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Studie: Weichmacher führen zu Fettleibigkeit und Diabetes

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Weichmacher  

Studie: Weichmacher führen zu Fettleibigkeit

20.03.2012, 17:57 Uhr | AFP, AFP

Studie: Weichmacher führen zu Fettleibigkeit und Diabetes. Auch in der Beschichtung von Konservendosen stecken Weichmacher. (Quelle: imago)

Auch in der Beschichtung von Konservendosen stecken Weichmacher. (Quelle: imago)

Weichmacher und Flammschutzmittel können beim Menschen laut einer Studie zu Fettleibigkeit und Diabetes führen. Dies gehe aus einer Untersuchung der britischen Umweltorganisation ChemTrust zur Belastung des Menschen durch synthetisch hergestellte Chemikalien hervor, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit. Weichmacher und Flammschutzmittel sind etwa in Plastikspielzeug, Elektrogeräten, PVC-Böden und in der Beschichtung von Konservendosen enthalten. Der Mensch kann diese Chemikalien über die Luft, Haut oder Nahrung aufnehmen.


Übergewicht durch hormonelle Schadstoffe

Die von ChemTrust vorgelegte Literaturstudie, die fast 240 Untersuchungen zusammenfasse, zeige deutlich, dass zu den Ursachen von Übergewicht und Diabetes auch hormonelle Schadstoffe gehören, erklärte Sarah Häuser, Chemie-Expertin beim BUND. Bei Versuchstieren habe die Belastung mit Chemikalien wie Bisphenol A im Mutterleib zu einer späteren Gewichtszunahme und einer erhöhten Insulinresistenz geführt.


Weichmacher schaden besonders Kindern und Schwangeren

Damit bestehe die Gefahr, dass bei Menschen Diabetes ausgelöst werde, warnte Häuser. Die Bundesregierung müsse deshalb dafür sorgen, dass die Chemikalien-Belastung vor allem von empfindlichen Menschen wie Kindern und schwangeren Frauen verringert werde. "Weichmacher und Bisphenol A müssen durch sichere Alternativen ersetzt werden", forderte Häuser.


Gefahr bislang unterschätzt

Gilbert Schönfelder, Toxikologe an der Charité Berlin, erklärte, die Diabetes- und Fettleibigkeitsraten hätten weltweit epidemische Ausmaße angenommen. Als Ursachen würden bisher in erster Linie falsche Ernährung und Bewegungsmangel angenommen. "Neue Studien zeigen aber, dass die Belastung mit hormonellen Schadstoffen einen wichtigen und bisher unterschätzten Anteil daran haben könnte", erklärte Schönfelder. Deshalb müssten die Vorsorgemaßnahmen ausgebaut werden. Hormonell wirksame Chemikalien dürften vor allem nicht in die Körper von Kindern gelangen, aber auch nicht in die von Erwachsenen.


Auch Fortpflanzung und Gehirnentwicklung werden beeinflusst

Bislang wurde das hormonell wirkende Bisphenol A vor allem für Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Sexualentwicklung sowie Prostata- und Brustkrebs verantwortlich gemacht. Die umstrittene Chemikalie wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und beeinflusst Fortpflanzung und Gehirnentwicklung.

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