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Lichttherapie gegen Heuschnupfen: So funktioniert's

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Umstrittene Technik  

Lichttherapie gegen Heuschnupfen: So funktioniert's

12.04.2012, 18:23 Uhr | tm (CF)

Eine Lichttherapie gilt als sehr effektive Methode zur Behandlung von Heuschnupfen. UV-Strahlen wirken dabei direkt auf die Nasenschleimhaut ein. Über mögliche Risiken wie Hautschäden streiten sich die Experten noch. Verlässliche Langzeitstudien liegen nicht vor, weil das Verfahren recht jung ist.

So funktioniert die Lichttherapie

Herzstück der Lichttherapie ist eine spezielle Lampe, die der behandelnde Arzt etwa einen Zentimeter tief in die Nase des Patienten einführt. Die Lampe gibt eine Mischung aus UV-A- und UV-B-Strahlen sowie sichtbarem Licht ab. Dieser Lichtmix trifft auf die Nasenschleimhaut.

Eine Bestrahlung sollte pro Nasenloch etwa zwei bis drei Minuten dauern, insgesamt sechs Anwendungen pro Heuschnupfen-Saison sind erforderlich. Für die Kosten, die je Anwendung um die 40 Euro liegen, kommt die Krankenkasse nicht auf.

Doppelte Wirkungsstrategie

Die Lichttherapie verdankt ihre Wirksamkeit verschiedenen Faktoren. Zum einen tötet das UV-Licht die Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören. Sie stellen einen Teil des Immunsystems dar und sind für die Erkennung von Fremdstoffen zuständig.

Denselben Effekt haben die Strahlen auch auf die Eosinophilzellen, die ebenfalls Teil der Immunabwehr sind. Zum anderen verhindert die Lichttherapie die Freisetzung von Histamin. Dieser Stoff löst die bekannten Symptome des Heuschnupfens wie geschwollene Schleimhäute, Rötungen und Juckreiz aus.

Hautschäden-Gefahr

Dass die Lichttherapie bei Heuschnupfen sehr gut wirkt, ist unter Experten weitgehend unumstritten. Mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen gehen die Meinungen allerdings weit auseinander. Während manche Mediziner lediglich trockene Schleimhäute als unerwünschte Begleiterscheinung nennen, befürchten andere Ärzte schwere Hautschäden.

Dass UV-Strahlung die Haut schädigen kann, ist allgemein bekannt. Der Schleimhaut im Inneren der Nase fehlt jegliche Fähigkeit zur Abwehr der Strahlung, weil normalerweise kein Sonnenlicht dorthin gelangt. Da das Verfahren erst seit 2008 angewendet wird, fehlen bislang verlässliche Angaben über mögliche Langzeitfolgen der Lichttherapie. Viele Mediziner raten daher eher zu konventionellen Therapien gegen Heuschnupfen mit Antihistaminika und Kortison.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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