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Frühjahrsmüdigkeit - Nachweisbares Phänomen oder Märchen?

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Nach dem Winter  

Frühjahrsmüdigkeit: Nachweisbares Phänomen oder Märchen?

13.03.2015, 15:08 Uhr | fo (CF)

Frühjahrsmüdigkeit - Nachweisbares Phänomen oder Märchen?. Schlafmangel und Antriebslosigkeit sind typische Symptome der Frühjahrsmüdigkeit. (Quelle: imago/Westend61)

Schlafmangel und Antriebslosigkeit sind typische Symptome der Frühjahrsmüdigkeit. (Quelle: Westend61/imago)

Während die Natur im Frühling aufblüht, beklagen sich viele Menschen über die Frühjahrsmüdigkeit. Doch ist diese Ermattung in der Frühlingszeit ein nachweisbares Phänomen, und gibt es stichhaltige klimatologische und medizinische Erklärungen oder basiert alles nur auf subjektiven Empfindungen?

Frühjahrsmüdigkeit – es gibt Sie wirklich

Wie die „Rheinische Post“ unter Berufung auf die Deutsche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention berichtet, leidet in Deutschland jeder zweite Mensch während des Übergangs vom Winter zum Frühling unter einer Antriebslosigkeit und einem verminderten Leistungsvermögen. So fühlen sich laut „Onmeda.de“ etwa 54 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen zwischen März und Mai von der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit betroffen.

Symptome der Frühjahrsmüdigkeit

Zu den weiteren Symptomen zählen Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und Kreislaufschwächen. Der Grund für diese Symptomatik liegt in der Umstellung auf die kommende Sommerzeit und kann beileibe nicht als Märchen abgetan werden: „Unser Körper erwacht sozusagen aus einem Miniwinterschlaf“, erläutert Prof. Dr. Angela Schuh, medizinische Klimatologin von der Ludwig-Maximilians-Universität München, gegenüber der „Rheinischen Post“. Der Körper müsse sich schließlich erst an den neuen Rhythmus gewöhnen. Die typische Frühjahrsmüdigkeit dauert zwischen ein paar Tagen und maximal einem Monat an.

Ursache: Hormone spielen verrückt

Ferner spiele der Hormonhaushalt eine gewichtige Rolle, erklärt der „Focus“. Im Winter werde der Vorrat des Glückshormons Serotonin fast vollständig verbraucht – insbesondere, wenn der Winter extrem dunkel und lang ausfällt. Ein weiterer, jedoch banaler Grund sei die Tatsache, dass die Menschen wegen der vermehrten Lichtstunden im Frühling schlicht später ins Bett gehen und früher aufwachen und dementsprechend an Schlafmangel leiden, so der „Focus“ weiter. Zudem muss sich der Körper erst wieder an die wärmeren Temperaturen gewöhnen: Bei Wärme weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt, wodurch Müdigkeit entsteht.

Tipps gegen die Frühlingsmüdigkeit

Der Schlafmediziner Wilfried Böhning vom Medizinischen Zentrum für Gesundheit in Bad Lippspringe rät dazu, dass Sie – sofern Sie von der Frühlingsmüdigkeit betroffen sind – sowohl gezielt früher schlafen als auch früher aufstehen sollten. Weiterhin bietet es sich an, den Tag mit Wechsel- und Kaltduschen zu starten, um den Körper in Schwung zu bringen. Was das Essen anbelangt, empfiehlt Böhning vor allem vitaminreiche Mahlzeiten und Säfte. Die wichtigsten Maßnahmen gegen die Frühjahrsmüdigkeit seien allerdings viel Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung.

Wichtig: Wenn die Symptome allerdings über mehrere Monate andauern oder Ihre Leistungsfähigkeit langfristig nachlässt, sollten Sie sich unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen. Es könnten dann andere Krankheitsbilder Hintergrund der Symptome sein.

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