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Grippeimpfung: Für wen und wann ist eine Impfung sinnvoll?

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Influenza  

Für wen die Grippeimpfung wichtig ist

27.10.2017, 12:44 Uhr | bp/anni, AFP

Grippeimpfung: Für wen und wann ist eine Impfung sinnvoll?. Ab einem Alter von 60 Jahren sollten Sie sich einmal jährlich impfen lassen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ab einem Alter von 60 Jahren sollten Sie sich einmal jährlich impfen lassen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Oktober und November ist die beste Zeit für die Grippeimpfung. Jetzt kann man noch vor der Grippewelle Schutz aufbauen. Für bestimmten Risikogruppen wird die Impfung gegen das Influenza-Virus ausdrücklich empfohlen. Die wichtigsten Informationen zur Grippeschutzimpfung zusammengefasst.

Grippe: Virus löst heftige Symptome aus

Eine Grippe dauert meist nur wenige Tage, aber sie ist nicht ungefährlich. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Erkältung kündigt sie sich nicht allmählich an, sondern setzt meist sehr plötzlich ein. Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber sind typische Symptome. Bei den meisten Menschen ist das Immunsystem stark genug, um mit einer Grippe fertig zu werden. Nach einer Woche Bettruhe ist die Krankheit oft überstanden.

Bei Menschen mit schwachem Immunsystem oder älteren Menschen kann die Virusgrippe jedoch auch einen schwereren Verlauf nehmen. Im schlimmsten Fall verläuft sie sogar tödlich. Hier kann eine Grippeimpfung helfen – sie wird jedoch nicht allen Menschen empfohlen.

Wann beginnt die nächste Grippewelle?

In den vergangenen Jahren begann die Grippewelle meist im Januar und dauerte drei bis vier Monate. Die ersten Fälle können aber auch schon früher auftreten. Die vergangene Influenzawelle startete beispielsweise bereits Mitte Dezember. Wie lange eine Grippewelle dauert, ist nicht vorhersagbar. Zum Beispiel dauerte die Grippesaison 2011/12 insgesamt 19 Wochen - und damit länger als in vielen anderen Jahren.

Risikogruppen: Diese Menschen sollten sich impfen lassen

Zu den Menschen, denen besonders zu einer Grippeimpfung zu raten ist, gehören laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) alle über 60-Jährigen. Außerdem schließt die Risikogruppe Menschen mit chronischen Krankheiten oder mit schwachem Immunsystem sowie Säuglinge und Kleinkinder ein. Auch für Schwangere ab dem dritten Monat empfiehlt die STIKO die Grippeimpfung.

Unabhängig von Alter und Gesundheitszustand sind auch Menschen mit vielen täglichen Personenkontakten besonders ansteckungsgefährdet. Dazu gehören Lehrer, Erzieher und Menschen, die in Kliniken arbeiten. Außerdem wird Bewohnern von Pflege- oder Altersheimen eine Impfung empfohlen. Für all diese Risikogruppen tragen die Krankenkassen die Kosten der Impfung.

Gehören Sie nicht zu einer dieser Gruppen, möchten sich aber trotzdem impfen lassen, sollten Sie das mit Ihrem Arzt besprechen.

Schützt eine Imfpung in jedem Fall?

Nein, einen hundertprozentigen Schutz vor Grippe gibt es nicht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist etwa die Hälfte der Geimpften geschützt. Die Unsicherheit betrifft vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Sie hat aber auch mit den sich ständig ändernden Viruseigenschaften zu tun. Deshalb kann es auch bei Geimpften zu einer Influenzaerkrankung kommen, in der Regel aber mit milderem Verlauf. Zu einer Erkrankung kann es auch kommen, wenn sich jemand kurz vor der Impfung ansteckt oder der Impfschutz noch nicht vollständig aufgebaut wurde.

Wer sich nicht gegen Grippe impfen lassen sollte

Unter bestimmten Umständen wird von einer Impfung sogar abgeraten. Sollten Sie etwa eine Allergie gegen bestimmte Bestandteile des Impfstoffes haben, ist es ratsam, auf die Grippeimpfung zu verzichten. Klären Sie auch das mit Ihrem Arzt ab. Möglicherweise findet sich eine Alternative zum gängigen Impfstoff.

Auch sollten Sie auf eine Impfung verzichten, wenn Sie bereits an einem akuten Infekt leiden, zum Beispiel eine Erkältung oder Fieber haben. Warten Sie in diesem Fall, bis Sie vollständig genesen sind und Ihr Immunsystem stark genug für den Impfstoff ist.

Bester Zeitpunkt für die Grippeimpfung

Ärzte empfehlen eine Grippeimpfung, bevor die Grippewelle richtig losgeht. Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, da die meisten Grippefälle im Januar und Februar auftreten. Bis der Impfschutz sich vollständig aufgebaut hat, benötigt der Körper etwa ein bis zwei Wochen. "Idealerweise lassen Sie sich im Oktober oder November impfen", empfiehlt das RKI.

Die Impfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden, da sich das Grippevirus ständig verändert und der Impfstoff daran angepasst wird. Die Wirkung der Grippeimpfung hält etwa ein halbes Jahr an.

Grippeimpfung: Nebenwirkungen und Reaktionen

Das Ziel einer Impfung ist der Aufbau von Abwehrmechanismen im Körper. Hierzu werden die Krankheitserreger in abgeschwächter oder inaktivierter Form verabreicht. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, einen Schutz vor den eigentlichen Krankheitserregern aufzubauen. 

Die gespritzten Krankheitserreger können zu leichten Reaktionen, aber auch zu Nebenwirkungen führen. Gelegentlich kann es nach der Impfung zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen. In den ersten Tagen können außerdem Frösteln, Müdigkeit, Übelkeit sowie Kopf- oder Gliederschmerzen auftreten.

Kosten für eine Grippeschutzimpfung

Wenn Sie zu den oben beschriebenen Risikogruppen gehören und gesetzlich versichert sind, übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten für die Grippeschutzimpfung. Für privat Versicherte gelten ähnliche Regelungen. Um sicher zu gehen, sollten Sie dies im Vorfeld mit Ihrem Versicherer abklären. Teilweise kommt der Arbeitgeber auch für die Kosten einer Grippeimpfung auf.

Tipps für Schutz vor Grippe auch ohne Impfung

Wer sich nicht impfen lassen möchte oder muss, sollte sich vor Grippe so schützen wie auch vor Erkältungen. Beachten Sie dazu die folgenden Tipps:

  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife – auch zwischen den Fingern und die Fingernägel.
  • Meiden Sie den Kontakt mit erkälteten oder an Grippe erkrankten Personen.
  • Kommen Sie möglichst selten mit den Händen in die Nähe der Nase, des Mundes oder der Augen.
  • Wenn Sie bereits erkrankt sind, vermeiden Sie es, in Ihre Hand zu husten oder zu niesen – idealerweise haben Sie ein Taschentuch parat, ansonsten in die Armbeuge und dabei mindestens einen Meter Abstand zu anderen halten.

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