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Grauer Star: nicht zu lange mit der OP zögern

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Tückische Linsentrübung  

Bei Grauem Star nicht zu lange mit der OP zögern

11.09.2015, 11:07 Uhr | tze

Grauer Star: nicht zu lange mit der OP zögern. Grauer Star lässt sich leicht durch die Trübung der Linse und verschleiertes Sehen erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grauer Star lässt sich leicht durch die Trübung der Linse und verschleiertes Sehen erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Obwohl der Himmel bedeckt ist, möchte Opa seine Sonnenbrille nicht ablegen. Wenn ältere Menschen zunehmend lichtempfindlich reagieren, ist dies ein typisches Indiz für Grauen Star - eine Augenkrankheit, die früher oder später fast jeden trifft. Wie sich die Linsentrübung bemerkbar macht und wann eine Operation ratsam ist.

Fast jeder über 65 bekommt Grauen Star

Bei mehr als 90 Prozent der Menschen über 65 trübt sich die Linse eines oder beider Augen allmählich ein - es entwickelt sich der altersbedingte Graue Star, auch Katarakt genannt. Im Frühstadium ist die Sehkraft kaum beeinträchtigt, später haben Betroffene das Gefühl, durch eine trübe Scheibe oder einen Schleier zu sehen. Laut Georg Eckert, dem Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte, ist die Krankheit jedoch gut zu behandeln, indem operativ eine Kunstlinse eingesetzt wird. Die Sehkraft wird damit wieder vollständig hergestellt.

Grauer Star in jungen Jahren? Ein Fall für den Internisten

Dass schon bei jüngeren Menschen Grauer Star auftritt, kommt äußerst selten vor. "In diesem Fall sollte man sich vom Internisten untersuchen lassen, um zu klären, ob eine andere Erkrankung vorliegt. Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes, aber auch die Einnahme von Kortison können Grauen Star begünstigen", erklärt der Augenarzt.

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Erste Anzeichen für die Augenerkrankung

Schon bevor die Linsen sichtbar trübe werden, gibt es mehrere Anzeichen, dass sich Grauer Star entwickelt. Neben Lichtempfindlichkeit sind dies zunehmend verschwommenes Sehen wie durch einen Nebelschleier sowie Verschlechterung der Sehschärfe und des räumlichen Sehens. Zudem brauchen die Augen immer länger, um sich an den Wechsel von Hell und Dunkel anzupassen. Wenn die Trübung fortschreitet, kann man mit dem betroffenen Auge nur noch schemenhaft sehen.

Die Operation nicht zu lange hinauszögern

Anfänglich lässt sich die unregelmäßige Lichtbrechung der Linse noch bis zu einem gewissen Grad mit einer Brille ausgleichen, doch früher oder später ist eine Operation unumgänglich - spätestens, wenn das schlechte Sehen die Lebensqualität deutlich einschränkt. Besser ist es, mit der OP nicht lange zu warten, da die Linse zunehmend verhärtet und sich schlechter entfernen lässt. Bei der Staroperation wird die getrübte Linse aus dem Auge entfernt und eine Kunststofflinse eingesetzt. Damit kann der Patient wieder wieder normal sehen, wenn keine weiteren Erkrankungen wie Grüner Star oder eine Makuladegeneration vorliegen.

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Doch eine Fähigkeit der natürlichen Linse fehlt der künstlichen: die Akkomodation, also auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen. Um dies auszugleichen, müssen die Operierten möglicherweise für die Ferne oder für die Nähe eine Brille tragen.

600.000 Deutsche pro Jahr bekommen neue Linsen

Die Katarakt-Operation gehört zu den häufigsten medizinischen Eingriffen und wird meistens ambulant durchgeführt. In Deutschland werden etwa 600.000 Menschen pro Jahr künstliche Linsen eingesetzt. Komplikationen seien äußerst selten, versichert Eckert. Die künstlichen Linsen hielten lebenslang, Abstoßungsreaktionen des Körpers seien nicht zu befürchten. "Manchmal bildet sich ein so genannter Nachstar", erklärt der Experte. "Das ist, als würde man durch ein beschlagenes Fenster schauen. Aber das kann man per Laser problemlos 'wegputzen'".

Wie Fehlsichtige von der OP profitieren

Die Operation ermöglicht den Betroffenen wieder ungetrübtes Sehen und kann für stark kurz- oder weitsichtige Menschen sogar einen angenehmen Nebeneffekt haben: "Wenn jemand vorher stark kurzsichtig war, kann man die Kunstlinse so anpassen, dass er nach der Operation nicht mehr ständig eine Brille tragen muss, wenn alles optimal verläuft. Dann ist allenfalls eine leichte Lesebrille nötig, wie bei normaler Altersweitsichtigkeit", sagt Eckert. Auch das Autofahren sei mit Kunstlinsen kein Problem, sofern keine weiteren Augenschädigungen vorlägen.

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