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Fett und Alkohol: Was die Leber aushält

19.12.2011, 09:43 Uhr | bri, mm

Fett und Alkohol: Was die Leber aushält. Die Leber leistet beim Festessen Überstunden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Leber leistet beim Festessen Überstunden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Weihnachtsmenü verdauen, den Rot- und Glühwein abbauen und den Körper entgiften - das sind die Aufgaben der Leber zu Weihnachten. Das Organ muss jetzt Schwerstarbeit leisten. Wer es mit Fett und Alkohol übertreibt, tut seiner Leber keinen Gefallen. Wir sagen Ihnen, was das Organ verträgt und wann Sie lieber schonend mit ihm umgehen sollten.

An den Festtagen sprudelt der Gallensaft

Die Leber baut im Körper Gifte wie etwa Alkohol ab und bildet Gallensäuren für die Fettverdauung. Kein Wunder, dass sie an den Festtagen mehr zu tun hat als sonst, wenn Menschen sich eine fettige Gänsekeule einverleiben und dazu noch ein Gläschen Wein trinken. Zu viel Alkohol und deftiges Essen schaden der Leber: Der Alkohol behindert die Leber beim Fettabbau und das Fett reichert sich in der Leber an.

Die Leber ist unser schwerstes und größtes inneres Organ. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)Die Leber ist unser schwerstes und größtes inneres Organ.Wie viel Alkohol der Leber schadet

Bereits 40 Gramm Alkohol pro Tag können beim Mann langfristig zu schwerwiegenden Leberschäden führen, das entspricht täglich einem Liter Bier oder einem halben Liter Wein. Frauen dürfen nur halb so viel trinken, bei ihnen können bereits 20 Gramm Alkohol täglich die Leber schädigen. Von einer einmaligen Alkoholsünde kann sich eine gesunde Leber jedoch erholen. Wer zu Weihnachten nicht auf Wein verzichten möchte, bleibt danach am besten einige Tage abstinent.

Fettleber droht

Beim Essen ist es jedoch schwierig, eine Faustregel aufzustellen. Frauen und Männer sollten generell gleich vorsichtig sein und auf eine ausgewogene Ernährung achten. "Eine gesunde Leber hält zwar den Weihnachtsschmaus aus, doch problematisch wird es, wenn deftiges Essen zur Gewohnheit wird und jedes Jahr zu Weihnachten ein paar Pfunde dazu kommen", warnt der Internist Dr. Ingmar Mederacke von der Medizinischen Hochschule Hannover. Denn bei Übergewicht droht eine Fettleber. Die Verfettung ist die häufigste Lebererkrankung. Das Tückische dabei: Die Fettleber verursacht kaum spürbare Beschwerden. Doch im Laufe der Zeit können sich weitere Leberschäden entwickeln wie zum Beispiel eine Leberentzündung oder eine Leberzirrhose. Dazu kommt das erhöhte Diabetes-Risiko.

Besser Kräutertee als Kräuterschnaps

Wer das fettige Essen mit einem Kräuterschnaps herunter spült, belastet seine Leber doppelt. Denn dem Organ hilft der Verdauungsschnaps nicht. Besser ist es, Kräutertee zu trinken. Zum Beispiel entlastet Pfefferminztee den Köper, wenn man etwas zu viel geschlemmt hat. Auch Kaffee kann nach einem festlichen Essen die Verdauung in Gang bringen, sodass der Leber ein Stück Arbeit abgenommen wird.

Millionen Menschen sind ahnungslos leberkrank

Viele Menschen wissen mangels eindeutiger Symptome nichts von ihren Leberproblemen. "Hochrechnungen haben ergeben, dass in Deutschland 20 Millionen Menschen erhöhte Leberwerte haben", sagt Mederacke. Er rät deshalb, an den Feiertagen nicht allzu hemmungslos zu schlemmen. Danach gilt es, den Schongang einzulegen, also wieder etwas mehr bewegen, weniger fettig essen. "Das Wichtigste ist, das Normalgewicht zu halten", rät Mederacke.

Zustand der Leber individuell

Die Gesundheit der Leber wird durch viele individuelle Faktoren wie den Zustand der Gefäße oder eine genetisch bedingte Fettstoffwechselstörung bedingt. "Ob das Weihnachtsessen und der Alkohol die Leber stark belastet, hängt von der Vorschädigung ab - daher reagiert jeder Mensch anders", weiß Internist Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden. Wer sich nach dem weihnachtlichen Überangebot, aufgrund von Übergewicht oder starkem Alkoholkonsum um seine Leber sorgt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. "Nur ein Internist kann durch eine Leberuntersuchung und Ultraschall ihren Zustand erkennen und wirkliche Klarheit bringen", so Wesiack.

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