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Schluckstörungen bei Demenz: Symptome und Behandlung

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Symptome bekämpfen  

Umgang mit Schluckstörungen bei Demenz

05.10.2016, 15:45 Uhr | em (CF)

Schluckstörungen bei Demenz: Symptome und Behandlung. Bei fortschreitender Demenz kann es zu Schluckstörungen kommen. (Quelle: imago/GranAngular SPAIN)

Bei fortschreitender Demenz kann es zu Schluckstörungen kommen. (Quelle: GranAngular SPAIN/imago)

Schluckstörungen bei Demenz sind für viele Betroffene ein nicht zu unterschätzendes Problem. Gelangen Speisen oder Flüssigkeit in die Luftröhre, kann dies schwere gesundheitliche Folgen haben. Bevor eine umstrittene Magensonde zum Einsatz kommt, können zunächst aber auch einfache Tipps Abhilfe schaffen.

Schluckstörungen bei Demenz: Ursachen und Risiken

Mehr als 70 Prozent aller Betroffenen leiden unter Schluckstörungen bei Demenz, berichtet die "Pharmazeutische Zeitung" (PZ). Sie treten vor allem in schweren beziehungsweise weit fortgeschrittenen Fällen der Krankheit auf, da die Hirnfunktionen bereits so weit gestört sind, dass eigentlich automatisierte Körperfunktionen nicht mehr reibungslos ablaufen. Die Risiken sind nicht zu unterschätzen, vor allem, da Schluckstörungen bei Demenz wegen ausbleibender Symptome nicht immer gleich erkannt werden.

Die gesundheitlichen Folgen können jedoch gravierend sein: So können eine Fehl- und Mangelernährung sowie Dehydration eintreten, wenn nicht genügend Nährstoffe und Flüssigkeit aufgenommen werden. Verschluckte Nahrungsteile können außerdem Lungenentzündungen verursachen sowie zu Atemnot oder sogar Atemstillstand führen.

Tipps: Schluckstörungen bei Demenzkranken erkennen

Fatalerweise gehen Schluckstörungen bei Demenzkranken nicht immer mit den typischen Symptomen einher: Ein Räuspern oder Husten bleibt oftmals aus. Tipp: Sofern Sie diese Anzeichen bei der Nahrungsaufnahme eines Betroffenen trotzdem bemerken, sollten Sie unbedingt wachsam sein. Ein weiterer Hinweis auf Probleme beim Schlucken können Verschmutzungen von Kleidungsoberteilen durch Essensreste sein, die der Erkrankte nicht schlucken konnte oder wieder hochgewürgt hat.

Zu den weiteren Symptomen kann eine stets belegte Stimme nach dem Essen gehören sowie stark zunehmender Speichelfluss während des Essens. Auch wenn der Betroffene nach mehreren Schluckvorgängen immer noch Nahrung im Mund hat, sollten Sie achtsam sein. Probleme bei der Medikamentengabe können ebenfalls ein Indikator sein: Zum Beispiel dann, wenn Demenzpatienten plötzlich Probleme haben, eine einzelne Tablette zu schlucken, obwohl sie zuvor sogar mehrere problemlos schlucken konnten. Häufen sich mehrere Symptome dieser Art, sollten Sie den Arzt informieren.

Tipps für den Umgang mit Schluckstörungen

Zu den letzten Möglichkeiten, schweren Schluckstörungen bei Demenz oder anderen Erkrankungen zu begegnen, gehören Magensonden oder sogenannte PEGs. Diese sind unter Experten aus medizinischer und ethischer Sicht allerdings umstritten, berichtet die "PZ". Der Vorteil dieser Lösung: Die akute gesundheitliche Gefährdung lässt sich auf diese Weise zumindest übergangsweise minimieren.

In leichteren Fällen, oder um Schluckstörungen bei Demenz vorzubeugen, können bereits einfach umzusetzende Tipps weiterhelfen. Bereiten Sie den Betroffenen beispielsweise auf das Essen vor: Typische Geräusche und Gerüche aus der Küche wie das Klappern von Töpfen oder Geschirr sowie Kaffeeduft stimmen den Betroffenen auf die Nahrungsaufnahme ein. Setzen Sie den Patienten anschließend möglichst aufrecht und bequem an den Essensplatz – eine gebeugte Haltung erschwert hingegen das Schlucken.

Das Essen selbst sollte mit Ruhe und Konzentration verbunden sein. Vermeiden Sie ablenkende Geräusche durch den Fernseher oder das Radio. Auch zu viele Gegenstände auf dem Esstisch können für Irritation bei einer dementen Person sorgen. Gespräche sollten Sie ebenfalls auf die Zeit nach dem Essen verschieben. Tipp: Anschließend sollte die Person noch mehrere Minuten weiterhin aufrecht sitzen bleiben, um eventuell hochgewürgte Essensreste besser abhusten zu können.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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