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Demenz: Rechtzeitig Alzheimer vorbeugen

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Demenz vorbeugen: Rechtzeitig gegen Alzheimer vorgehen

05.04.2013, 10:17 Uhr | km (CF)

Demenz: Rechtzeitig Alzheimer vorbeugen. Demenz: Eine gesunde Lebensweise hilft das Erkrankungsrisiko zu minimieren (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Demenz: Eine gesunde Lebensweise hilft das Erkrankungsrisiko zu minimieren (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lässt sich Alzheimer und anderen Formen von Demenz vorbeugen? Schließlich haben viele Angst davor, im fortgeschrittenen Alter unter Gedächtnisstörungen zu leiden oder gar ihre Familienmitglieder nicht mehr wiederzuerkennen. Um gegen eine mögliche Erkrankung vorzugehen, gibt es zwar viele Tipps – jedoch lässt sich bisher nur ein Risikofaktor nachweislich aktiv beeinflussen.

Was ist unter Demenz zu verstehen?

Der Ausdruck Demenz bezeichnet eine Reihe von Erkrankungen, die sich durch ein Defizit an geistiger Leistungsfähigkeit auszeichnen und durch eine Erkrankung des Gehirns bedingt sind. Häufig äußert sich eine Demenz in einer Minderung an kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, welches in vielen Fällen eine Persönlichkeitsveränderung des Betroffenen nach sich zieht.

Als häufigste Ursache für Demenz gilt Alzheimer - einer Hirnerkrankung, bei der eine Gefäßverkalkung im Gehirn dazu führt, dass Gehirnzellen absterben und das Gehirn in seinen Funktionen beeinträchtigt wird.

Wie kann Alzheimer entstehen?

Aber wodurch entsteht Alzheimer? Das natürliche Altern gilt laut Experten als der wichtigste Risikofaktor für Alzheimer. Aufgrund des erhöhten Alters verliert der Körper an Leistungsfähigkeit und Immunabwehr und wird deshalb anfälliger für Krankheiten. Wie Prof. Dr. Dr. Beyreuther und Dr. Hartmann vom Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg erklären, steigt statistisch gesehen das Risiko ab dem 60. Lebensjahr an Alzheimer zu erkranken. Je älter ein Mensch, desto höher das Risiko an Demenz zu erkranken: Ein 80-Jähriger weist den Biologen zufolge ein zehnprozentiges, ein 85-Jähriger ein zwanzigprozentiges und ein 90-Jähriger sogar ein vierzigprozentiges Risiko auf an Alzheimer zu erkranken. Neben dem Alter nehmen weitere Faktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Stress oder Übergewicht Einfluss auf die Entstehung von Demenz. Die Forscher vermuten auch einen Zusammenhang einer erblichen Veranlagung und dem Erkrankungsrisiko von Demenz. (Alzheimer-Test: Demenz frühzeitig erkennen)

Demenz: Diese Symptome sind typisch

Je nach Form der Demenzerkrankung treten unterschiedliche Symptome auf. Beim häufigsten Krankheitsbild, dem Alzheimer, werden drei Stadien unterschieden. Wie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berichtet, leidet im ersten Stadium das Kurzzeitgedächtnis. Betroffene sind vergesslich und weisen Konzentrationsschwierigkeiten auf. Wortfindungsprobleme im Alltag oder eine schlechte Orientierung in einer fremden Umgebung sind typisch.

In einem fortgeschrittenen Stadium bildet sich das Langzeitgedächtnis zurück. Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte verblassen. Selbst nahe Angehörige oder Personen des alltäglichen Lebens werden nicht mehr erkannt. In einem dritten Stadium verstärken sich die Demenzsymptome weiter. Die Betroffenen bauen nicht nur geistig, sondern auch körperlich ab und sind bei allen Tätigkeiten auf Hilfe angewiesen. Essen, Körperpflege und Bewegung sind vom Betroffenen allein nicht mehr zu bewältigen.

Blutdruck senken und Demenz vorbeugen

Um einer Demenzerkrankung vorzubeugen, können Sie selbst aktiv werden und so durch einfache Maßnahmen im Alltag das Erkrankungsrisiko minimieren helfen. Wie die Deutsche Hochdruckliga in diesem Zusammenhang berichtet, führt ein krankhaft erhöhter Blutdruck zu einer chronischen und fortschreitenden Beeinträchtigung der Hirnleistung und kann entsprechend Alzheimer oder andere Demenzformen begünstigen. Laut der Studie "Syst-Eur-Study Extension" sinkt das Demenzrisiko etwa um die Hälfte, wenn ein erhöhter Bluthochdruck konsequent überwacht und bei Bluthochdruck eine ärztliche Behandlung erfolgt. Zu diesem Schluss kam die französische Professorin für Medizin Françoise Forette gemeinsam mit ihrem Forscherteam.

Die Behandlung von Bluthochdruck kann beispielsweise durch die kontrollierte Einnahme von ACE-Hemmern erfolgen. Weitere Studien bestätigen diese Ergebnisse. Um Demenz vorzubeugen ist es daher ratsam, regelmäßig den Blutdruck zu kontrollieren und bei Bedarf einen Arzt zu konsultieren.

Tipps gegen Alzheimer

Auch wenn andere Vorbeugemaßnahmen wissenschaftlich bisher nicht eindeutig bestätigt werden konnten, können weitere Tipps gegebenenfalls das Risiko von Alzheimer und anderen Formen von Demenz senken. So empfiehlt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, dass nicht gesicherte Erkenntnisse nicht daran hindern sollten, "geistig, körperlich und sozial möglichst aktiv zu sein und sich gesund zu ernähren".

So sollten Sie beispielsweise durch regelmäßige körperliche Bewegung Demenz vorbeugen helfen, indem Sie das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen. In diesem Zusammenhang scheint es außerdem sinnvoll, sich ausgewogen und vor allem gesund, das heißt fettarm, zu ernähren. Verzichten Sie auf einen übermäßigen Alkoholkonsum und auf Rauchen. Auf diese Weise senken Sie das Risiko von Gefäßverkalkungen und beugen Arteriosklerose vor. (Aggression bei Demenz: Wie Angehörige reagieren sollten)

Ernährung und geistige Fitness

Doch nicht nur körperliche, sondern auch geistige Fitness kann gegen Gedächtnisstörungen im hohen Alter helfen. Halten Sie sich geistig fit, indem Sie viel lesen oder durch Kreuzworträtsel oder andere Gedankenspiele nachdenken. Noch effektiver sind solche Maßnahmen, wenn Sie sie in geselliger Runde ausführen. Treffen Sie sich beispielsweise regelmäßig mit Freunden zu Gesellschaftsspielen oder zum gemeinsamen Singen und Musizieren. (Demenz und Depressionen: Nicht immer klar zu unterscheiden)

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