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Wechseljahre machen auch vor Männern nicht halt

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Andropause  

Auch Männer kommen in die Wechseljahre

11.12.2016, 15:36 Uhr | akl

Wechseljahre machen auch vor Männern nicht halt. Männer in der Andropause sind oft erschöpft und müde. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer in der Andropause sind oft erschöpft und müde. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur Frauen kommen in die Wechseljahre und haben mit Symptomen wie Schwitzen, Erschöpfung und nachlassender Lust zu kämpfen. Auch Männer zwischen 50 und 60 Jahren spüren die Hormonumstellung des Körpers. Urologen sprechen dann von der Andropause. Wir haben einen Experten gefragt, woran Männer erkennen, dass sie in den Wechseljahren sind.

Jeder Mann kommt in die Wechseljahre, auch wenn viele es nicht zugeben möchten. Im Gegensatz zu der weiblichen Hormonumstellung ist es ein schleichender Prozess.

Hormonveränderungen beim Mann lösen Wechseljahre aus

"Ab dem 35. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel jährlich um ein Prozent. So hat ein 60-jähriger Mann bereits 25 Prozent weniger des Sexualhormons im Körper", sagt Herr Dr. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. Und das macht sich bemerkbar:

Wie Frau ihre Hormone beeinflussen kann. (Screenshot: t-online.de)
Wie Frau ihre Hormone beeinflussen kann

Gute Ernährung und viel Bewegung sind in den Wechseljahren besonders wichtig.

So können Frauen ihre Hormone beeinflussen


"Der Mann wird schlapper und lustloser, die seelische Kraft lässt nach", sagt der Urologe. Von dem gängigen Begriff "Andropause", unter dem die männlichen Wechseljahre auch bekannt sind, distanziert er sich: "Von Pause kann man nicht sprechen, da das Testosteron im Körper abnimmt und auch nicht wieder ansteigt. Besser ist der Begriff des "alternden Mannes"."

Körperliche Anzeichen für Testosteronmangel

Dadurch, dass die Menge der Geschlechtshormone im Körper abnimmt, kann es zu unterschiedlichen körperlichen Symptomen kommen. "Das sexuelle Verlangen lässt nach, durch die verringerte Durchblutung des Penis kann es zu Erektionsstörungen kommen. Erschöpfung, Müdigkeit, Nervosität, Ängste, aber auch Rückenschmerzen, Schwitzen, Kopfschmerzen und Haarausfall sind typische Anzeichen. Zudem können Depressionen, Herzbeschwerden und Osteoporose auftreten", sagt Bühmann.

Bin ich in den Wechseljahren?

Man kann keine Voraussagen machen, wann der Mann in die Wechseljahre kommt. Das ist verschieden: "Jeder Mann hat einen individuellen Testosteron-Basisspiegel. Wann der Mann eine Veränderung spürt, ist davon abhängig, wie schnell der Spiegel absinkt. Ebenso spielen Faktoren wie Sportlichkeit und Beruf eine Rolle. Ein Bauarbeiter merkt schneller, dass er weniger belastbar wird als jemand, der eine Bürotätigkeit ausführt. Meist werden die Beschwerden zwischen dem 50. und dem 60. Lebensjahr bemerkt", so der Urologe.

Bluttest deckt sinkenden Hormonspiegel auf

Fühlt sich der Mann antriebslos, müde und hat nur noch wenig sexuelles Verlangen, sollte er einen Urologen aufsuchen. Dieser könne, so Bühmann, anhand des Testosteronwertes erkennen, ob die Befindlichkeit mit den Wechseljahren in Verbindung stehe oder ob Mann nur eine stressige Phase durchlebe.

Ist der Testosteronmangel schuld, kann eine Hormonersatztherapie helfen. "Testosteronpräparate werden aber nur dann verschrieben, wenn sicher gestellt ist, dass der Mann nicht an Prostatakrebs erkrankt ist, da sie den Krebs zusätzlich anfeuern", so der Experte.

Was die Beschwerden fördert und was hilft

Übergewicht, harte Arbeit, Stress, Alkoholkrankheit, Rauchen und Medikamente wie beispielsweise Psychopharmaka können die Symptome verstärken. Aber es gibt einige Naturheilmittel, die unterstützend eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Johanniskraut- und Baldrianpräparate, die die Befindlichkeit verbessern können. Bühmann betont: "Es muss aber klar sein, dass Naturheilmittel weder den Testosteronspiegel anheben noch gegen Erektionsstörungen helfen können.

Das ist ein Irrglaube. Präparate, wie sie in verschiedenen Zeitschriften angeboten werden, helfen definitiv nicht." Potenzsteigernde Mittel, also solche, die das Glied steif machen, sind rezeptpflichtig. Das ist wichtig, da der Arzt untersuchen muss, ob der Patient das Medikament überhaupt einnehmen darf. Ein Beratungsgespräch beim Urologen ist also sinnvoll.

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