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Schlafstörung durch Schichtarbeit: Was sie tun können

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Schlafstörungen  

Nachtarbeit erhöht das Krebsrisiko – Was Sie tun können

06.07.2017, 12:53 Uhr | ps (CF)

Schlafstörung durch Schichtarbeit: Was sie tun können. Wer nachts arbeitet, muss tagsüber schlafen und bringt den Biorhythmus durcheinander. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer nachts arbeitet, muss tagsüber schlafen und bringt den Biorhythmus durcheinander. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Unsere innere Uhr sagt uns, wann es Zeit ist zum Schlafen. Durch Schichtarbeit kann der natürliche Rhythmus allerdings empfindlich gestört werden. Dadurch steigt das Risiko für Arbeitsunfälle, und es drohen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und neueste Studien zeigen - Nachtarbeit erhöht sogar das Krebsrisiko.

Wissenschaftler des Fred Hutchinson Krebsforschungszentrums in Seattle haben herausgefunden, dass bei Nachtarbeitern die Reparaturprozesse im Körper gestört sind. Die Forscher haben dazu spezielle Biomarker im Urin von mehr als 220 Klinikmitarbeitern nachgewiesen. Dabei zeigte sich, dass bei den Nachtarbeitern nötige Reparaturen der DNA ausgeblieben waren, die normalerweise während des Nachtschlafs stattfinden. Dadurch kann es zu Mutationen kommen, die wiederum Krebs auslösen können.

Der Spiegel des Schlafhormons Melatonin ist bei Nachtarbeitern niedriger

Die Wissenschaftler konnten auch Erkenntnisse früherer Studien bestäigen: So hatten Nachtarbeiter geringere Spiegel des Schlafhormons Melatonin im Blut. Dieses Hormon wird in einem bestimmten Rhythmus gebildet: Es wird am Abend ausgeschüttet und erreicht nachts zwischen 1 und 2 Uhr seinen Höhepunkt und sinkt bis zum Morgen wieder ab. Das Schlafhormon ist aber offenbar wichtig für die Reparaturprozesse. Ein niedrigerer Melatoninspiegel ist in sofern ungünstig, weil damit die Regeneration der Körperzellen nicht so gut funktioniert.

Der natürliche Schlaf- und Wach-Rhythmus

Auf die Signale des eigenen Körpers zu hören, ist in vielen Fällen eine gute Idee. Unser Körper teilt uns mit, wann er Flüssigkeit oder feste Nahrung braucht. Ebenso deutlich signalisiert er uns, wenn es Zeit zum Schlafen ist. Der Biorhythmus ist auf einen steten Wechsel zwischen Wach- und Schlafphasen ausgerichtet. Wer kann, der sollte sich diesem natürlichen Rhythmus anpassen. Dann ist der Schlaf besonders erholsam. Wer in Schichtarbeit tätig ist, hat allerdings oftmals keine Möglichkeit, nachts zu schlafen. Das stellt eine große Belastung für den Körper dar.

Trotz Schichtarbeit: Schlafbedürfnis zwischen zwei und fünf Uhr morgens

Schichtarbeiter kennen das Problem: Wenn eine Nachtschicht ansteht, ist irgendwann der tote Punkt erreicht, an dem scheinbar nichts mehr geht. Das hängt mit dem natürlichen Rhythmus zusammen. Die Zeit etwa zwischen zwei und fünf Uhr morgens ist die Phase, in der der Körper das stärkste Bedürfnis hat, sich zu erholen. Wer nun wegen der Schichtarbeit wach bleiben muss, hat größte Schwierigkeiten, die Augen offen zu halten. Die Folge: Die Gefahr von Arbeitsunfällen steigt in den Stunden zwischen zwei und fünf Uhr rasant an. Außerdem steigt die Fehlerquote. Daneben drohen aber auch langfristige Schäden für die Gesundheit. Neben dem erhöhten Krebsrisiko wird insbesondere das Herz-Kreislauf-System durch häufig wechselnden Schichten stark belastet.

Für guten Schlaf: Auf die Nachtschicht vorbereiten

Um die negativen Folgen der Schichtarbeit abzumildern, können Betroffene ihren Körper langsam an eine bevorstehende Nachtschicht gewöhnen – zum Beispiel, indem sie in den Tagen zuvor ihre Schlafzeiten stundenweise verlegen. Zudem sollte die Schlafzeit am Tag optimal genutzt werden. Rollläden zur Verdunklung und Ohrstöpsel gegen störende Geräusche können eine gute Hilfe sein.

Mit gesunder Lebensführung gegensteuern

Schicht- und Nachtarbeiter können die gesundheitlichen Nachteile zumindest zum Teil ausgleichen: Sie sollten versuchen, ihre Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen und sich vollwertig und abwechslungsreich zu ernähren. Außerdem ist es für sie besonders wichtig, auf ausreichend Bewegung zu achten und den Körper nicht zusätzlich mit negativem Stress zu belasten. 

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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