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Hepatitis B wird unterschätzt - Eine halbe Million Deutsche leiden an Lebererkrankung

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Eine halbe Million Deutsche leiden an Hepatitis B

29.05.2012, 11:31 Uhr | dapd/dpa-tmn, dapd, dpa-tmn

Hepatitis B wird unterschätzt - Eine halbe Million Deutsche leiden an Lebererkrankung. Leberzirrhose: Ursachen und Symptome der Lebererkrankung. (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Bei einer Leberzirrhose färbt sich die Leber gelb. (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Die chronische Leberentzündung Hepatitis B ist ansteckend - und sie kann zu einem tödlichen Leberschaden führen. In Deutschland sind etwa eine halbe Million Menschen mit dem Virus infiziert. Doch nur wenige wissen über die Krankheit Bescheid. Sogar viele Betroffene und ihre Angehörigen sind unzureichend informiert, wie eine Umfrage in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" ergab. Ursachen, Symptome, Vorsorge - das sollten Sie über Hepatitis wissen.

Hepatitis B bleibt oft unerkannt

Mit Hepatitis B sind zwischen vier und acht Prozent der Deutschen infiziert, schätzt das Robert Koch-Institut (RKI). Allerdings bemerkten nur etwa ein Drittel der Betroffenen die Ansteckung, sagt Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte. Das liegt daran, dass die Symptome in der Regel nur sehr mild ausfallen und kaum Beschwerden verursachen. So können Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schmerzen im Oberbauch von HB-Viren ausgelöst werden. Spezifischere Symptome sind die Gelbfärbung der Haut und dunkler Urin.

Leberentzündung kann chronisch werden

Ein weiteres Problem: Die Symptome treten nicht sofort auf. Im Schnitt vergehen zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit zwei bis sechs Monate. Bricht sie aus, nimmt die Erkrankung zunächst einen akuten Verlauf, der vier bis sechs Wochen dauert. Bei 90 Prozent der Patienten bessert sich anschließend der Gesundheitszustand und die Entzündung heilt vollständig aus. Bei den übrigen zehn Prozent entwickelt sich aus der akuten Hepatitis eine chronische Leberentzündung.

Virus wird durch Sexualkontakte übertragen

Erkrankte können über Sexualkontakte ihren Lebenspartner anstecken. Meist gelangten die Viren durch kleinste Verletzungen der Haut oder Schleimhaut in den Körper, erklärt Albring. Die Ansteckung erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Speichel, Blut, Sperma oder Tränen. Beim Kontakt mit Infizierten sollte man deshalb vorsichtig sein, da das gemeinsame Benutzen von Nagelscheren, Rasierapparaten oder Zahnbürsten genauso zu einer Infektion führen kann wie unsauberes Tätowier- und Piercingbesteck. Die meisten Menschen stecken sich über sexuelle Kontakte. Auch intensives Küssen kommt als Übertragungsweg in Frage.

Betroffene sollten ihre Viruslast kennen

Bei einer starken Virusvermehrung sollten Betroffene sich behandeln lassen, um das Fortschreiten zur Leberzirrhose und schließlich Leberkrebs zu verhindern. Für die Therapie sei die Viruslast von entscheidender Bedeutung, schreiben Professor Heiner Wedemeyer von der Medizinischen Hochschule Hannover und seine Mitautoren in der DMW. Jeder Patient sollte deshalb seine Viruslast kennen. Mit einem Bluttest ist eine Bestimmung jederzeit möglich. Bei einer Befragung kannte aber nur knapp jeder Zweite (44 Prozent) der 312 Patienten mit chronischer Hepatitis B, die den Fragebogen beantwortet hatten, seine aktuelle Viruslast.

Gegen Hepatitis impfen lassen

Um die Spätfolgen der Hepatitis wie Leberzirrhose oder Leberkrebs zu vermeiden, sollten sich gesunde Menschen am besten impfen lassen. Diese Empfehlung ist für Lebenspartner von Infizierten besonders wichtig. Eine Impfung ist bei Hepatitis A und B möglich. Um sich vor anderen Formen der Hepatitis oder weiteren Geschlechtskrankheiten zu schützen, sollte man bei Geschlechtsverkehr dennoch Kondome benutzen. Die Therapiemöglichkeiten einer chronischen Hepatitis sind begrenzt. Medikamente helfen überwiegend gegen die Symptome.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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