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Grippewelle in Deutschland fordert 17 Todesopfer

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Grippewelle  

Die Hälfte hat die Schweinegrippe

06.03.2013, 13:37 Uhr | dpa-AFX, dpa

Grippewelle in Deutschland fordert 17 Todesopfer. Grippe: Eine Grippewelle könnte auch im Februar noch kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grippe: Eine Grippewelle könnte auch im Februar noch kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grippe, Husten und Schnupfen halten die Menschen in Deutschland weiter im Bett: Stark erhöhte Influenza- und Erkältungsaktivität, meldet auch das Robert Koch-Institut (RKI). "Wir können nun von einer bundesweit starken Grippewelle sprechen", erklärte RKI-Sprecher Günther Dettweiler. Insgesamt sind dem RKI seit dem Spätherbst 21.200 Influenza-Fälle gemeldet worden, darunter 17 laborbestätigte Todesfälle.

Grippewelle packt nun auch den Süden

Ein Abflachen der diesjährigen Grippewelle ist nicht in Sicht. Auch in den Süden hat sich die Influenza nun ausgebreitet. Nur im Osten schwächt sich die Zahl der gemeldeten Influenza-Erkrankungen langsam wieder ab. Bislang wurden für die vergangen Woche bundesweit 2.606 laborbestätigte Influenzafälle gemeldet. Diese Zahl wird sich durch Nachmeldungen jedoch noch deutlich erhöhen.

Schweinegrippe-Virus grassiert

Knapp die Hälfte der Grippefälle wurde vom Schweinegrippe-Virus Influenza A Typ H1N1 verursacht. 37 Prozent fallen auf Influenza A Typ H3N2 und 18 Prozent auf Influenza B. Die Deutschlandkarte für Erkältungskrankheiten ist somit in dieser Woche dunkelrot.

Engpass bei Blutspenden durch Grippewelle

Betroffen davon sind auch Blutreserven. Diese seien für Kranke am Limit, sagen Experten. Wenn die Spenderzahlen durch Grippewellen und andere Gründe sinken, wird es eng. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als weitaus größter Versorger registrierte im Februar bislang fast 20 Prozent weniger Blutspenden als in den vergangenen Jahren. Im Januar war es bereits ein Minus von 16,5 Prozent, sagte der Sprecher des DRK-Blutspendedienstes, Friedrich Düppe. Auch die Staatlich-kommunalen Blutspendedienste (StKB) als zweitgrößter Versorger und der private Blutspendedienst Haema sprachen von Engpässen.

Nur noch 4.000 Blutkonserven in NRW

Engpässe bei Blutkonserven gebe es vor allem im Osten Deutschlands, in Rheinland-Pfalz, im Saarland und im südlichen Nordrhein-Westfalen, sagte Düppe. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel würden täglich 3800 Blutkonserven benötigt, auf Lager seien noch 4000. "Diese Engpässe sind saisonal bedingt, hängen aber auch mit der zu geringen Spendenbereitschaft der Menschen zusammen." Derzeit würden nur 2,5 bis 3 Prozent der Erwachsenen Blut spenden. "Für eine sichere Versorgung wären aber 5 bis 6 Prozent notwendig."

Blutspenden nur vier bis 49 Tage haltbar

Gabriele Hutschenreuter von den staatlich-kommunalen Blutspendediensten sagte, durch die Grippewelle, den Karneval und das strenge Winterwetter seien die Blutreserven zusammengeschmolzen. Die seien ohnehin "am unteren Limit". Der medizinische Vorstand des Leipziger Unternehmens Haema, Knud-Peter Krause, rief zu Blutspenden auf und wies darauf hin, dass Blutpräparate nur begrenzt haltbar seien und je nach Art der Konserve nur zwischen vier und 49 Tagen nach der Spende an Patienten weitergegeben werden könnten.

An diesem Mittwoch veröffentlicht das Robert-Koch-Institut in Berlin die neuesten Grippezahlen. In weiten Teilen Deutschlands sei die Zahl der Grippefälle stark erhöht, nur der Süden sei etwas weniger betroffen.

Auf Händedruck besser verzichten

Der Verzicht auf einen Händedruck zur Begrüßung kann vor der Grippe schützen. Mit dem Händedruck werden Viren übertragen und verteilen sich so auf Türgriffen, Telefonhörern und Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Darauf macht Inge Wolff vom Arbeitskreis Umgangsformen International (AUI) in Bielefeld aufmerksam. Wer krank ist oder eine Ansteckung vermeiden will, weist am besten darauf hin, dass er aus diesem Grund auf einen Handschlag verzichten möchte.

Taschentücher nur einmal benutzen

Beim Niesen oder Husten empfiehlt der AUI, ein Einmaltaschentuch zu benutzen und dieses danach in einen geschlossenen Mülleimer zu werfen. Dadurch wird die Ansteckungsgefahr vermindert. Wer kein Papiertaschentuch zur Hand hat, sollte nicht die Hand vor den Mund nehmen, sondern in die Armbeuge niesen oder husten.

Auf Sport besser verzichten

Grippekranken rät der AUI davon ab, Sport zu treiben oder öffentliche Veranstaltungen zu besuchen. Wenn sich ein Termin nicht verschieben lässt, sei es wichtig, frühzeitig Medikamente zu nehmen und bei einem akuten Nies- oder Hustenanfall den Raum zu verlassen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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