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Männer mit Haarausfall erkranken häufiger am Herzen

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen  

Übersichtsstudie: Kahlköpfige erkranken häufiger am Herzen

05.04.2013, 12:56 Uhr | irb für Spiegel Online

Männer mit Haarausfall erkranken häufiger am Herzen. Männer mit kahlem Kopf erkranken häufiger am Herzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer mit kahlem Kopf erkranken häufiger am Herzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dünnen die Haare auf dem Kopf aus, denken viele zuerst an ihr Aussehen. Eine Studie zeigt jetzt allerdings, dass möglicherweise auch die Gesundheit leidet. Demnach erkranken Männer mit wenigen Haaren um den Scheitel etwas häufiger am Herzen als andere - auch schon in jungen Jahren.

Haarausfall kann Warnzeichen sein

Der alternde Körper kann schonungslos sein. Während sich graue Haare noch unter Färbemittel verstecken lassen, graben sich einmal gebildete Falten mit der Zeit nur tiefer in die Haut. Ähnlich ist es mit dem Haarausfall: Er beginnt sachte mit lichten Stellen, unter denen die Kopfhaut hervorblinkt, und arbeitet sich nach und nach erbarmungslos vor. Rund dreißig bis vierzig Prozent der erwachsenen Männer teilen das Leid der sogenannten androgenetischen Alopezie - des erblich bedingten Haarausfalls.

Neben den kahlen Stellen auf dem Kopf scheinen die Betroffenen allerdings noch einer weitere, viel bedenklichere Gemeinsamkeit zu besitzen: Sie leiden häufiger unter Erkrankungen der Herzkranzgefäße als ihre vollbehaarten Mitmenschen, wie eine Übersichtsstudie im Fachmagazin "BMJ Open" jetzt gezeigt hat.

Männer mit Haarausfall erkranken häufiger am Herzen

Für ihre Untersuchung durchforsteten die japanischen Forscher um Tomohide Yamada von der Universität Tokio medizinische Datenbanken. Insgesamt fanden sie sechs Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen dem erblich bedingten Haarausfall und koronaren Herzkrankheiten analysiert hatten. Unter koronare Herzerkrankungen fallen unter anderem Herzinfarkte, die Angina Pectoris (Brustenge) sowie Erkrankungen der Herzkranzarterien. Vier der Studien stammten aus den USA, zwei aus der EU. Insgesamt hatten die Untersuchungen 36.990 Männer eingeschlossen.

Rund ein Drittel häufiger koronare Herzkrankheiten

Laut den Ergebnissen entwickeln Männer, die einen Großteil ihres Kopfhaares verloren haben, im Schnitt rund ein Drittel häufiger koronare Herzkrankheiten als Männer, die noch ihre komplette Haarpracht besitzen. Das Alter scheint bei dem Effekt keine Rolle zu spielen. Bei Analysen, die nur jüngere Studienteilnehmer einschlossen, kamen die Forscher auf ähnliche Werte. Generell steigt mit der Größe der kahlen Stellen auch die Wahrscheinlichkeit, unter einer koronaren Herzkrankheit zu leiden.

Ein Ergebnis überraschte die Forscher allerdings: Neben der Ausprägung kam es auch auf die Position des Haarausfalles an. Wer nur an der Stirn verliert, braucht sich demnach keine Sorgen zu machen. Statistisch signifikant war der Zusammenhang nur bei Männern, die auch um den Mittelscheitel ausdünnten.

Zusammenhang ist Forschern noch unklar

"Welcher Mechanismus hinter dem Zusammenhang zwischen Kahlköpfigkeit und koronaren Herzkrankheiten steckt, ist unklar", schreiben die Wissenschaftler. Darin liegt die große Schwäche ihrer Studie: Die Untersuchung kann keine direkte Beziehung zwischen den Herzkrankheiten und dem Haarausfall herstellen. Klar ist nur, dass Männer mit wenig Haaren auf dem Kopf eher erkranken. Ob nun tatsächlich eine Ursache des Haarausfalls dahintersteckt oder ein anderer Umstand, den die kahlen Männer teilen, kann die Studie nicht sicher nachweisen. Um das Risiko einer Verzerrung zu minimieren, rechneten die Forscher allerdings den Einfluss von etwa dem Rauchverhalten, dem Alter und Bluthochdruck auf die Entwicklung koronarer Herzerkrankungen heraus.

Mehrere Ursachen denkbar - aber kein Grund zur Panik

Für den beobachteten Effekt existieren mehrere, mögliche Erklärungen: Vorstellbar ist etwa, dass die klassischen Risikofaktoren für Herzkrankheiten auch Haarausfall begünstigen. Ebenso könnte eine leichte Insulinresistenz den Zusammenhang erklären, dabei handelt es sich um eine Vorstufe des Diabetes. Sie verhindert, dass der Körper Kohlenhydrate richtig verwerten kann und fördert Übergewicht. Dadurch erhöht sie das Risiko für Herzkrankheiten. Gleichzeitig schränkt die Insulinresistenz aber auch die Versorgung der Haarfollikel mit Nährstoffen ein. Weitere, denkbare Erklärungen könnten mit chronischen Entzündungen oder männlichen Sexualhormonen zusammenhängen.

Fest steht allerdings schon jetzt, dass nicht jeder Mann, der sich um seine Haarpracht sorgt, auch Gedanken um sein Herz machen muss. Die Glatze ist - wenn überhaupt - nur ein Risikofaktor von vielen und hat einen geringeren Einfluss als etwa Rauchen oder Übergewicht. Auch lassen sich die Haare nicht einfach zurückzaubern. Viel besser ist: eine gesunde Ernährung, nicht zu viel Alkohol, nicht rauchen, Bewegung und ein normales Gewicht. Das gilt eigentlich für alle, aber - laut den Forschern - vielleicht ganz besonders für junge Männer, deren Haare um den Scheitel schon licht werden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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