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Medikamentöse Therapie bei Multipler Sklerose

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Medikamentöse Therapie bei Multipler Sklerose

11.02.2013, 10:26 Uhr | nk (CF)

Multiple Sklerose gilt nach derzeitigem Stand zwar noch als unheilbar, dennoch lässt sich der Krankheitsverlauf mithilfe medikamentöser Therapien positiv beeinflussen. Es lassen sich sowohl akute Schübe behandeln als auch deren Häufigkeit im Zuge einer Langzeittherapie verringern.

Kortison bei akuten Schüben von Multipler Sklerose

Die medikamentöse Behandlung von Multipler Sklerose (MS) ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamttherapie der Krankheit. Sie kann die Lebensqualität von Patienten um ein Vielfaches erhöhen. Eine MS-Erkrankung verläuft in Schüben und erfordert während und zwischen diesen unterschiedliche Therapiemaßnahmen.

Bei akuten Schüben hat sich die Verabreichung von hoch dosiertem Kortison über einen begrenzten Zeitraum von drei bis fünf Tagen bewährt. Die Verabreichung des Präparats erfolgt intravenös. Das Kortison soll einerseits die Entzündungsreaktionen und andererseits die damit einhergehenden Symptome möglichst schnell lindern. Hierzu können unter anderem Sehstörungen oder Taubheitsgefühle gehören. Ohne den Einsatz von Kortison würden die Entzündungen zwar ebenfalls abheilen, allerdings sehr viel langsamer. Der Erfolg der Wirkung von Kortison fällt bei Multiple-Sklerose-Patienten unterschiedlich aus – gegebenenfalls muss die Dosis erhöht oder die Therapie wiederholt werden. Generell ist laut dem Gesundheitsportal "lifeline.de" bei der Behandlung akuter Schübe durch Kortison mit Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, erhöhtem Blutdruck oder Magenproblemen zu rechnen.

Immunmodulierende Medikamente für die Langzeittherapie

Zwischen diesen Schüben kommen als Langzeit- und Basistherapie in der Regel Medikamente zur Immunmodulation, seltener zur Immunsuppression zum Einsatz. Zu den eingesetzten immunmodulierenden Medikamenten zählen Interferone und Glatirameracetat. Beide reduzieren die Schubrate laut der "Apotheken Umschau" um etwa 30 Prozent. Ihre genaue Wirkungsweise ist bisher allerdings nicht vollständig bekannt. Interferone kommen im menschlichen Organismus beispielsweise auch als natürliche Botenstoffe zwischen den Zellen vor. Die zusätzlich injizierten Interferone sollen die Anzahl der entzündeten Zellen senken und dafür sorgen, dass diese nicht in das zentrale Nervensystem gelangen. Fest steht zudem, dass ein frühzeitiger Therapiebeginn einen positiven Einfluss auf deren Erfolg hat.

Die Anwendung erfolgt durch Injektionen unter die Haut von Multiple-Sklerose-Patienten. Doch auch, wenn diese MS-Medikamente den Krankheitsverlauf verlangsamen können, sind sie nicht frei von grippeähnlichen Nebenwirkungen, die vor allem zu Therapiebeginn auftreten. Sie klingen jedoch meist innerhalb einiger Monate ab und können nach Absprache mit dem behandelnden Arzt durch entzündungshemmende Medikamente gelindert werden. (Alzheimer-Eiweiß gegen Multiple Sklerose)

lifestyle.t-online.de: Zehn Anzeichen für Multiple Sklerose

Weitere medikamentöse Therapiemöglichkeiten bei MS

Bevor die Immunmodulation zum Standard bei der Behandlung von Multipler Sklerose wurde, setzte man bei den Medikamenten auf Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Immunglobuline. Während Letztere nur noch in absoluten Ausnahmefällen wie Schwangerschaften eingesetzt werden und ihre Wirkung zudem nicht mehr eindeutig nachweisbar ist, kann Azathioprin nach wie vor in Tablettenform verabreicht werden. Die Nebenwirkungen sind zahlreich, zudem besteht ein erhöhtes Krebs- sowie Infektionsrisiko. Entsprechend wird die Immunmodulation der Immunsuppression heutzutage eindeutig vorgezogen.

Nur wenn MS-Patienten auf diese Basis-Therapien nicht ansprechen, kommen alternative Medikamente für eine sogenannte Eskalationstherapie zur Anwendung, die allesamt mit unterschiedlichen Risiken behaftet sind. Hierzu zählen beispielsweise Natalizumab, Fingolimod, Mitoxantron, Cyclophosphamid. (Multiple Sklerose und Beruf vereinbaren: So gelingt es)

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