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Schlaganfall: Die fünf häufigsten Symptome bei Männern und Frauen

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Die fünf häufigsten Anzeichen für einen Schlaganfall

25.08.2017, 16:34 Uhr | akl/ bri, sah, dpa

Die fünf häufigsten Symptome für Schlaganfall. (Screenshot: t-online.de)
Die fünf häufigsten Symptome für Schlaganfall

Jede Minute zählt, um die schlimmsten Folgen zu verhindern. Das sind die fünf häufigsten Symptome für einen Schlaganfall.

Wissen Sie was die fünf häufigsten Symptome bei einem Schlaganfall sind?.(Quelle: t-online.de)


Ein Schlaganfall – oder auch schon der Verdacht – ist ein absoluter Notfall. Wichtig ist, die ersten Symptome zu erkennen und sofort zu handeln. Sie sollten schnellstmöglich unter der Notrufnummer 112 einen Arzt anfordern. Wir haben die wichtigsten Anzeichen für einen Schlaganfall zusammengestellt.

Nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Hilfe ereignen sich jedes Jahr etwa 270.000 Schlaganfälle. Sie stellen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar. Doch nicht immer setzt ein Schlaganfall einen Menschen völlig außer Gefecht: Sogenannte Mini-Schlaganfälle bleiben häufig unerkannt. Dennoch zählt jede Minute: Je früher behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Was ist ein Schlaganfall?

Hinter einem Schlaganfall, auch Hirnschlag, Hirninfarkt oder Apoplex genannt, verbirgt sich eine plötzliche Unterbrechung der Sauerstoffversorgung in einem bestimmten Hirnareal. Sind die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt, drohen sie abzusterben. Der jeweilige Bereich des Gehirns kann seine Funktion nicht mehr erfüllen; die Folge sind Störungen von Gehirn- und Nervenfunktionen.

Die fünf häufigsten Symptome eines Schlaganfalls bei Männern und Frauen:

1. Sehstörungen

Ein typisches Symptom ist das sogenannte eingeschränkte Gesichtsfeld. Das äußert sich darin, dass Betroffene beispielsweise Gegenstände übersehen, die sich in ihrem linken Sichtfeld befinden. Ebenso kann auch das räumliche Sehen betroffen sein. Doppelbilder und Orientierungslosigkeit sind dann die Folge.

2. Sprachstörungen

Der Betroffene redet stockend oder abgehackt. Häufig werden Silben oder Buchstaben verdreht. Auch der totale Sprachverlust ist möglich.

3. Lähmung und Taubheitsgefühle

Die Lähmung der Gesichtsmuskulatur gilt als eines der typischen Anzeichen eines Schlaganfalls. Die Wange, der Mund oder das Augenlid können herabhängen. Die Lähmung kann sich aber auch über eine gesamte Körperseite ausdehnen. Betroffene spüren auch häufig ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Arm und Bein und haben ein gestörtes Berührungsempfinden.

4. Kopfschmerzen

Häufig kommt es bei einem Schlaganfall zu Blutungen im Gehirn. Diese können sehr starke Kopfschmerzen verursachen. Übelkeit mit Erbrechen sind typische Begleiterscheinungen.

5. Schwindel und Gangunsicherheit

Schwindelgefühl und ein wankender Gang sind keine sicheren Anzeichen für einen Schlaganfall – allerdings in Kombination mit den anderen genannten Symptomen schon.

Einfacher Test überprüft Symptome

Mit dem FAST-Test können auch Ungeübte ohne jegliche Fachkenntnisse die Schlaganfall-Symptome überprüfen. Die Buchstaben FAST stehen für "Face – Arms – Speech – Time" (Gesicht – Arme – Sprache – Zeit). Wenn der Verdacht besteht, dass eine Person einen Schlaganfall erlitten hat, kann man mit Hilfe der drei folgenden Übungen eine schnelle und sichere Schlaganfall-Diagnose erstellen:

So funktioniert der FAST-TEST:

  • Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Ist das Gesicht halbseitig verzogen und wirkt schief, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.
  • Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung kann die Person nicht beide Arme gleichzeitig heben.
  • Speech: Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Klingt die Sprache unklar, liegt wahrscheinlich eine Sprachstörung vor.
  • Time: Wenn der Betroffene mit diesen Aufgaben Probleme hat und zulange braucht, sollten Sie sofort den Notarzt unter 112 verständigen.

Symptome eines Mini-Schlaganfalls (TIA)

Schlaganfälle können auch fast unbemerkt verlaufen. Bei Mini-Schlaganfällen sprechen Ärzte von einer sogenannten Transitorisch Ischämischen Attacke (TIA). Eine TIA ist eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Die Symptome ähneln denen eines Schlaganfalls, bilden sich aber meist innerhalb von ein bis zwei Stunden zurück.

Sie gelten auch als Vorboten für einen echten Schlaganfall. Jeder zehnte Betroffene, der solche Anzeichen bemerkt, erleidet in den nächsten Tagen einen Schlaganfall. Australische Forscher der University of New South Wales haben zudem festgestellt, dass die Lebenserwartung durch einen Mini-Schlaganfall um bis zu 20 Prozent sinkt.

Häufigste Ursachen eines Schlaganfalls

Üblicherweise tritt der Schlaganfall plötzlich auf. Die häufigste Ursache ist eine Arterienverkalkung, die durch Risikofaktoren wie

In den Arterien sammeln sich Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalksalze an und verengen diese Stück für Stück. Aber auch eine Hirnblutung ist eine mögliche Ursache für einen Schlaganfall. So können Blutgefäße platzen, etwa durch Missbildungen, Ausbeulungen der Gefäße oder durch Tumore.

Welche Arten gibt es?

Allgemein werden zwei Arten eines Schlaganfalls unterschieden:

  • Hämorrhagischer Schlaganfall
    Ist der Sauerstoffmangel durch eine Unterbrechung der Durchblutung bedingt, sprechen Ärzte von einem ischämischen Schlaganfall.
  • Ischämischer Schlaganfall
    Ist hingegen eine Blutung im Gehirn die Ursache, ist von einem hämorrhagischen Schlaganfall die Rede.

Gemein haben beide Schlaganfälle die verringerte beziehungsweise blockierte Durchblutung, deren Folge eine verringerte Sauerstoffversorgung des Gehirns und somit das Absterben der Hirnzellen hat. Allerdings unterscheiden sich der hämorrhagische und der ischämische Schlaganfall in ihrer Ursache und Auswirkung.

Bei dem hämorrhagischen Schlaganfall drückt das entstandene Blutgerinnsel auf ein bestimmtes Hirnareal und kann hierdurch gesundheitliche Folgen haben. Aus diesem Grund muss nach der Stillung der Blutung das Gerinnsel operativ entfernt werden. Der ischämische Hirnstamminfarkt durch Gefäßverschluss schlägt vor allem auf die Atmung sowie das Bewusstsein. Bei der Behandlung werden Medikamente eingenommen, die Blutgerinnsel verhindern und auflösen (Thrombolyse). Teilweise können auch Kathetereingriffe erfolgen, mit denen die Verschlüsse mechanisch gelöst werden.

Lassen Sie Ihren Schlaganfall behandeln

Die Behandlung des hämorrhagischen Schlaganfalls unterscheidet sich von der Therapie eines ischämischern Schlaganfalls.

  • Hämorrhagischer Schlaganfall

Die Stoppung der Blutung und somit die Verhinderung weiterer Auswirkungen steht bei der Behandlung im Vordergrund. Das entstandene Blutgerinnsel drückt auf ein bestimmtes Hirnareal und kann hierdurch gesundheitliche Folgen haben. Aus diesem Grund muss nach der Stillung der Blutung das Gerinnsel operativ entfernt werden.

  • Ischämischer Schlaganfall

Der Hirnstamminfarkt durch Gefäßverschluss schlägt vor allem auf die Atmung sowie das Bewusstsein. Bei der Behandlung werden Medikamente eingenommen, die Blutgerinnsel verhindern und auflösen (Thrombolyse). Teilweise können auch Kathetereingriffe erfolgen, mit denen die Verschlüsse mechanisch gelöst werden (mechanische Thrombektomie). Auch die Hemmung der Blutgerinnung kann bei der Behandlung eines ischämischen Schlaganfalls sinnvoll sein (Antikoagulation).

Körperlicher Zustand verbessert sich nach Rehabilitation

Nach der kurzfristigen Therapie beziehungsweise Erstversorgung im Krankenhaus sollten die Betroffenen eine Rehabilitation wahrnehmen. Hierdurch können Sie neurologische Symptome wie eine beeinträchtigte Sprachstörungen oder Lähmungen verbessern. Auch verbessert sich der körperliche Zustand bei einer langfristigen Therapie dank der Krankengymnastik deutlich.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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