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Leberwerte  

Ab 35 soll die Leber zum Check

07.05.2013, 15:47 Uhr | hut

Ab 35 soll die Leber zum Check. Die Leber ist Energielieferant und Giftentsorger zugleich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Leber ist Energielieferant und Giftentsorger zugleich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Tagtäglich speichert die Leber Zucker und Fett, entzieht dem Körper gefährliche Stoffe und schleust Gifte aus unserem Körper: Sie ist unser zentrales Versorgungs- und Entgiftungsorgan. Ist die Leber beschädigt, hat das weitreichende Auswirkungen für unseren Körper, wie etwa Blutgerinnungsstörungen und Stoffwechselprobleme. Da Beschwerden sich aber in der Regel erst spät einstellen, bleiben Leberschäden oft lange unbemerkt - mit fatalen Folgen. Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) fordert deshalb jetzt einen allgemeinen Leber-Check ab dem 35. Lebensjahr.

Leberleiden oft spät erkannt

Das tückische an Lebererkrankungen ist, dass sie sich in der Regel erst spät äußern. Frühe Anzeichen wie Müdigkeit sind unspezifisch, Symptome wie Gelbsucht und Juckreiz treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium einer Leberzirrhose auf. Dann befinden sich die Zellen des Organs bereits im Abbau. Ist das Gewebe schließlich stark zerstört, kann nur noch eine Lebertransplantation helfen.

Leberwerte nur selten überprüft

Mit einem einfachen Bluttest könnten Lebererkrankungen früh erkannt und wirkungsvoll behandelt werden. Doch die Leberwerte werden nur selten überprüft und das in der Regel viel zu spät, mahnt die DGVS. Sie setzt sich deshalb dafür ein, die Überprüfung der Leberwerte zum festen Bestandteil des "Check-ups 35 plus" zu machen, den die gesetzlichen Krankenkassen allen Mitgliedern ab 35 Jahren anbieten. Bislang werden dabei nur Cholesterin- und Zuckerwerte überprüft.

Bluttest könnte Leberzellkrebs verhindern

"Durch die Kontrolle des Leberwertes ALT könnte vielen Menschen das Schicksal erspart werden, an unheilbaren Spätfolgen wie einer Leberzirrhose oder Leberzellkrebs zu erkranken", betont Professor Stefan Zeuzem, Vorstandsmitglied der DGVS aus Frankfurt. ALT, mit vollem Namen Alanin-Aminotransferase, ist ein Enzym, das in den Leberzellen Stoffwechselaufgaben übernimmt. Bei einer Schädigungen gelangen die Enzyme ins Blut und können durch eine einfache Blutprobe nachgewiesen werden.

Alkohol und Übergewicht sind Hauptverursacher für Leberschäden

"Viele Menschen in Deutschland haben erhöhte Leberwerte und tragen somit das Risiko, eine schwere Lebererkrankung zu entwickeln", erklärt Zeuzem. Die Ursache für erhöhte ALT-Werte sind meist übermäßiger Alkoholkonsum und Übergewicht, aber auch Infektionen mit Hepatitis B und C sind dem Experten zufolge in Deutschland weit verbreitet. Zudem können andere kranke Organe oder auch eine langfristige Einnahme von Medikamenten die Leber schädigen.

Gefahr unwissentlicher Ansteckung ist groß

Zeuzem und seine Kollegen der Deutschen Leberhilfe und der Deutschen Leberstiftung sind davon überzeugt, dass der frühzeitige ALT-Test nicht nur schlimme Lebererkrankungen vermeiden kann, sondern auch eine große Kostenersparnis bedeutet. Denn hohe Folgekosten für die Behandlung fortgeschrittener Lebererkrankungen würden damit genauso verhindert, wie die Gefahr, dass Patienten mit unerkannter Virushepatitis unwissentlich andere Menschen anstecken.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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