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Für Alzheimer-Vorbeugung muss es geistige Anstrengung sein

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Alzheimer  

Sudoku lösen allein beugt Alzheimer nicht vor

03.05.2012, 12:05 Uhr | dpa

Für Alzheimer-Vorbeugung muss es geistige Anstrengung sein. Kreuzworträtsel und Sudoku allein beugen Alzheimer nicht vor. (Quelle: imago)

Kreuzworträtsel und Sudoku allein beugen Alzheimer nicht vor. (Quelle: imago)

Das ständige Lösen von Sudokus und Kreuzworträtseln alleine reicht nicht, um Alzheimer vorzubeugen, sagt der Neurowissenschaftler Prof. André Fischer. Um das Gehirn fit zu halten, bedarf es einer immer wieder neuen Herausforderung der grauen Zellen. Sie findet sich im Erlernen einer Fremdsprache oder im Tanz. Dabei kommen körperliche und geistige Leistung zusammen. Mit diesen zehn Tipps beugen Sie Alzheimer vor.

"Es muss eine echte Lernanstrengung sein"

Hirnjogging betreiben, Sprachen oder Musikinstrumente erlernen kann nach Experteneinschätzung das Risiko für eine spätere Alzheimer-Erkrankung verringern. "20 Jahre lang Sudokus oder Kreuzworträtsel lösen hilft allerdings nicht. Es muss eine echte Lernanstrengung sein", sagt der Neurowissenschaftler. Am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Göttingen erforscht er das Zusammenspiel von Umwelt und Genom mit Blick auf den Verlust des Lernvermögens im Alter. Diese Wechselwirkung, die sogenannte Epigenetik, war Thema des diesjährigen Daimler-Benz-Kolloquiums "Gene und Umwelt" in Berlin.


Mit zunehmendem Alter funktioniert das Gehirn schlechter

"Lange Zeit wusste man nicht genau, wie das Gehirn seine Plastizität verliert", sagt Fischer. "Heute glauben wir, dass epigenetische Prozesse ursächlich dafür sind." Im jungen Alter lernt das Gehirn problemlos und speichert eine Fülle von Anreizen. "Das Chromatin, eine Art Rückgrat der DNA, öffnet sich dabei und Lernen findet statt." Mit fortschreitendem Alter aber funktioniert dies nicht mehr: Neuralgische Punkte beim Lernprozess sind Schaltstellen, die nicht in der Erbsubstanz selbst, sondern in ihrer dreidimensionalen Verpackungsstruktur, dem Chromatin, liegen. "Reduzierter Stoffwechsel und verschiedenste Umwelteinflüsse sind Gründe dafür", sagt Fischer.


Tanzen hilft gegen Demenz

"Wir wissen heute: Alzheimer ist nicht Alzheimer. Hierfür müssen wir individuelle Marker finden, an denen wir künftige Therapien individuell ausrichten. Bei dieser personalisierten Medizin lernen wir viel aus der Krebsforschung", sagt Fischer. Wann es bei Alzheimer so weit sein könnte, sei aber schwer vorhersagbar, betont der Hirnexperte. Bis dahin empfiehlt er zur Vorbeugung: "Tanzen! Da kommen Improvisation, körperliche und geistige Herausforderung zusammen."

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