rolle. Ein Bauarbeiter merkt schneller, dass er weniger belastbar wird als jemand, der eine Bürotätigkeit ausführt. Meist werden die Beschwerden zwischen dem 50. und dem 60. Lebensjahr bemerkt", so der Urologe.

Anzeichen für die Wechseljahre beim Mann

"Ab dem 35. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel jährlich um ein Prozent. So hat ein 60-jähriger Mann bereits 25 Prozent weniger des Sexualhormons im Körper", sagt Herr Dr. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. Und das macht sich bemerkbar.

"Der Mann wird schlapper und lustloser, die seelische Kraft lässt nach", sagt der Urologe. Von dem gängigen Begriff "Andropause" distanziert er sich: "Von Pause kann man nicht sprechen, da das Testosteron im Körper abnimmt und auch nicht wieder ansteigt. Besser ist der Begriff des 'alternden Mannes'."

Symptome und Beschwerden der Wechseljahre

Dadurch, dass die Menge der Geschlechtshormone im Körper abnimmt, kann es zu unterschiedlichen körperlichen Symptomen kommen:

Übergewicht, harte Arbeit, Stress, Alkoholkrankheit, Rauchen und Medikamente wie beispielsweise Psychopharmaka können die Symptome verstärken.

Wie äußern sich Hitzewallungen beim Mann?

Bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen tritt plötzlich und ohne erkennbaren Grund ein Hitzegefühl auf. Die Hitzewellen treten meist in der Körpermitte auf, breiten sich von dort über den ganzen Körper aus und erzeugen Schweißausbrüche. Wie oft sie auftreten, ist von Mann zu Mann verschieden.

Wie lange dauern die Wechseljahre beim Mann?

Die Dauer der Wechseljahre ist von Mann zu Mann unterschiedlich. Im Durchschnitt liegt sie, ähnlich wie bei den Frauen, bei 7,4 Jahren.

Bluttest deckt sinkenden Hormonspiegel auf

Fühlt sich der Mann antriebslos, müde und hat nur noch wenig sexuelles Verlangen, sollte er einen Urologen aufsuchen. Dieser könne, so Bühmann, anhand des Testosteronwertes erkennen, ob die Befindlichkeit mit den Wechseljahren in Verbindung stehe oder ob Mann nur eine stressige Phase durchlebe.

Gibt es Medikamente gegen die Wechseljahre?

Ist der Testosteronmangel schuld, kann eine Hormonersatztherapie helfen. "Testosteronpräparate werden aber nur dann verschrieben, wenn sicher gestellt ist, dass der Mann nicht an Prostatakrebs erkrankt ist, da sie den Krebs zusätzlich anfeuern", so der Experte.

Es gibt auch einige Naturheilmittel, die unterstützend eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Johanniskraut- und Baldrianpräparate, die die Befindlichkeit verbessern können. Bühmann betont: "Es muss aber klar sein, dass Naturheilmittel weder den Testosteronspiegel anheben noch gegen Erektionsstörungen helfen können. Das ist ein Irrglaube. Präparate, wie sie in verschiedenen Zeitschriften angeboten werden, helfen definitiv nicht."

Helfen Potenzmittel?

Potenzsteigernde Mittel, also solche, die das Glied steif machen, sind meist rezeptpflichtig. Das ist wichtig, da der Arzt untersuchen muss, ob der Patient das Medikament überhaupt einnehmen darf. Ein Beratungsgespräch beim Urologen ist also sinnvoll.

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