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Hyposensibilisierung: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Hyposensibilisierung  

Immuntherapie gegen Heuschnupfen: Starten Sie im Herbst

26.09.2016, 13:02 Uhr | tw (CF)

Hyposensibilisierung: Wann ist der richtige Zeitpunkt?. Im Herbst ist der richtige Zeitpunkt, um eine Hyposensibilisierung zu starten. (Quelle: imago/MCPHOTO)

Im Herbst ist der richtige Zeitpunkt, um eine Hyposensibilisierung zu starten. (Quelle: MCPHOTO/imago)

Eine altbewährte Methode gegen Heuschnupfen ist die Immuntherapie oder Hyposensibilisierung. Mit ihr soll sich der Körper an eine allergene Substanz gewöhnen. Damit die Therapie aber auch anschlägt, sollten Sie den richtigen Zeitpunkt wählen.

Weit verbreitet in Deutschland: Heuschnupfen

Heuschnupfen ist ein Volksleiden: Jeder vierte Deutsche ist Pollenallergiker und leidet ab den frühen Sommermonaten an einer verstopften Nase, juckenden und tränenden Augen, chronischem Husten und manchmal sogar an Atemnot. Zu den effektivsten Methoden, diese Symptome zu lindern oder komplett zu unterbinden, zählt die Immuntherapie – auch bekannt als Hyposensibilisierung. Mit dieser Methode soll sich der Körper frühzeitig an die allergenen Substanzen gewöhnen, die den Heuschnupfen auslösen. Es entscheiden sich aber nur wenige Allergiker für diese Therapie, was daran liegen kann, dass sie über einen längeren Zeitraum angesetzt ist.

Zum richtigen Zeitpunkt mit der Immuntherapie beginnen

Bei der Immuntherapie werden dem Patienten in regelmäßigen Abständen geringe Mengen der Substanz zugeführt, die den Heuschnupfen auslöst. Das geschieht in der Regel mehrmals im Jahr mit einer Injektion. Dabei wird die Dosis Schritt für Schritt erhöht, sodass sich der Körper an die Substanz gewöhnt und eine Resistenz dagegen entwickelt. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, anstelle der Injektion auf Tropfen, Sprays oder Tabletten umzusteigen, um das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern. Die Techniker Krankenkasse gibt jedoch zu bedenken, dass noch nicht ausreichend bekannt ist, wie gut diese alternative Behandlung wirkt.

Der ideale Zeitpunkt für die Immuntherapie ist der Herbst. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt, ob Sie für diese Behandlung geeignet sind, und klären Sie mit ihm den weiteren Verlauf und mögliche Risiken ab. Denn Kinder, Schwangere, Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen schweren Krankheiten sind von der Immuntherapie ausgenommen. Diese müssen die Symptome von Heuschnupfen stattdessen mit herkömmlichen Medikamenten angehen, beispielsweise antiallergische Nasensprays, Tabletten oder Augentropfen. 

Neue Immuntherapie: Auch während der Pollenflugsaison

Mittlerweile gibt es jedoch die Möglichkeit, mit der Intrasaisonalen Immuntherapie die Symptome von Heuschnupfen auch zu einem späteren Zeitpunkt zu lindern – und zwar noch während der Pollenflugzeit. "Wie bei der klassischen Hyposensibilisierungsbehandlung werden bei der Intrasaisonalen Immuntherapie ansteigende Dosen des Allergens verabreicht, auf das der Patient allergisch reagiert", erklärt Professor Ludger Klimek, Leiter des Allergiezentrums in Wiesbaden, in einer Pressemitteilung des Zentrums für Rhinologie. Der Unterschied ist der, dass hierbei verträglichere Therapielösungen zum Einsatz kommen, was die Anwendung während der Pollenflugsaison erlaubt. Das Therapieprogramm läuft jedoch gerade erst an, weshalb Sie sich bei Ihrem Arzt über diese neue Behandlung informieren sollten.

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